Der Koran im ‚Divan‘ - Goethes Begegnung mit dem Heiligen Buch des Islams

Einführung

„Durch Herder wurde Goethe frühzeitig, womöglich schon im Straßburger Winter 1770/71, zur Lektüre des Korans veranlaßt. Bald stoßen wir auf Zeugnisse ungewöhnlicher innerer Anteilnahme am Islam und am Propheten Mohammed. Damals wurde der Grund gelegt zu jener Wertschätzung des Korans, die in Goethes Altersjahren der West-östliche Divan bekundet, das Werk, in dem Islam und Koran auf unvergleichliche Weise geehrt werden.“[1]

Katharina Mommsen

Wir widmen uns in diesem Beitrag der Sicht des Dichters und Denkers Goethe auf den Koran, wobei wir uns hierbei auf seine Darstellung im West-östlichen Divan konzentrieren.

Im ersten Teil wird das Koranbild im Islam und im Abendland kurz skizziert. Es ist in allgemeinen Zügen dargestellt, was der Koran für die Muslime ist und welche Rolle er spielt. Auch wird ein kurzer Abriss der Rezension im Abendland gegeben, damit dieser als ein geistesgeschichtlicher Hintergrund für Goethes Beschäftigung dienen kann.

Im zweiten Teil gehen wir der Frage nach, wann Goethe sich mit dem Koran zu beschäftigen begann, welche Übersetzungen er verwendete und von welchen Motiven er dabei bewegt wurde.

Im dritten Teil werden einige Gedichte des Divans in Bezug auf den Koran untersucht. Inwieweit lässt sich der Koran als direkte bzw. indirekte Inspirationsquelle ermitteln? Wie wird der Koran dargestellt? Hierbei basieren unsere Ausführungen überwiegend auf der jahrzehntelangen Forschungsarbeit von Katharina Mommsen.

In der Schlussfolgerung fassen wir die gewonnen Erkenntnisse zusammen und befassen uns mit ihnen.

I Der Koran im Islam und im Abendland

Der Koran[2], das heilige Buch der Muslime, ist nach islamischer Auffassung das unmittelbare Wort Gottes. Er wurde dem letzten Propheten Muhammad über einen Zeitraum von 23 Jahren (610-632 n. Chr.) herabgesandt. Der Koran wurde „in einer klaren arabischen Sprache“[3] offenbart. Wie der erste Vers „Lies/Trage vor! Im Namen deines Herrn“[4] impliziert, wurde der Koran zunächst einmal mündlich vorgetragen, dann aber parallel dazu systematisch memoriert und schriftlich fixiert.

Das Wort Koran leitet sich von der arabischen Wortwurzel qa-ra-a ab, was gemäß der herrschenden Meinung „lesen“ (mit seinem semantischen Feld) bedeutet. Demensprechend bedeutet Koran wörtlich „der Vortrag, die Rezitation, die Lesung“.[5] Jedes Jahr wurde zu Lebzeiten des Propheten (und wird bis heute noch) im Ramadan, in dem die Offenbarung des Korans begann, der ganze Koran gemeinsam rezitiert. Neben dem Memorieren und der schriftlichen Fixierung sicherten ebenso diese jährlichen und täglichen Rezitationen die Authentizität des Textes, die nicht nur von Muslimen, sondern ebenso von der Mehrheit westlicher Islamwissenschaftler vertreten wird. Neuwirth, die in einem Beitrag die bisherige Forschung zusammenfasst, schreibt, dass davon ausgegangen werden darf, „daß mit höchster Wahrscheinlichkeit alle Verse des Korans, wie er uns heute vorliegt, authentisch, d. h. von Mohammed selbst verkündet sind.[6]

Nach der verbreiteten muslimischen Auffassung wurde der Koran bereits nach dem Tod des Propheten in der Regierungszeit des Kalifen Abu Bakr (634) in einem Band zusammengebracht und zur Zeit des dritten Kalifen Uthman (656) in mehreren Kopien herausgegeben und an die islamischen Zentren verschickt.[7]

Der Koran, der sich mit den Christen und Juden in zahlreichen Versen auseinandersetzt, wurde von Anbeginn seiner Offenbarung ebenso ihrerseits rezipiert. Wir können davon ausgehen, dass bereits in den ersten Jahrhunderten durch Reisende, Geschäftsbeziehungen, politische Auseinandersetzungen etc., auch die Menschen im sogenannten Abendland vom Koran Bericht erhalten haben. Doch eine Beschäftigung mit dem Koran kam sehr spät, wozu die Vorurteile und Vorbehalte gegenüber dem Heiligen Buch der Muslime beigetragen haben. Bis in die moderne Zeit hinein waren die Motive des Koranstudiums überwiegend polemischer bzw. missionarischer Natur. Das lässt sich bei der Betrachtung der Geschichte des Korans im Abendland leider mit dieser Verallgemeinerung sagen.

Mommsen fasst ihre Auswertung wie folgt zusammen:

„Seit den Kreuzzügen gab es in Europa einzelne Übersetzungen des Korans, die von Vertretern der christlichen Kirche zur Bekämpfung der muslimischen Religion veröffentlicht wurden. Ihre gegenüber dem Islam extrem feindliche Tendenz tut sich schon in Polemiken auf den Titelblättern, in Vorworten und Fußnoten kund.“[8]

Montgomery Watts (1909-2006) kommt zu derselben Schlussfolgerung:

„Insbesondere unter dem Eindruck der Kreuzzüge wollten im 12. und 13. Jahrhundert abendländische Gelehrte mehr über die islamische Religion in Erfahrung bringen. Aber das Bild, das sie dabei entwarfen, kann man wohl am treffendsten mit dem Attribut „verzerrt“ belegen. Die abendländische Einstellung gegenüber dem Islam und den Muslimen orientierte sich dann über Jahrhunderte hinweg an diesem „verzerrten Bild“.“[9]

Nehmen wir diese historische Entwicklung als Kontrast in Augenschein, wird Goethes Sicht auf den Koran umso deutlicher, denn nur selten gab es objektive Bemühungen, um ihn richtig zu verstehen. Diese wenigen neutralen Versuche, auf die wir unten eingehen, den Koran in die europäischen Sprachen zu übersetzen, konnte auch Goethe bei seinem Koranstudium heranziehen.

Die bedeutende Rolle des Korans für den Islam und für die Muslime, wurde nicht nur verkannt, sondern es wurde der Versuch unternommen, den Koran auf jüdisch-christliche Einflüsse zurückzuführen und ihm jede Originalität abzusprechen. Diese Perspektive auf den Koran bildete bis ins 20. Jahrhundert hinein die allgemeine Tendenz der westlichen Koranstudien.

Die überragende Rolle des Korans sahen nur wenig, sodass Bobzin im Hinblick auf damals, aber auch heute, betonend zum Ausdruck bringt:

„… dieses Buch ist nicht nur so etwas wie die Gründungsurkunde des Islam, es ist zugleich das bis heute unumstrittene Zentrum des Islam als Religion in all seiner Vielfalt, und vor allem die nie versiegende Quelle der dem Islam eigenen Spiritualität. Und der Koran ist ein unverzichtbarer Bestandteil nicht nur der arabischen Literatur, an deren Anfang er steht und deren Sprache er zutiefst beeinflußt hat, sondern auch der Weltliteratur. Muslime sprechen von der „Unvergleichbarkeit“, ja der „Unnachahmlichkeit“ des Korans, und es gibt keinen vernünftigen Grund, diese Überzeugung nicht ernst zu nehmen. Daher kommt man dem Koran nicht näher, man verbaut sich sogar jeden Zugang, wenn man ihn mit fremdem Maße mißt: Der Koran ist nicht die „Bibel“ der Muslime, sondern etwas ganz Eigenes, Unverwechselbares.“[10]

Es kann für das Verständnis der Tatsache, dass der Koran diese Rolle inne hat und auch für Goethe Zeit seines Lebens interessant war, hilfreich sein, wenn die essenziellen Botschaften und Inhalte des Korans aufgeführt werden:

  • Es gibt einen, einzigen, nicht-trinären, unfassbaren Gott
  • Dieser Gott wählt Menschen aus, denen er sich offenbart und diese als Propheten sendet
  • Jesus ist wie Muhammad ein Mensch und ein Gesandter Gottes
  • Alle Menschen unabhängig vom Rang, Ethnie, Geschlecht etc., sind vor Gott gleich
  • Es gibt ein ewiges Leben nach dem Tod, das sich gemäß dem menschlichen Verhalten gestalten wird, wobei die Gnade und Gerechtigkeit Gottes eine entscheidende Rolle spielen werden
  • Sinn des menschlichen Lebens ist die Erkenntnis und Anbetung Gottes
  • Islam, als die gottgegebene Religion, bedeutet die freiwillige Hingabe an Gott
  • Jeder Mensch ist für sein Tun selbst verantwortlich, es gibt keine Erbsünde
  • Muhammad ist der letzte Prophet und der Koran die letzte Offenbarung, die alle vorherigen Offenbarungen beinhaltet, ihre Verformungen korrigiert, erweitert etc.[11]

II Goethes Beschäftigung mit dem Koran

Nach Mommsen ist Goethes Beschäftigung mit dem Koran so intensiv, „daß der Koran nach der Bibel die religiöse Urkunde gewesen ist, mit der Goethe am vertrautesten war.[12] Goethes Beziehung zum heiligen Buch des Islams war nicht nur intellektueller Natur. Man darf sagen, dass er versucht hat den Koran von innen heraus zu verstehen und nicht mit einer distanzierten ‚Außenperspektive‘ an ihn heranging. Seine persönliche Bindung zum Koran bekundet er, wenn er gedenkt „ehrfurchtsvoll jene heilige Nacht zu feiern, wo der Koran vollständig dem Propheten von obenher gebracht ward.“ Und er ergänzt: „Hier ist noch gar manches zu gewinnen.[13] Jene heilige Nacht, von der Goethe hier spricht, in welcher der Koran herabgesandt wurde, ist die Nacht der Bestimmung (lailat al-qadr) im Monat Ramadan. Nach der Übersetzung von F. Rückert (1788-1866) liest sich die entsprechende Stelle im Koran wie folgt:

Wir sandten ihn hernieder in der Nacht der Macht.

Weißt du, was ist die Nacht der Macht?

Die Nacht der Macht ist mehr als was

In tausend Monden wird vollbracht.

Die Engel steigen nieder und der Geist in ihr,

Auf ihres Herrn Geheiß, daß alles sei bedacht.

Heil ist sie ganz und Friede, bis der Tag erwacht. (Koran, 97:1-5)[14]

Wie wir feststellen können, zeigt sich Goethe bereits in seinen jungen Jahren interessiert für die Heilige Schrift der Muslime. Das früheste unbezweifelbare Zeugnis für Goethes Kenntnis des Korans ist ein Brief an Herder, der ihn frühzeitig, „womöglich schon im Straßburger Winter 1770/71, zur Lektüre des Korans veranlaßt[15] hatte. Im Juli 1772 schreibt Goethe an Herder: „Ich möchte beten wie Moses im Koran: Herr mache mir Raum in meiner engen Brust[16].[17] Mommsen hat ebenso im Götz von Berlichingen (1772) Koran-Anklänge nachgewiesen.[18]

Ein Jahr vor diesem Schreiben, im September 1771, erschien die erste deutsche Koranübersetzung aus dem Arabischen von Friedrich Megerlin, die beweist, „dass seine Kenntnisse des Arabischen nicht sehr hoch einzuschätzen sind.[19] Megerlin ist in seiner Übersetzung sehr polemisch, wenn er den Propheten des Islams als „der falsche Prophet und Antichrist“ tituliert. Er befindet sich ganz in der Tradition der antitürkischen Haltung; nicht zufällig heißt der Titel seiner Übersetzung: Die türkische Bibel.[20] Goethe, der nachweislich sich mit dieser Übersetzung auseinandersetzte[21], soll sie vernichtend als „elende Produktion“ zerrissen haben.[22]

Eine andere Übersetzung, die Goethe intensiv heranzog, war die 1698 mit dem Arabischen erschienene lateinische Version von Ludovico Maracci.[23] Anhand dieser Übersetzung hat Goethe sprachliche Korrekturen an von ihm für seine Zwecke ausgewählten Auszügen aus der Übersetzung Megerlins vorgenommen.[24]

Eine einigermaßen neutrale Koran-Übersetzung“, die Goethe „sich in der Epoche des West-östlichen Divans“ zunutze machte, „stammte von dem französischen Geschäftsträger in Ägypten und Konstantinopel, André du Ruyer, der den Text aus dem Arabischen ins Französische übertrug.[25]

Die englische Koranübersetzung von George Sale, die ein Jahrhundert lang eine wichtige Quelle für das Koranstudium blieb und von Kennern sehr wertgeschätzt wurde, weil sie dem arabischen Original sehr nahe gekommen sein soll, wurde bald auch ins Deutsche übersetzt.[26] Goethe soll daraus Anregungen für seine eigene dichterische Produktion geschöpft haben.[27]In der Divan-Epoche beschäftigte er sich erneut damit und wurde wiederum dadurch zu eigenem Schaffen inspiriert.[28] Die Übersetzung des Juristen Sale, die eine ausführliche Einführung in den Islam enthielt, „galt doch lange Zeit als Referenz für europäische Fragen zum Koran“ und „galt zwei Jahrhunderte lang als unübertroffen“. „George Sales Intention war rein wissenschaftlicher Natur, und er kritisierte die polemischen Angriffe auf den Koran und den Islam vehement.[29] Daraus wird ersichtlich, warum Goethe sich ausgerechnet von dieser Übersetzung so sehr inspirieren ließ. Dennoch gab er sich mit dieser nicht zufrieden - „Denn was ist auch jetzo Sale für uns?[30] - und wünschte sich eine bessere Übersetzung.

Der Koran, der im Original als Gipfelpunkt sprachlich-klanglicher Schönheit gilt, „nimmt sich in den meisten abendländlichen Übersetzungen mehr oder weniger spröde, naiv und unbeholfen aus. Die übermächtige Wirkung dieses mystischen Buches ist an die arabische Sprache gebunden.“[31]

Joseph von Hammer, ein unermüdlicher Orientalist, der die Zeitschrift Fundgruben des Orients herausbrachte, war sich dieser Problematik bewusst. Er nannte den Koran als „Meisterwerk der arabischen Dichtkunst“.[32] So bemühte er sich eine anspruchsvollere Übersetzung zu liefern, die nach dem Urteil von Mommsen „insgesamt nicht als geglückt betrachtet werden kann[33]. Um einen Eindruck von dieser Übersetzung zu geben, die Goethe vorlag[34], seien einige Verse angeführt:

1. Wann die Sonne wird verdunkelt,

2. Wann kein Stern mehr am Himmel funkelt,

3. Wann die Berge in Rauch verschweben,

4. Wann trächtige Kamele keine Milch mehr geben,

5. Wann die wilden Thiere kommen zusammen,

6. Wann die Meere sich entflammen (Koran, 81:1-6)[35]

Goethe, der sich Übersetzungsproblematik sehr bewusst und sich darüber Gedanken machte, schrieb dazu:

„Wir wünschen, dass einmal eine andere unter morgenländischem Himmel von einem Deutschen verfertigt würde, der mit allem Dichter- und Prophetengefühl in seinem Zelte den Koran läse, und Ahndungsgeist genug hätte, das Ganze zu umfassen.“[36]

Goethe faszinierten „die im Koran in großer Zahl zu findenden Aufforderungen an den Menschen, in der Natur die Allmacht und Güte Gottes zu erkennen[37].

„Seine Überzeugung, daß der Mensch sich aus der Vielfalt der Naturerscheinungen emporheben müsse zur Erkenntnis des Einen Gottes, fand es im Koran gleichnishaft vorgebildet.“[38] „Im Koran fand Goethe“, stellt Mommsen fest, „eine Ermutigung zum Tätigwerden in dieser Welt“.[39]

In seinen Noten und Abhandlungen zum Divan setzt sich unser Dichter mit dem Islam und Koran in prosaischer und für seine Leser erklärender Form auseinander. Wir finden darin direkte, teils ambivalente Aussagen über den Koran. An einer Stelle zitiert den Anfang der zweiten Sure und stellt fest: „Der ganze Inhalt des Korans, um mit wenigem viel zu sagen, findet sich zu Anfang der zweiten Sura[40].“ Dann führt er weiter:

„Und so wiederholt sich der Koran Sure für Sure. Glauben und Unglauben teilen sich in Oberes und Unteres; Himmel und Hölle sind den Bekennern und Leugnern zugedacht. Nähere Bestimmung des Gebotenen und Verbotenen, fabelhafte Geschichten jüdischer und christlicher Religion, Amplifikationen aller Art, grenzenlose Tautologien und Wiederholungen bilden den Körper dieses heiligen Buches, das uns, so oft wir auch daran gehen, immer von neuem anwidert, dann aber anzieht, in Erstaunen setzt und am Ende Verehrung abnötigt.“[41]

Goethe pries den Stil des „staunenswürdigen Koran“ mit den Worten:

„Der Stil des Korans ist seinem Inhalt und Zweck gemäß streng, groß, furchtbar, stellenweise wahrhaft erhaben; so treibt ein Keil den andern, und darf sich niemand über die große Wirksamkeit des Buches verwundern. Weshalb es denn auch von den echten Verehrern für unerschaffen und mit Gott gleich ewig erklärt wurde.“[42]

Mommsen kommentiert, dass die Worte „wahrhaft erhaben“ zu den höchsten Prädikaten gehören, mit denen er ein sprachliches Kunstwerk auszeichnen konnte.[43]

Diese literarische Ästhetik des Korans, die wir bei Goethe beobachten, ist ein Punkt, der mit der muslimischen Auffassung des Korans übereinstimmt. Der Koran gilt in der islamischen Theologie als ein ‚Wunder der Sprache‘. Das sprachliche Wunder gilt als das Hauptwunder des Gesandten Muhammad. Dieser auch im Koran verankerte Lehrsatz besagt, dass der Koran unnachahmlich (i‘dschaz) ist und nicht übertroffen werden kann.[44]

III Der Koran im ‚West-östlichen Divan

„Am liebsten aber wünschte der Verfasser vorstehender Gedichte als ein Reisender angesehen zu werden, dem es zum Lob gereicht, wenn er sich der fremden Landesart mit Neigung bequemt, deren Sprachgebrauch sich anzueignen trachtet, Gesinnungen zu teilen, Sitten aufzunehmen versteht. […] Damit aber alles, was der Reisende zurückbringt, den Seinigen schneller behage, übernimmt er die Rolle eines Handelsmanns, der seine Waren gefällig auslegt und sie auf mancherlei Weise angenehm zu machen sucht; ankündigende, beschreibende, ja lobpreisende Redensarten wird man ihm nicht verargen.“[45]

Johann Wolfgang von Goethe

Der West-östliche Divan ist eine umfangreiche Gedichtsammlung Goethes, die zuerst 1819 und dann erweitert 1827 erschien. Vor dem Verfassen des Divans fanden sich als ungewöhnlich zu bezeichnende Ereignisse zusammen, die mit dazu beitrugen, dass die Entstehung des Divans eingeleitet wurde. Das Koran-Blatt aus Spanien[46], was die 114. Sure[47] enthielt, der islamische Gottesdienst in Weimar[48], dem Goethe beiwohnte und die Fülle der zu ihm gelangenden orientalischen Manuskripte aus Leipzig, darunter Kommentare zum Koran[49], die er intensiv studierte[50], waren als augenhafte Eindrücke von nachhaltiger Wirkung, die ihn gar dazu brachte Arabisch zu lernen. „Durch sie fühlte sich Goethe in seinem Bestreben zur „Hegire“, zur ideellen Auswanderung ins Morgenland, ermutigt und bestärkt.[51] Doch den entscheidenden Anstoß gab der persische Dichter Hafis, dessen Sammlung Diwan (1812) er in der Übersetzung von Josef von Hammer geschenkt bekam.

Die poetische Produktivität, die durch Hafis ausgelöst wurde, bringt Goethe selbst zum Ausdruck: „Ich musste mich dagegen produktiv verhalten, weil ich sonst vor der mächtigen Erscheinung nicht hätte bestehen können. Die Einwirkung war zu lebhaft, die deutsche Übersetzung lag vor, und ich mußte also hier Veranlassung finden zu eigener Teilnahme.“[52] Seine Begegnung mit Marianne von Willemer - der ‚Suleika‘ im Divan -, die seine dichterische Produktivität im Rahmen des Divans in höchsten Maßen steigerte, soll hier nicht unerwähnt bleiben.[53]

Dass Goethe nicht nur von Hafis, sondern auch stark, womöglich stärker vom Koran inspiriert wurde, wird anhand im Folgenden anhand einiger Beispiele aufzuzeigen sein. Die Islamenzyklopädie DIA stellt ebenso fest: „Bei der Entstehung dieses Werkes haben neben dem Diwan von Hafis auch die Inspirationen aus dem Koran und den Hadithen [Aussprüche und Taten des Propheten, Verf.] eine große Rolle gespielt.“[54]

Nun kommen wir dazu uns einige Gedichte anzuschauen, die in Beziehung zum Koran stehen. Goethe ließ sich in vielen seiner Gedichte direkt oder indirekt vom Koran inspirieren. Eine dieser Stellen sei hier exemplarisch genannt:

Gottes ist der Orient!

Gottes ist der Okzident!

Nord- und südliches Gelände

Ruht im Frieden seiner Hände.[55]

Die ersten zwei Zeilen sind eine ungefähre Übersetzung vom Vers 2:142, die Goethe in der Übertragung von Hammer übernimmt: „Sag: Gottes ist der Orient, und Gottes ist der Occident“. Goethe nimmt diesen Gedanken auf und erweitert ihn ebenso auf Nord und Süd. Hinzu kommt seine implizite Friedensbotschaft: „Ruht im Frieden seiner Hände“.[56] Die hervorragende Botschaft und Bedeutung dieses Vierzeilers ist damit nicht genug betont. Denn wie Mommsen unterstreicht, liegt in den Versen „die Quintessenz von Goethes geistiger Auseinandersetzung mit dem Islam.[57]

An zahlreichen Stellen ist ersichtlich, dass Goethe indirekt vom Koran angeregt wurde. So stimmen auch viele zentrale Gedanken Goethes mit dem Koran überein: z. B. Einheit Gottes, Ergebung in den Willen Gottes usw.

Die Einheit Gottes und die Betonung der menschlichen Natur Jesus bringt der Dichter wie folgt zum Ausdruck:

Jesus fühlte rein und dachte

Nur den Einen Gott im Stillen;[58]

Wer ihn selbst zum Gotte machte

Kränkte seinen heiligen Willen.


Und so muß das Rechte scheinen

Was auch Mahomet gelungen;

Nur durch den Begriff des Einen[59]

Hat er alle Welt bezwungen[60]

Goethe reflektiert in dem folgenden Gedicht ein Bild aus dem Koran[61], in dem zu lesen ist, dass Gott die Sterne gesetzt hat, „damit ihr zu Land und auf dem Meer geleitet werdet“:

Er hat euch die Gestirne gesetzt

Als Leiter zu Land und See;

Damit ihr euch daran ergetzt,

Stets blickend in die Höh.[62]

Im Koran ist einer der wichtigsten Themen die Gerechtigkeit[63]; der Allgerechte ist einer der wichtigsten Namen Gottes. Goethe greift diesen Aspekt in einem seiner Gedichte im Divan auf:

Er, der einzig Gerechte,

Will für jedermann das Rechte.

Sei, von seinen hundert Namen,

Dieser hochgelobet! Amen.[64]

Im Koran gibt Gott ein Gleichnis mit der Mücke[65]. Goethe hat auch diesen Aspekt in einem Gedicht angesprochen:

Sollt' ich nicht ein Gleichnis brauchen

Wie es mir beliebt?

Da uns Gott des Lebens Gleichnis

In der Mücke gibt.[66]

Auch dieses Beispiel zeigt wie tiefgreifend Goethe aus dem Koran geschöpft hat und selbst ‚sekundäre‘ Bilder, Figuren etc. in seinen Gedichten sich auf das heilige Buch zurückführen lassen.

Eine sehr bedeutende Stelle aus dem Divan Goethes, die auch Anlass für Spekulationen über seine religiöse Identität gibt, hebt den Wert des Korans für den Dichter besonders hervor:

”Ob der Koran von Ewigkeit sei?

Darnach frag' ich nicht!

Ob der Koran geschaffen sei?

Das weiß ich nicht!

Daß er das Buch der Bücher sei,

Glaub ich aus Mosleminen-Pflicht.“[67]

In dem Gedicht wird auch deutlich, dass Goethe die theologischen Spekulationen über die Ewigkeit des Korans kannte. Ob hier das lyrische Ich oder Goethe persönlich spricht, sei dahingestellt, denn in jedem Falle wird deutlich welch hohen Respekt er dem Koran zollt.

In seinem Gedicht Anklage[68] referiert Goethe die Position des Korans[69] über die Dichter. Eine ganze Sure des Korans[70] behandelt die Geschichte Josephs und der Suleika, die sich leidenschaftlich in ihn verliebt. Das Buch Suleika[71] übernimmt diese Rolle, während geringfügige Differenzen wie z. B. der Name Hatem anstatt Yussuph vorkommen. Die Entlehnungen und Inspirationen aus dem Koran und die Anspielungen auf ihn sind derart zahlreich, dass wir sie im Rahmen dieses Beitrages nicht einmal ansatzweise erwähnen können, weshalb wir uns an dieser Stelle mit diesen Beispielen begnügen wollen.

Schlussfolgerung

Für die Muslime ist der Koran zweifellos die primäre Erkenntnisquelle, aus der sie ihre Weltanschauung und Lebenspraxis ableiten. Diese zentrale Rolle, die dem Koran seitens der Muslime zukam, da er für sie als unmittelbares Wort Gottes gilt, wurde im Abendland vehement abgelehnt und im Gegenteil als offiziell über Jahrhunderte epigonal oder gar teuflisch aufgefasst. Nur wenige wagten eine neutrale Sicht auf den Koran zu realisieren. Erst mit dem Zeitalter der Aufklärung fand eine relative Öffnung statt, in der Denker und Dichter wie Herder und Lessing die Toleranz betonten.

Johann Wolfgang von Goethe war ein wichtiger Vertreter dieser weltbürgerlichen Tradition. Für ihn „stand zeit seines Lebens außer Frage, daß auch der Koran, neben der Bibel, ein heiliges Buch sei.[72] Im Sinne der aufklärerischen Toleranz „betrachtete er den Koran als ein greifbares Beispiel dafür, daß neben der Bibel noch andere Schriften existieren, die großen Teilen der Menschheit heilig sind.“[73]

Goethe ging es aber bei seiner Beschäftigung „mit dem Koran [nicht, Verf.] ausschließlich darum, religiöse Toleranz zu demonstrieren (.). Vielmehr hing Goethes Studium des Korans mit seinem charakteristischen Drang zusammen, alle ihm erreichbaren religiösen Meinungen kennenzulernen.“[74] „Goethes Hochachtung vor der heiligen Schrift des Islam gründete unter anderem in seiner Bewunderung für deren besonderen sprachlichen Wert.“[75]

Die Tatsache, dass Goethe den Koran bewunderte und seine Bewunderung vor allem auch dessen sprachlichen Vorzügen galt, mag auf den ersten Blick Erstaunen hervorrufen, wenn man in Betracht zieht, dass er die arabische Sprache nicht beherrschte. Doch wird seine Begeisterung wieder nachvollziehbar, wenn bedacht wird, dass er mehrere Übersetzungen des Korans verwendete sowie auch Literatur um den Koran herum heranzog und Fachleute seiner Zeit konsultierte, sodass er sich nicht nur mit dem Inhalt des Korans bestens auskannte, sondern auch mit dem historischen Kontext des heiligen Buches vertraut war. Diese Feststellung können wir neben seinen Noten und Abhandlungen zum West-östlichen Divan auch seinen biographischen Daten entnehmen. Mommsen führt einen weiteren Faktor an, der Goethes tiefe Einsicht in den Koran trotz seiner sprachlichen Distanz, zu erklären hilft: „Zwar konnte er den Koran in der Originalsprache nicht lesen, aber sein außerordentlich feines Gespür ließ ihn die Qualität eines Textes auch dann erkennen, wenn er ihm in einer unzulänglichen Übersetzung vorlag.“[76]

Wenn wir weiterhin die Frage ergründen, welche Motive Goethe bewegten sich mit dem Koran zu beschäftigen, so sind es auch inhaltliche bzw. theologische Aspekte.

„Vornehmlich wurde Goethe jedoch zum Koran hingezogen durch religiöse Affinitäten. Hauptpunkte der islamischen Lehre, wie sie der Koran verkündet, stimmten mit seinen religiösen und philosophischen Überzeugungen überein. Diese Hauptpunkte waren: die Lehre von der Einheit Gottes, …“[77]

Diese Übereinstimmungen und Goethes direkte Äußerungen oder gar Bekenntnisse in Form von Poesie und Prosa wie z. B., dass er den Verdacht nicht ablehne, „dass er selbst ein Muselmann sei[78], bringt viele Muslime auf die Idee ihn als einen Muslim anzusehen: Der verstorbene Muhammad ibn Rassoul nimmt an, dass Goethe, „zweifellos ein Muslim war[79]. Ein religiöses Gutachten (Fatwa) aus Weimar, von Al-Murabit, kommt nach Anreihung aller Beweise und Belege zu demselben Ergebnis.[80]

Im krassen Gegenteil ist die erschreckende und schockierende Tatsache, dass Goethes Verhältnis zum Islam im Allgemeinen und zum Koran im Besonderen trotz der Belege und Materials in Fülle seitens seiner Biographen sowie im Rahmen der Schul- und Allgemeinbildung kaum Beachtung findet. Peter von Arnim stellt fest: „In den meisten Goethe-Biographien werden die Begriffe Islam und Koran so sorgfältig umgangen, als handle sich um die Erwähnung des Gottseibeiuns.[81]

Meines Erachtens sollte Goethes Beschäftigung mit dem Islam und Koran nicht auf die Frage reduziert werden, ob er Muslim ist oder nicht, sondern vielmehr welche Ideen und Projekte er hatte und inwiefern diese heute fruchtbar gemacht werden können. Tatsache bleibt dennoch, dass er in wesentlichen Punkten die koranische Weltanschauung teilte und dem Koran große Verehrung zuteilwerden ließ. Diese Haltung resultierte nicht aus einer romantischen Gesinnung, sondern vielmehr einem intensiven Studium, auch wenn bzw. trotz unzureichende Quellenlage.

Peter von Arnim weist hierzu auf einen wichtigen Gesichtspunkt:

„Vor allem aber fand Goethe, obwohl der arabischen Sprache nicht mächtig, über die Brücke mangelhafter Übersetzungen hinweg ganz intuitiv einen viel unmittelbareren und lebendigeren Zugang zum Koran als die hundert- und aberhunderttausend von muslimischen Schriftgelehrten heute und die von ihrer Autorität abhängigen Millionen von Gläubigen.“[82]

Hier können ebenso Tausende von Orientalisten und sogenannte Islamexperten dazu gezählt werden, die trotz der unbegrenzten Menge an Literatur und hochmoderner Mittel der Informationsbeschaffung bei Weitem nicht in die Nähe der Weitsichtigkeit und Offenheit Goethes, der den Koran referiert und reflektiert, herankommen können. Wir lernen daraus, dass der Gesinnung und Einstellung des Lesers eine entscheidende Rolle bei seiner Lektüre und Rezeption eines Werkes zukommen.

Unserer Ansicht nach gehört der Koran für Goethe zu einem der wichtigsten Werke der Weltliteratur, den er auch seinen Lesern im Rahmen seiner Idee der Weltliteratur näher bringen wollte.

Es wird daher eine erkenntnisfördernde Untersuchung sein, wenn Goethes Koranrezeption in Beziehung zu seinem Begriff der Weltliteratur, der kulturellen Kommunikation, gesetzt reflektiert wird.

Wir wollen unseren Beitrag mit den Worten Goethes aus dem Jahre 1820 beenden:

„Indessen sammeln sich neue Gedichte zum Divan. Diese mohammedanische Religion, Mythologie, Sitte geben Raum einer Poesie, wie sie meinen Jahren ziemt. Unbedingtes Ergeben in den unergründlichen Willen Gottes, heiterer Überblick des beweglichen, immer kreis- und spiralartig wiederkehrenden Erdetreibens, Liebe, Neigung, zwischen zwei Welten schwebend, alles Reale geläutert, sich symbolisch auflösend. Was will der Großpapa weiter?“[83]

 

Literaturverzeichnis

Bobzin, Hartmut (Hg.): Der Koran in der Übersetzung von Friedrich Rückert. Würzburg: Ergon, 1996.

Bobzin, Hartmut: Der Koran – eine Einführung. München: Beck, 1999.

DIA: Goethe Johann Wolfgang von. In: TDV Islam Ansiklopedisi. B. 14. S. 99-101.

Fisch, Michael: umm-al-kitâb. Ein kommentiertes Verzeichnis deutschsprachiger Koran-Ausgaben von 1543 bis 2013. Berlin: Schiler, 2013.

Goethe, Johann Wolfgang von: Sämtliche Werke. Band 3. Epen, Divan, Theatergedichte. Zürich: Artemis, 1977.

Golz, Jochen (Hg.): Goethes Morgenlandfahrten. West-östliche Begegnungen. Frankfurt: Insel, 1999.

Hammer, Joseph von (Hg.): Fundgruben des Orients. Wien: 2. Band, 1811.

Henning, Max: Der Koran. Das heilige Buch des Islam. Überarbeitet und herausgegeben von Murad Wilfried Hofmann. München: Diederichs, 1999.

Mertek, Muhammad: Der Islam. Glaube, Leben, Geschichte. Frankfurt: Main Donau, 3. Aufl. 2012.

Mommsen, Katharina: Die Bedeutung des Korans für Goethe. In: Goethe und die Tradition. Hg. Hans Reiss. Frankfurt: Athenäum, 1972. S. 138-162.

Mommsen, Katharina: Goethe und der Islam. Frankfurt: Insel, 2001.

Al-Murabit, Abdulqadir: Goethe als Muslim. In: Islamische Zeitung. Nr. 5 (1995).

Neuwirth, Angelika: Der Koran. In: Grundriss der arabischen Philologie II. Hrsg. von Hellmut Gätje. Wiesbaden: 1987. 96-135.

Rassoul, Muhammad ibn: Bruder Johann Ibn Goethe. Köln: Islamische Bibliothek, 1998.

Watt, Montgomery und Alford Welch: Der Islam I. Stuttgart: Kohlhammer, 1980.

 

[1] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 20.

[2] Die arabischen Namen und Begriffe werden nach einer vereinfachten deutschen Umschrift wiedergegeben bzw. die Schreibweise Goethes beibehalten.

[3] Koran, 16:103.

[4] Koran, 96:1.

[5] Vgl. Mertek: Der Islam, S. 87.

[6] Neuwirth: Der Koran, S. 100.

[7] Vgl. Mertek: Der Islam, S. 88.

[8] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 12-13. Vgl. auch das Buch umm-al-kitâb. Ein kommentiertes Verzeichnis deutschsprachiger Koran-Ausgaben von 1543 bis 2013 von Michael Fisch.

[9] Watt, Montgomery: Der Islam (1980), S. 17. Er fügt hinzu: „Auch der objektivieren Forschung der letzten 150 Jahre ist es nicht gänzlich gelungen, das Islambild für den heutigen abendländischen Betrachter zu entzerren.“

[10] Bobzin: Der Koran, S. 17.

[11] Vgl. Hofmann in: Henning: Der Koran, S. 12-13; Mertek: Der Islam, S. 90-91.

[12] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 11.

[13] Goethe: Sämtliche Werke, B. 3, S. 503 (Divan: Noten und Abhandlungen, Buch des Paradieses).

[14] Bobzin: Der Koran [Rückert], S. 466.

[15] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 20, vgl. auch S. 23.

[16] Vgl. Koran, 20:25-28.

[17] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 26.

[18] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 26-30.

[19] Fisch: umm-al-kitâb, S. 61.

[20] Megerlin, David Friederich (1699-1778): Die türkische Bibel oder des Korans allererste teutsche Übersetzung aus der arabischen Urschrift selbst verfertiget. Frankfurt: Garbe, 1772.

[21] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 26, 32 ff.

[22] Frankfurter Gelehrten Anzeigen, 22. Dezember 1772.

[23] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 13.

[24] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 33.

[25] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 13.

[26] Der Koran, oder insgemein so genannte Alcoran des Mohammeds … ins Teutsche verdolmetscht von Theodor Arnold. Lemgo: 1746.

[27] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 17.

[28] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 17.

[29] Fisch: umm-al-kitâb, S. 41.

[30] Frankfurter Gelehrten Anzeigen, 22. Dezember 1772.

[31] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 142.

[32] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 143.

[33] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 144.

[34] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 155.

[35] Joseph von Hammer in: Fundgruben des Orients, S. 33.

[36] Frankfurter Gelehrten Anzeigen, 22. Dezember 1772.

[37] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 48.

[38] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 59.

[39] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 67.

[40] Siehe Koran, 2:2-7.

[41] Goethe: Divan, S. 433.

[42] Goethe: Divan, S. 434.

[43] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 25.

[44] Siehe Navid Kermani: Gott ist schön (20114).

[45] Goethe: Divan, S. 414.

[46] Siehe Mommsen: Goethe und der Islam, S. 121f.

[47] Die Übersetzung seines Freundes lautete wie folgt: „Im Namen Gottes des barmherzigen Erbarmers! Sprich: Ich fliehe zum Herrn der Menschen – vor dem Übel der Einflüsterung des Flüchtlings (d. i. des Teufels).“ (Mommsen: Goethe und der Islam, S. 122.)

[48] Siehe Mommsen: Goethe und der Islam, S. 123f.

[49] Siehe Mommsen: Goethe und der Islam, S. 124, 414f.

[50] Goethe schreibt über seinen Eindruck: „…aber man muß dergleichen Handschriften wenigstens sehen, wenn man sie auch nicht lesen kann, um sich einen Begriff von der orientalischen Poesie und Literatur zu machen. Die unendliche Verehrung gegen ihre Dichter, Weltweisen und Gottesgelehrten, sowie die größte Geduld und Sorgfalt drücken sich in diesen Handschriften aus.“ (In: Goethes Morgenlandfahrten, S. 106.)

[51] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 127.

[52] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 128. Dichterisch schreibt Goethe über sein Verhältnis zu Hafis: Und mag die ganze Welt versinken, / Hafis, mit dir, mit dir allein / Will ich wetteifern! Lust und Pein / Sei uns, den Zwillingen, gemein! / Wie du zu lieben und zu trinken, / Das soll mein Stolz, mein Leben sein. (Goethe: Divan, S. 303.)

[53] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 129f.

[54] DIA: Goethe, S. 100.

[55] Goethe: Divan, S. 290.

[56] Vgl. Mommsen: Goethe und der Islam, S. 410ff.

[57] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 429.

[58] Vgl. Koran, 3:59f., 5:116f.

[59] Vgl. Koran, 112:1f.

[60] Goethe: Divan, S. 406.

[61] Vgl. Koran, 6:97.

[62] Goethe: Divan, S. 289.

[63] Vgl. Koran, 16:90.

[64] Goethe: Divan, S. 290.

[65] Siehe Koran, 2:26.

[66] Goethe: Divan, S. 405.

[67] Goethe: Divan, S. 371.

[68] Goethe: Divan, S. 301.

[69] Siehe Koran, 26:216-227.

[70] Siehe Koran, 12:1ff.

[71] Goethe: Divan, S. 344ff.

[72] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 17.

[73] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 21.

[74] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 21.

[75] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 24.

[76] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 24.

[77] Mommsen: Goethe und der Islam, S. 25.

[78] Mommsen: Die Bedeutung des Korans für Goethe, S. 150.

[79] Rassoul: Bruder Johann ibn Goethe, S. 6.

[80] Vgl. Islamische Zeitung. Nr. 5 (1995).

[81] Peter-Anton von Arnim in: Mommsen: Goethe und der Islam, S. 434.

[82] Peter-Anton von Arnim in: Mommsen: Goethe und der Islam, S. 450-451.

[83] In: Goethes Morgenlandfahrten, S. 15.