Ameisenpflanze und
Stickstoffquelle
Eine Ameisenart (Philidris)
und ihre Wirtspflanze (Dischidia Major)
produzieren während ihres gesamten Lebens einen
sehr komplexen Satz an Chemikalien.
Diese Pflanze hat keine Wurzeln,
die unter die Erde gehen. Sie windet sich um
andere Pflanzen, um Halt zu gewinnen. Sie
benutzt eine sehr interessante Methode, um ihren
Kohlenmonoxyd- und Stickstoffgehalt zu erhöhen.
Ameisen haben einen Speicherplatz
in dieser Pflanze, "Ameisenblatt" genannt, wo
sie ihre Jungen aufziehen und organische
Überreste wie tote Ameisen und Teile von
Insekten etc. verstecken. Die Pflanze benutzt
diese Überreste als Stickstoffquelle. Die innere
Oberfläche der Blattzwischenräume absorbiert das
Kohlendioxyd, das von der Ameise abgegeben wird
und verringert somit die Austrocknung der Poren.1
Es ist sehr wichtig für die Ameisenpflanzen, die
in tropischem Klima wachsen, ihre Austrocknung
zu verhindern, weil sie niemals das Wasser im
Boden erreichen können, da sie keine Wurzeln
haben. So bieten die Ameisen der Pflanze zwei
wichtige Notwendigkeiten als Gegenleistung für
ihren Schutz.
Suleyman Yusuf
1 Geo Magazin, Oktober 1995, S. 186
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