Die
Verbreitung der Samen -2-
Staubsamen
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Wenn die
Samenschoten der Mohnblume und
des Löwenmauls sich im Wind
bewegen, werden Tausende
feinster Samen in die Umgebung
entlassen. Sie sind so klein,
dass sie wie durch die Luft
wirbelnder Staub aussehen. Die
die Samen enthaltenden oberen
Abschnitte der Schoten sind mit
kleinen Löchern übersät, wie die
Oberseite eines Salzstreuers.
Tatsächlich war R.H. France, der
zu Beginn des vergangenen
Jahrhunderts den Salzstreuer
erfand, inspiriert von der
feinen Struktur dieser Pflanzen!
1
Die Samenschoten
der Orchidee haben drei
Abteilungen. Wenn die Schoten
reif sind, platzen sie und
verstreuen Wolken winziger
Samen, die praktisch nichts
wiegen und keinen
Nährstoffvorrat haben. Auch der
Embryo ist noch nicht voll
entwickelt, darum braucht die
Orchidee besondere Bedingungen,
um keimen zu können. Doch das
ist kein Nachteil, denn eine
einzige Orchideenschote kann bis
zu 2 Millionen Samen
produzieren.2 |
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Wenn
Pflanzen wie das Löwenmaul und die Mohnblume, deren
Samenschote im Querschnitt
abgebildet ist , werden
durch den Wind geschüttelt und
sie verbreiten Tausende ihrer
Samen. Das Bild links zeigt die
Blüten von Mohnblumen.
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Flaumige Samen
Genau wie die
Fallschirmsamen fallen flaumige Samen nicht
direkt zur Erde. Die Klematis zum Beispiel
wartet auf den Wind, durch den die Pflanze
ins Schwingen gerät und der ihre Samen
davonträgt. Pflanzen wie das Pampagras mit
seinen langen, weichen Federn wehen wie
Fahnen im Wind und lassen ihre Samen vom
Wind weit weg tragen.3
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 Nach der Befruchtung wachsen die
charakteristischen, dicht
behaarten Ranken der
Kletterpflanze. Die beiden
Bilder oben zeigen die Samen der
Baumwollpflanze. |
Sich durch Wasser
verbreitende Samen
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 Kokosnüsse keimen aus, sobald sie den Strand
erreichen. |
Am Meer- oder Flussufer wachsende
Pflanzen bedienen sich des nahen
Wassers, um ihre Samen zu verbreiten.
Dies zu erreichen, müssen die Samen
wasserabweisend sein und ganz besondere
Strukturen haben. Wasserfest und
unsinkbar, sind sie widerstandsfähig
genug ihre Keimfähigkeit zu behalten,
selbst nach einer langen Reise im
Salzwasser.
Die Samen dieser Pflanzen sind
wasserdicht aufgrund ihrer dicken,
glänzenden Außenschale. Sie schwimmen
entweder mit Hilfe einer Luftkammer oder
dank ihrer schwammähnlichen Struktur,
manchmal auch - bei kleinen Samen – dank
der Oberflächenspannung des
Wasserspiegels.
Kokospalmen finden sich an allen
tropischen Stränden der Welt. Der
Kokos-Samen befindet sich in einer
harten Schale, um seine sichere Reise zu
gewährleisten. Alles was er für seine
lange Reise braucht, einschließlich
Süßwasser, ist in der Schale
eingeschlossen. Die harte Struktur der
äußeren Schicht der Schale schützt den
Samen vor den schädlichen Auswirkungen
des Salzwassers. Eine der
interessantesten Eigenschaften der
Kokosnuss sind die Luftkammern und
korkartige, floßähnliche Struktur, die
sie am schwimmen halten, wodurch sie
Tausende Kilometer in den Strömungen der
Ozeane treiben kann. Wenn die Kokosnuss
während des Höchststands der Flut einen
Strand erreicht, bleibt sie bei
Abfließen des Wasser im Sand liegen und
der in ihr befindliche Same beginnt zu
keimen und wächst zu einer neuen
Kokospalme heran.4
Die Kokosnuss ist am erfolgreichsten
im Verbreiten ihrer Samen durch die
Strömungen der Ozeane. Was sie im
wesentlichen davor bewahrt, zu
versinken, ist ihr aus Fasern
bestehendes Floß, in dem die Luft
zwischen den Fasern festgehalten wird.
Zusätzlich ist ihre Außenschale glatt,
poliert und wasserdicht, Eigenschaften,
die ihr ermöglichen, monatelang im Meer
zu bleiben.5
|
 Die Kokospalme verbreitet ihre vergleichsweise
riesigen Samen durch das Meer.
Die Größe ihrer Samen weist auf
die für die anstehende Reise
vorgesehene Nährstoffmenge hin. |
Ein anderer Same, der in tropischen
Breiten unterwegs ist, ist die Seebohne,
deren Samen nicht so groß sind, wie die
der Kokosnuss und die sich außerdem nur
in Flüssen treiben lässt. Ihre sehr
dicke, wasserdichte Außenschale und ihre
Langlebigkeit machen sie zu einer der
erfolgreichsten „reisenden“ Pflanzen.
Dank der Luftkammern in den Samen
versinken diese nicht im Wasser.6
Die Samen der Entada gigas, einer
tropischen afrikanischen Seebohne, sind
herzförmig. Sie wachsen in ihrer
außergewöhnlich großen Samenschote
heran. Starker tropischer Regen kann die
Samen aus dieser Pflanze, die an Flüssen
wächst, bis zu deren Mündungen in den
Atlantik tragen, von wo aus sie auf eine
jahrelange Reise gehen und Europa, den
Golf von Mexiko und Florida erreichen.
Die Samen der Caesalpinia bonduc
können ebenso weite Entfernungen im Meer
zurücklegen. Der schmale, runde, graue
Samen sinkt nicht, dank einer Luftkammer
unter seiner dicken Hülle. Er kann
jahrelang im Meer treiben, ohne dass er
seine Keimfähigkeit verlieren würde.
Eine andere Pflanze, deren Samen
durch Wasser verbreitet werden, ist die
Seenarzisse (Pancratium maritimum).
Diese Pflanze, die an sandigen
mediterranen und atlantischen Stränden
zu finden ist, reproduziert sich
vermittels ihrer schwarzen, knochigen
und extrem leichten Samen, die in einer
seegrasähnlichen Schutzhülle
eingeschlossen sind.7
|
Manche
großen Pflanzensamen brauchen
das Meer, einen See oder fluss,
um sich vermehren zu können,
doch sie enthalten alles, was
sie für die Seereise benötigen,
einen ausreichenden
Nährstoffvorrat, korkähnliche
Auftriebskörper, die sie an der
Wasseroberfläche halten und eine
ölige Oberfläche.
Der Same
der Coco-de-mer, auch als
“Doppelte Kokosnuss” bekannt,
wiegt bis zu 20 Kilogramm und
ist damit der schwerste Same der
Welt. Er schwimmt dank eines
luftgefüllten Auftriebskörpers.
Wasserabweisendes Öl und
besondere Chemikalien steigern
seine Widerstandsfähigkeit gegen
Feuchtigkeit. (Mitte) |
Die winzigen Samen von Pflanzen wie der
Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) sind
von einer wasserabweisenden Politur
bedeckt, wodurch sie sich die
Oberflächenspannung des Wassers zunutze
machen, um nicht zu versinken. So sind
sie in der Lage, Flüsse hinunter zu
schwimmen.8
Durch Wasser verbreitete Samen sind
so beschaffen, dass sie ein geringes
Gewicht und eine große Oberfläche haben.
Meistens finden sich luftgefüllte
Auftriebskörper in Früchten und Samen.
Ihr schwimmendes Gewebe kann
verschiedene Formen annehmen, doch in
der Regel ist es eine Schwammstruktur
mit luftgefüllten Bläschen, oder es
besteht aus dichtgepackten,
luftgefüllten Zellen. Außerdem müssen
die Zellwände das Eindringen von Wasser
verhindern und es muss eine innere
Schicht geben, um den Embryo und seine
genetische Information zu schützen.9
Die offensichtliche Ordnung in Samen
ist nur einer der zahllosen Beweise von
Gottes Schöpfung auf Erden.
Wie die Beispiele in diesem Abschnitt
gezeigt haben, ist die besondere
Eigenschaft der durch Wasser
verbreiteten Pflanzen, dass sie keimen,
sobald sie Land erreichen. Das ist
außergewöhnlich, denn wie wir wissen,
beginnen Samen normalerweise dann zu
keimen, wenn sie mit Wasser in Kontakt
kommen. Doch Pflanzen, die ihre Samen
vermittels Wasser verteilen, sind
anders, was diesen Punkt betrifft, was
den besonderen Strukturen ihrer Samen zu
verdanken ist. Wenn diese Samen zu
keimen beginnen würden, sobald sie mit
Wasser in Kontakt kommen, wäre ihre
jeweilige Art schon lange ausgestorben.
Doch dank der Mechanismen, die ihren
Lebensbedingungen angepaßt sind,
vermehren sich diese Pflanzen
problemlos.
Alle Pflanzen auf der Erde haben die
Strukturen, die am besten zu ihnen
passen, mit den außergewöhnlichen
Eigenschaften jeder einzelnen Art. Warum
befindet sich jede Pflanzenart in
perfekter Harmonie mit ihrer Umwelt? Und
wie sind die dazu erforderlichen
Eigenschaften entstanden?
Wenn wir die Pflanzen, die ihre Samen
durch Wasser verbreiten, als Beispiel
nehmen, sehen wir einmal mehr den
Beweis, dass keine dieser Arten durch
Zufall entstanden sein kann. Denn damit
die Samen dieser Pflanzen im Wasser so
lange lebensfähig bleiben können, müssen
sie sehr widerstandsfähig sein, mit
Gehäusen, die sehr dick sind und
besonderen Vorkehrungen, die den Embryo
vor dem Wasser schützen. Nun können
solche Strukturen ganz offensichtlich
nicht durch Zufall entstanden sein und
noch viel weniger durch eigene
Bemühungen der Pflanze. Auf ihrer langen
Reise benötigen die Samen außerdem mehr
Nährstoffe als üblich, und sie führen
genau die richtige Menge an Nährstoffen
mit sich. Offensichtlich können diese
Eigenschaften nicht durch Zufall
entstanden sein. Der Zufall kann nicht
die benötigte Nährstoffmenge des Samens
für eine solche Reise berechnen und ihm
dann genau die benötigte Menge mitgeben.
Im Gegensatz zu allen anderen Samen
keimen diese nicht im Wasser, sondern
sobald sie Land erreichen. Ein solches
Timing kann unmöglich durch Zufälle
koordiniert werden.
Alle diese sensitiven Berechnungen
und Bemessungen werden perfekt von Gott
durchgeführt, dem Schöpfer der Samen,
Der ihre Eigenschaften und Bedürfnisse
kennt. Er hat unendliche Intelligenz und
unendliches Wissen. Ein Quranvers
beschreibt, wie Gott alles im richtigen
Maß erschaffen hat.
Und die Erde, Wir
breiteten sie aus und verankerten
festgegründete Berge auf ihr und
ließen allerlei Dinge in abgewogenem
Maß auf ihr wachsen. (Quran, 15:19)
|

Mit
ihrer ungeheuren Vielfalt an
Flora und Fauna gehören
Mangrovenwälder zu den
fruchtbarsten Regionen der Erde.
Sie bestehen in der Regel aus
Gruppen von Gummibäumen.
Pflanzen wie die Rhizophora und
die Ceriops die in dieser Umwelt
gedeihen haben eine sehr
interessante
Fortpflanzungstechnik. Ihre
Wurzeln entwickeln sich in der
Luft und wachsen in einem Bogen
in den sumpfigen Boden hinein.
Ihre Samen beginnen zu keimen
und entwickeln sich zu Trieben,
bevor sie sich von der
Mutterpflanze trennen. Nach
einer gewissen Zeit fallen die
Triebe ab und schlagen sofort
Wurzeln im Schlamm, um nicht
weggespült zu werden. (Grains
de Vie, S. 40) |
 Die Samen der
Cyperus, haben
keine Haare oder Anhängsel und
werden durch Wasser verbreitet.
Die glatte Oberfläche
verhindert, dass sie an
Hindernissen im Wasser hängen
bleiben. (Grains de Vie, S.
41.) |
Sich durch andere
Mittel verbreitende Samen
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 Wie die Illustration links zeigt, produziert die
Frucht der Teufelskralle (Ibicella
lutea), die im
mexikanischen Buschland wächst,
Samenschoten mit zwei gewaltigen
Hörnern, eine funktionierende
Abschreckung, denn kein Tier
wagt es, sie zu fressen. Die
Samen krallen sich an vorüber
streunenden Tieren fest und
gelangen so an neue Orte, an
denen sie keimen können. (Grains
de Vie, S. 45.) |
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Samen
der Wildgerste (Hordeum
murinum) sind mit feinen
Haaren bedeckt und verfügen über
eine besondere Technik, sich an
vorbeilaufende Tiere
anzuklammern. Sie ist so
effizient, dass jede Bewegung den
Samen nur noch fester an dem
Punkt befestigt, an den er sich
klammert. Dank der Mikrohülsen
an der Dornenspitze werden die
Samen unten vor jeder möglichen
Gefahr geschützt. (Grains de
Vie, S. 46.) |
Wenn Sie durch hohes Gras gehen, so
haben die Samen, die an Ihrer Kleidung
oder dem Fell Ihres Hundes
hängenbleiben, besondere Strukturen,
damit sie auf diese Weise davongetragen
werden können. Um von anderen Lebewesen
befördert zu werden, verwenden manche
Samen Nadeln, Haken, Nägel und Dornen.
Andere haben einen attraktiven Geruch
oder farbige und wohlschmeckende
Früchte, denn durch Farbe, Geruch, Form
und Erscheinung werden Tiere dazu
animiert, sie davonzutragen. Die
Früchte, die reich sind an Zucker,
Wasser, Energie und Mineralsalzen sind
attraktiv für Tiere, die sie daher
fressen und auf diese Weise den Pflanzen
helfen, sich zu vermehren, indem sie
deren Samen über ein großes Areal
verteilen.
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Der Samenkopf des Rosenklees (Trifolium
hirtum) ist mit flauschigen
Haaren bedeckt. Wird er von
einem Tier berührt, so bricht
diese Struktur um die Frucht
herum, und die Samen verbreiten
sich durch den Wind. (Grains
de Vie, S. 46.) |
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Das
Verdauungssystem von Säugetieren
arbeitet viel langsamer als das
von Vögeln, so dass von
Säugetieren aufgenommene Samen
über größere Distanzen
transportiert werden können.
Grosse Pflanzenfresser wie der
afrikanische Elefant spielen
eine große Rolle bei der
Verbreitung von Pflanzensamen,
und die Existenz mancher Arten
die der Baillonella toxisperma,
die in Westafrika vorkommt,
hängt vollständig von Elefanten
ab. (Grains de Vie, S. 49.) |
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Die
Mistel (Viscum album)
bleibt den ganzen Winter über
grün, wenn ihre Wirtspflanze
alle Blätter abgeworfen hat.
Während des Winters produziert
die Mistel kleine Samen, die
gewöhnlich auf den Stämmen und
Zweigen anderer Bäume keimen,
anstatt auf dem Erdboden. Wie
ist das möglich?
Die
Samen müssen sich an den Zweig
eines Wirtsbaumes klammern und
dürfen nicht zu Boden fallen,
wenn sie keimen sollen. Doch
unter normalen Bedingungen
würden die runden Samen direkt
zur Erde fallen. Das Problem
wird gelöst durch die Drossel.
Sie frißt die Samen, und in
ihrem Verdauungstrakt werden
diese von einer äußerst
klebrigen Substanz namens Viskin
umhüllt. Wenn sie nun vom Vogel
wieder ausgeschieden werden,
bleiben sie am Baum kleben. So
beginnt eine neue parasitäre
Pflanze heranzuwachsen. (Grains
de Vie, S. 47.) Es stimmt
schon nachdenklich, dass die
Fortpflanzung der Mistel
verknüpft ist mit der Vorliebe
der Drossel für die Beeren
dieser Pflanze. Offensichtlich
ist diese Symbiose kein Zufall.
Die Mistel nutzt diese Methode
der Verbreitung seit Beginn
ihrer Existenz, denn so ist sie
erschaffen worden. Gott ist es,
der die beiden Lebensformen
aufeinander aufmerksam macht. |
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Kiefern
verbreiten ihre Samen auf
verschiedene Art und Weise. Ein
Kiefernzapfen enthält viele
geflügelte Samen, jeder in
seinem eigenen „Abteil“. Etwa
drei Jahre verbleiben sie dicht
zusammengepackt in dem
geschlossenen Zapfen. Dann
öffnen sich die Zapfen in der
Sommersonne und verteilen die
Samen in der Luft.
Sie
werden jedoch auch verteilt
durch Eichhörnchen, von denen
sie davongeschleppt werden. Im
Sommer beißen Eichhörnchen kurze
Zweige ab, die ein paar frische,
noch geschlossene Kiefernzapfen
tragen und bringen sie zu ihrem
Nest. Dort plündern sie die
Zapfen schnell und methodisch
von oben bis unten. Sie stopfen
sich ihre Backentaschen mit den
Samen voll, dann vergraben sie
sie im Boden. Wenn sie keine
Zeit haben, alle Samen aus den
Zapfen zu puhlen, vergraben sie
den gesamten Zapfen. Die Samen
überdauern dort bis zum Frühling
ohne zu verrotten, dann beginnen
sie auszukeimen. (Grains de
Vie, S. 65.) |
 
Für
Tiere wie das Eichhörnchen sind
Pflanzensamen eine wichtige
Nahrungsquelle. Gott weiß um
alle diese Dinge und erschafft
diese harmonische Beziehung
zwischen Pflanzen und Tieren. |
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Die
Feigen reifen zur selben Zeit
wie die Wespenlarven. Nach
einigen Wochen schlüpfen
männliche und weibliche Wespen
aus den Eiern. Das Männchen
beißt ein kleines Loch in die
Wand des Eierstocks der Pflanze.
Dann befruchtet es das Weibchen
durch das Loch. Im kurzen Leben
des Männchens ist es seine
letzte Pflicht, einen Ausgang
für das Weibchen zu öffnen, und
es stirbt gewöhnlich, sobald es
die Oberfläche erreicht. Das
Weibchen kann nun heraus, es
fliegt zu einem anderen Baum
wobei es die Pollen ihres
Heimatbaums an sich trägt. Es
kriecht durch die unten an einer
reifen Feige befindliche Öffnung
in diese Feige hinein. Während
es seine eigenen Eier in das
Ovarium der Pflanze legt,
befruchtet es diese. Nachdem das
Weibchen all dies erledigt hat,
stirbt es ebenfalls.
Wenn die
Zeit gekommen ist, schlüpfen
neue Wespen aus den Eiern und
verlassen pollenbedeckt die
Feige durch den Tunnel, der
ursprünglich einmal von einer
männlichen Wespe angelegt worden
war. (National Geographic,
“Borneo’s Strangler Fig Trees,”
Tim Laman, 1. April 1997, S.
41.)
Die
Wespe kann unmöglich eine so
komplizierte Methode der
Fortpflanzung selbst entwickelt
haben. Es ist ganz
offensichtlich, dass das
Reproduktionssytem der Feige
speziell erschaffen wurde, um in
Symbiose mit der Wespe leben zu
können.
Das
zeigt einmal mehr, das dieses
gesamte System von Gott
geschaffen wurde und dass die
Wespe aufgrund Seiner
Inspiration handelt. |
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Fruchtfressende Vögel haben
keinen Muskelmagen, deswegen
fressen sie keine Kiesel, um
ihre Nahrung zu zermahlen. Das
ist extrem wichtig, denn würden
die Samen im Verdauungstrakt des
Vogels zermahlen, so würden sie
zerstört und die Pflanze würde
wahrscheinlich aussterben. Doch
Vögel ohne Muskelmagen können
die Samen tragen und sie
auskeimen lassen. Es gibt eine
symbiotische Beziehung zwischen
den Vögeln und Pflanzen. Die
Samen der Pflanze werden vom
Vogel verbreitet, der sich
wiederum an der Pflanze nährt. (Grains
de Vie, S. 49.) |
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Manchmal
nutzen Vögel die Samen sowohl
als Nahrung als auch als
Nestbaumaterial, Sie fressen den
fleischigen Teil der Frucht und
erleichtern den Samen damit das
Auskeimen, weil sie sie von der
äußeren Fruchthülle befreien
bzw. die Schale harter Samen
schwächen. |
Samen mit besonderem
Schutz
Eine
Hülle, die aussieht, wie eine kleine
fleischige Schwellung, ist die feine
Schutzhülle, die die Samen einiger
Pflanzen umgibt. Tiere verschlingen eher
diese Hülle als den Samen selbst.
Die Eibe (Taxus baccata) zum Beispiel
bringt kräftige, rote solcher Hüllen
hervor, die wunderbar mit ihren
dunkelgrünen, nadelähnlichen Blättern
kontrastieren. Der süße Geschmack der
Hülle wird besonders von Amseln
geschätzt, doch sie spucken den bitteren
Samen wieder aus. Das ist
überlebenswichtig für die Baumart, denn
die Samen müssen von dem scharfen
Schnabel des Vogel angepickt werden,
bevor sie keimen können. Für den Fall,
dass die Amseln die Samen doch einmal
verschlucken, sind diese
widerstandsfähig genug, im
Verdauungstrakt des Vogels keinen
Schaden davonzutragen. Der Eibensame
enthält extrem giftige Alkaloide, die
Herzstillstand verursachen, wenn er
gefressen wird. Diese Substanz wird als
Pfeilgift verwendet, auch für giftige
Mixturen, doch sie wird auch oft in
Medikamenten verwendet – die wichtigsten
sind Morphium, Strychnin, und Atropin.

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Die
Samen der Akazie sind von einer
nährstoffreichen Hülle umgeben,
die von Tieren gefressen wird,
worauf hin der Same keimen kann. |
Der Spindelbaum (Euonymus.) bringt
Früchte interessanter Erscheinung
hervor. Wenn diese aufplatzen, sind sie
für Vögel sehr attraktiv: Ihre Mitte ist
weiß, die Samen sind schwarz und die die
Frucht umgebende Schutzhaut ist
leuchtend orange. Diese dreifarbige
Frucht lockt eine Vielfalt von Tieren zu
dem Spindelbaum.
Die Samen der Akazie, die aus
Australien stammt, werden dank ihrer
nährstoffreichen Hüllen, die je nach
Akazienart rot, braun oder weiß und kurz
oder lang sein können, verbreitet. Die
kurzen weißen oder braunen Samen liefern
Ameisen Nahrung, die die
nährstoffreichen Hüllen in ihre Nester
tragen. Auf dem Weg dahin fallen die
schwarzen Samen manchmal aus den Hüllen
heraus. Doch sehr viele Samen werden in
das unterirdische Nest gebracht, wo sie
ideale Bedingungen zum Keimen vorfinden.
Die längeren roten Samenhüllen, die
an Würmer erinnern, werden von Vögeln
gefressen. Wenn die bohnenähnlichen
Früchte aufplatzen, bleiben die Samen an
den Hüllen hängen und locken die Vögel
an.10
Die Symbiose
zwischen Samen und Ameisen
|
 Jede Pflanze, die viele delikate Früchte
hervorbringt, ist eine
attraktive Nahrungsquelle für
Tiere, die die Samen der Pflanze
über eine große Fläche
verbreiten. Die Beziehung
zwischen Ameisen und dem
abgebildeten Samen ist ein
Beispiel dafür. Der Schöpfer
dieser harmonischen Beziehung
ist Gott, der den gesamten
Vorgang dirigiert. |
Die Tatsache,
dass die Fortpflanzung
mancher Pflanzen von Tieren abhängt, die
die Samen der Pflanzen transportieren,
zeigt eine interessante Harmonie
zwischen Pflanzen und Tieren. Nehmen wir
zur Veranschaulichung einen Samen,
überzogen mit einem öligen, eßbaren
Gewebe, Eliasom genannt. Dieses Gewebe,
das auf den ersten Blick ganz normal
aussieht, spielt eine wesentliche Rolle
beim Überleben der Pflanze, denn Ameisen
sind an der Pflanze interessiert und sie
sind entscheidend für deren Vermehrung.
Wie fast jeder andere Same auch muss
auch dieser in der Erde keimen, und
damit das geschehen kann, muss der
Samenkern freigelegt werden. Die Pflanze
selbst kann das nicht tun, doch Ameisen
können. Für sie ist die ölige Hülle eine
bevorzugte Nahrung, so sammeln sie die
Samen mit großem Eifer ein und tragen
sie in ihre Nester. So gelangen die
Samen zunächst einmal unter die Erde.
Dann beginnt die zweite wichtige
Phase. Die Ameisen haben beträchtliche
Anstrengungen investiert, die Samen in
ihr Nest zu bekommen, und nun nagen sie
deren Schutzhülle Stück für Stück ab,
rühren aber die Samen selbst nicht an.
Auf diese Weise ist der für die
Reproduktion entscheidende Teil der
Pflanze in einer idealen Umgebung
angekommen.
11
Wie aber ist die Harmonie zwischen
Ameise und Same entstanden?
Der Gedanke, die Ameise könnte
bewusst
handeln, wissend, was der Same benötigt,
um sprießen zu können, ist unhaltbar.
Ebenso widersinnig wäre es, anzunehmen,
die Ameise habe den Samen zufällig eines
Tages entdeckt, unter die Erde
geschleppt und sehend, dass er dort zu
einer Pflanze heranwächst, ihre folgende
Generation belehrt, sie müsse dasselbe
tun. Genauso grotesk wäre es, zu
behaupten, die Pflanze habe
herausgefunden, was diese Ameisenart am
liebsten mag und ihre Samen entsprechend
maßgeschneidert, damit sie sich
vermehren kann.
Diese Harmonie muss besonders
arrangiert worden sein, denn bereits die
ersten Samen dieser Pflanze verfügten
über keinen anderen Mechanismus, mit dem
sie sich hätten vermehren können. Wären
die Ameisen nicht angelockt worden, wäre
die Pflanze ausgestorben. Doch Realität,
die diese Pflanze uns zeigt, ist
offensichtlich. Das bewusstsein hinter
dieser perfekten Harmonie ist weder das
der Pflanze, noch das der Ameise. Die
überlegene Quelle dieses bewusstseins ist
Gott, Der die Eigenschaften beider
dieser Lebensformen kennt und sie in
Harmonie miteinander erschaffen hat. In
einem Quranvers tut Gott kund, wie jedes
Lebewesen Ihm unterworfen ist:
Denn Sein ist,
was in den Himmeln und auf Erden
ist. Alles gehorcht Ihm. (Quran,
30:26)
Symbiose zwischen
Agouti und Bertholletia Baum
Die Samen der südamerikanischen
Bertholletia sind in großen gerundeten
Kapseln eingeschlossen, die nachdem sie
vom Baum gefallen sind, auf dem
Waldboden liegen und dort eine Weile
intakt bleiben. Die Kapsel ist für die
meisten Tiere wenig attraktiv, sie
riecht nicht, ist sehr schwer
aufzubrechen und ihr Aussehen ist
unscheinbar. Doch irgendwie müssen die
Samen aus der Kapsel unter die Erde
gelangen, wenn sie sprießen sollen.
Doch dies ist kein Problem für die
Bertholletia denn in demselben
Lebensraum lebt ein Tier, das die
nötigen Eigenschaften mitbringt die
Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Das Agouti, ein südamerikanisches
Nagetier, weiß, dass sich in der dicken,
geruchlosen Kapsel etwas Eßbares
befindet. Seine spitzen Zähne können
leicht durch deren harte Schale brechen.
In jeder Kapsel sind etwa 20 Nüsse
enthalten, viel mehr, als das Agouti bei
einer Mahlzeit fressen kann. Ein
gesättigtes Agouti stopft die
verbleibenden Nüsse in seine
Backentaschen und gräbt kleine Löcher,
in denen es sie ablegt und die es
anschließend wieder verschließt, genau
wie ein Eichhörnchen es mit Eicheln tun
würde. Auch wenn das Agouti all das in
der Absicht unternimmt, die Nüsse später
zufressen, findet es jedoch nur einen
kleinen Teil der vergrabenen Nüsse
wieder. So gelangen die meisten der
Nüsse des Bertholletiabaums unter die
Erde, wo sie keimen können.12
Die Ernährungsgewohnheiten des Agouti
und das Vermehrungssystem des
Bertholletiabaums passen bemerkenswert
gut zusammen, doch diese Kompatibilität
ist kein Zufall. Diese Lebewesen haben
sich nicht zufällig gefunden. Die
Bertholletia kann sich den Luxus nicht
leisten, auf einen solchen Zufall zu
warten, denn dieser Baum war vom ersten
Tag seiner Existenz an zur Vermehrung
von dem Agouti abhängig. Daraus folgt,
dass beide Arten so erschaffen wurden,
dass sie miteinander kompatibel sind.
Um dies an einem Beispiel
klarzumachen, stellen Sie sich ein
Fernsehgerät mit einer Fernbedienung
vor. Sie nehmen die Fernbedienung in die
Hand, schalten den Fernseher ein und
zappen durch die Kanäle.
Selbstverständlich nehmen Sie an, die
Fernbedienung sei speziell für dieses
Fernsehgerät gefertigt worden. Was wäre,
wenn jemand in das Zimmer käme und
behaupten würde: „Die Fernbedienung und
der Fernseher haben sich im Lauf der
Zeit als Ergebnis einer Serie von
Zufällen entwickelt, und später sind sie
–wieder durch Zufall – kompatibel
geworden.“ Wahrscheinlich würden Sie
annehmen, dieser Mensch habe den
Verstand verloren.
Doch die Beziehung zwischen dem
Agouti und dem Bertholletia Baum ist
viel komplexer als zwischen einem
Fernsehgerät und seiner Fernbedienung.
Die Systeme beider Lebensformen sind so
organisiert, dass sie zum beiderseitigen
Vorteil zusammenwirken; und wenn etwas
organisiert ist, dann muss es einen
Organisator geben.
Diese Lebewesen sind von dem einem
Schöpfer erschaffen worden, von Gott.
Ihre Harmonie, nur eines der zahllosen
Beispiele in der Natur, ist ohne Zweifel
einer überlegenen Intelligenz
zuzuschreiben. In seiner unbegrenzten
Weisheit hat Gott diese beiden
Lebensformen mit allen ihren
Eigenschaften erschaffen.
Kein Lebewesen
gibt es auf Erden, dessen Versorgung
Ihm nicht obläge; und Er kennt
seinen Aufenthaltsort und seinen
Ruheplatz. Alles ist klar
verzeichnet. (Quran, 11:6)
Suleyman Yusuf
1. Brenckmann, Grains
de Vie, S. 57.
2. ebenda, S.
59.
3. ebenda
4. Solomon,
Berg, Martin, Villie, Biology, Saundes College
Publishing, S. 751.
5. Brenckmann,
Grains de Vie, S. 37.
6. Attenborough, The Private Life of Plants, S. 21-22.
7. Brenckmann,
Grains de Vie, S. 40.
8. ebenda, S.
41.
9. T.T.
Kozlowski, Seed Biology, Academic Press, New York
and London, Band 1, 1972, S. 194.
10. Brenckmann,
Grains de Vie, S. 68.
11. Attenborough, The Private Life of Plants, S. 24.
12. ebenda, S.
35. |