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Das Geheimnis im Samen

Lassen Sie uns unter Tausenden unterschiedlicher Pflanzenarten den Orangenbaum behandeln. Er entsteht aus einem Samen, der auf den Boden fällt. Der Samen ist eine winzige Substanz, kleiner als 1 Kubikzentimeter. Aber wir wissen nicht, wie aus diesem Samen in kurzer Zeit ein riesiger Baum entsteht, der eine Länge von 4-5 Metern hat und mehrere hundert Kilo wiegt. Das einzige Material, das der Samen verwenden kann, wenn er diesen riesigen Baum hervorbringt, ist die Erde, in der er sich befindet.

Woher weiß der Samen, wie er einen Baum hervorzurufen hat? Wie kann er die Materialien in der Erde zerlegen und die nehmen, die er benötigt und wie kann er daran "denken", diese zu benutzen, um einen Baum wachsen zu lassen? Wie kann er abschätzen, was für eine Form und Struktur dieser Baum haben soll? Diese letzte Frage ist besonders wichtig. Denn aus dem Samen kommt nicht irgendein Holzstück heraus. Der Samen produziert einen überaus gut geplanten lebendigen Stoff, der in sich Adern hat, erforderliche Wurzeln besitzt, um die Materialien in der Erde zu absorbieren und dessen oberer Teil in Zweige aufgeteilt ist. Für den Menschen ist es schwierig, das Bild eines Baums zu zeichnen, denn die Wurzeln und Zweige eines Baums sind sehr detailliert erschaffen worden. Der Samen jedoch ruft den Baum aus dem Nichts hervor, indem er die Materialien in der Erde verwendet.

Wir gelangen also zu dem Schluss, dass der Samen ein intelligentes Wesen ist. Wir begreifen, dass innerhalb des Samens einen eindrucksvoller Verstand verborgen ist. Doch woher und wie haben dieser Verstand und die Informationen, die für die Entstehung eines Baums erforderlich sind, den Samen erreicht? Wie kann ein winziger Samen diese Information speichern? Computerdisketten werden von Menschen produziert, die Informationen, die diese Disketten enthalten, werden auch von Menschen vorbereitet und auf diese Disketten übertragen. Für den Samen gilt dasselbe, er ist mit der Fähigkeit, einen Baum zu schaffen, von Gott erschaffen und programmiert worden. Jeder Samen, der auf die Erde fällt, wurde mit Gottes Wissen inspiriert, und er wächst mit Seinem Wissen. In einem Vers wird diese Tatsache folgendermaßen beschrieben:

Und bei Ihm sind die Schlüssel des Verborgenen; Er allein kennt es. Er weiß, was zu Land und im Meer ist, und kein Blatt fällt nieder, ohne dass Er es weiß. Und kein Körnchen gibt es in den Finsternissen der Erde und nichts Grünes und nichts Dürres, das nicht in einem deutlichen Buch stünde. (Sure 6:59 - al-An'am)

Es ist Gott, Der den Samen erschafft, ihn keimen lässt und aus ihm eine neue Pflanze hervorbringt. In einem anderen Vers sagt Gott folgendes über dieses Thema:

Siehe, Gott lässt das Korn und den Dattelkern keimen. Er bringt das Lebendige aus dem Toten hervor und das Tote aus dem Lebendigen. Derart ist Gott! Doch wie leicht lasst ihr euch abwenden! (Sure 6:95 - al-An'am)

Es gibt einen bekannten Versuch, den fast alle Schüler in Grundschulen machen: Das Kind füllt einen Teller mit Baumwolle, feuchtet diese Baumwolle an und setzt ein paar Bohnen- und Erbsensamen hinein. Nach einigen Tagen sieht es, dass die Samen in der Baumwolle zu keimen beginnen. Das ist ein sehr erstaunlicher Vorgang, und die meisten Kinder sind sehr überrascht, wenn sie diesen Vorgang sehen. Denn die Bohnen und Erbsen, die in die Baumwolle gesetzt werden, sind unbelebte Stoffe, die monate- oder jahrelange in einem Sack trocken bleiben. Doch wenn wir diese harten Stoffe in nasse Baumwolle legen, leben sie plötzlich auf, und frische, grüne Knospen kommen hervor. Es ist offensichtlich, dass diese Samen dafür programmiert worden sind, in entsprechender Umgebung zu keimen und bei erster Gelegenheit führen sie diese Aufgabe aus. Der Vers "Gott lässt das Korn und den Dattelkern keimen" erklärt uns das Geheimnis dieses wunderbaren Ereignisses. In anderen einem Vers teilt Gott uns folgendes mit:

Und Er ist es, der vom Himmel Wasser hinabsendet. Wir bringen dadurch die Keime aller Dinge heraus, und aus ihnen bringen Wir Grünes hervor, aus dem Wir dichtgeschichtetes Korn sprießen lassen und aus den Palmen, aus ihrer Blütenscheide, niederhängende Fruchtbüschel; und Gärten mit Reben und Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich. Beobachtet ihre Frucht, wenn sie sich bildet und reift. Siehe, darin sind wahrlich Zeichen für gläubige Leute. (Sure 6:99 - al-An'am)

In diesem Vers befiehlt Gott uns, die Früchte und ihr Reifen zu betrachten. Tatsächlich sind die Entstehung der Frucht wie das Herauskommen des Samens aus der Erde ein ganz außergewöhnlicher Vorgang.

Suleyman Yusuf


 
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