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Samen, die allen Bedingungen trotzen können

In der Regel sterben die fortpflanzungsfähigen Zellen der Lebewesen kurz nachdem sie ihre eigene natürliche Umgebung verlassen haben. Doch dies trifft nicht auf Pflanzen zu. Sowohl Pflanzenpollen als auch Samen bleiben meilenweit entfernt von ihrer Mutterpflanze am Leben. Außerdem ist es nicht wichtig, wie viel Zeit vergeht nachdem sie die Mutterpflanze verlassen haben. Es gibt Samen, die noch nach Jahren oder Hunderten von Jahren lebensfähig bleiben.


Wenn die Samen der Lupine wahrnehmen, dass es für sie nicht warm genug ist, können sie jahrelang ohne zu sprießen im Boden warten.

Die Lupine, die in der arktischen Tundra gefunden wird, ist ein gutes Beispiel für Pflanzensamen, die in der Lage sind, lange Perioden zu überleben. Die Samen der Pflanzen brauchen das warme Wetter bestimmter Jahreszeiten, um zu keimen. Wenn sie das Gefühl haben, dass die Wärme nicht ausreichend ist, obwohl alle anderen Bedingungen zutreffen, brechen die Samen nicht aus, sondern warten im gefrorenen Boden, bis die Temperatur gestiegen ist. Wenn eine perfekte Umgebung erreicht ist, beginnen sie zu wachsen und schließlich zu keimen, egal wie lange es dauert, seit sie ihre Mutterpflanze verlassen haben. Samen wurden sogar in schmalen Spalten zwischen Felsen gefunden, wo sie Hunderte von Jahren aushielten, ohne zu sprießen oder zu verderben.

Dies ist eine äußerst interessante Situation. Was bedeutet es für eine Pflanze, sich ihrer äußeren Umgebung bewusst zu sein? Da die Pflanze nicht in der Lage sein wird, dies selbst zu steuern, lassen sie uns darüber nachdenken, welche anderen Möglichkeiten es geben könnte. Ein Mechanismus innerhalb der Pflanze könnte sie auf die Situation aufmerksam machen. Die Pflanze könnte dann plötzlich ihre Entwicklung einstellen, als ob ein Befehl gegeben worden wäre. Aber wie hätte sich ein solches System entwickelt? Hat die Pflanze dieses System ausgearbeitet, indem sie selbst darüber nachgedacht hat? Wie hat sie die technischen Notwendigkeiten in sich selber entwickelt?

Natürlich hat die Pflanze dieses System nicht selbst konstruiert. All diese Informationen befinden sich immer im Pflanzensamen, versteckt im genetischen Code, und zwar von Anfang an, seit die Pflanze entstanden ist. Die Lupine besitzt ein System, dass ihre Entwicklung stoppen kann, wenn sie kaltes Wetter vorfindet. Es ist für eine solche Struktur unmöglich, von selbst entstanden zu sein. Egal wie lange die scheinbare Entstehungszeit war, die die Evolutionisten „evolutionäre Periode“ nennen und welcher Zufall währenddessen stattgefunden hat, die Bildung eines solchen Systems, das die Pflanzen über die Wetterbedingungen informiert, ist völlig unmöglich.

In gleicher Weise wurden Samen der Mimosa Glomerata in einem Herbarium aufbewahrt und keimten sofort, als sie in Wasser getaucht wurden. Ein anderes Beispiel einer Pflanze mit sehr widerstandsfähigen Samen ist die Albizia Julibrissin. Ihre Samen, die im Herbarium des britischen Museums in London aufbewahrt wurden, keimten nach nicht weniger als 147 Jahren, als sie Wasser aufnahmen, während man sich bemühte, im zweiten Weltkrieg ein Feuer im Gebäude zu löschen.(1)

Da die Lufttemperatur in Tundraregionen gering ist, verderben Samen sehr langsam. So langsam, dass einige Samen, die aus 10.000 Jahre alten Gletschern genommen wurden, in Laboratorien ins Leben zurückgeholt werden konnten, indem sie der notwendigen Wärme und Feuchtigkeit ausgesetzt wurden.(2)

Wie wir alle wissen, besteht die Substanz der Samen aus einer gewissen Menge an Nahrung mit einer äußeren Schale, die an Holz erinnert. Die Idee, dass sich im Innern des Samens ein Thermometer befinden könnte, dass er auf irgendeine Art einen Informationsaustausch mit der Außenwelt habe und dass er die Fähigkeit haben könnte, seine Aktionen auf Basis der Informationen, die er erhält, als Ergebnis seiner eigenen Möglichkeiten zu steuern, muss als unlogisch und irrational bezeichnet werden. Wir stehen einer außergewöhnlichen Substanz gegenüber, die von außen wie ein kleines Stück Holz aussieht, ohne Verbindung mit der direkten Umgebung, in der sie sich befindet, die aber dennoch die Lufttemperatur messen und zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden kann, ob die Hitze für die Entwicklung ausreichend ist, einem Stück Holz, das einen solch perfekten Mechanismus besitzt, dass es erkennt, wenn ungünstige Bedingungen seine Entwicklung später nach dem Keimen schädigen und welches weiß, dass es seine Entwicklung stoppen muss, wenn es ungünstige Bedingungen wahrnimmt und in seiner Entwicklung fortfährt, wo es aufgehört hat, wenn die Temperatur die nötige Höhe erreicht.

Dieser außergewöhnliche Mechanismus von Samen mit einer solch resistenten Struktur kann nicht durch Zufall erklärt werden, wie es die Evolutionisten tun. Tatsächlich wurden Samen in einer solchen Weise erschaffen, um schwierigen Bedingungen zu widerstehen. Gott ist der Allmächtige.

Ohne Zweifel gibt uns Gott, der Herr aller Welten, sogar durch diese kleinen Samen einen Beweis Seiner ohnegleichen Schöpfung und Seiner eigenen Existenz.

Und Er ist es, der vom Himmel Wasser hinabsendet. Wir bringen dadurch die Keime aller Dinge heraus, und aus ihnen bringen Wir Grünes hervor, aus dem Wir dichtgeschichtetes Korn sprießen lassen und aus den Palmen, aus ihrer Blütenscheide, niederhängende Fruchtbüschel; und Gärten mit Reben und Oliven und Granatäpfeln, einander ähnlich und unähnlich. Beobachtet ihre Frucht, wenn sie sich bildet und reift. Siehe, darin sind wahrlich Zeichen für gläubige Leute. (Sure 6:99 – al-An’am)

Suleyman Yusuf

Quelle:

1. Malcolm Wilkins, Plantwatching, New York, Facts on File Publications, 1988, p.46-47
2. John King, Reaching for The Sun, 1997, Cambridge University Press, Cambridge, p.117


 
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