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Die Ameise - ein gemieteter Pförtner

Manche Samen haben Eigenschaften, die strukturell unterschiedlich sind zu denen, die weitläufig bekannt sind. Äußerst überraschende Tatsachen kommen zum Vorschein, wenn man sie untersucht. Lassen Sie uns als Beispiel einen Samen nehmen, der von einem öligen, genießbaren Gewebe umhüllt ist. Dieses ölige Gewebe, das auf den ersten Blick ziemlich gewöhnlich aussehen mag, ist tatsächlich ein äußerst wichtiger Bestandteil für das Überleben dieser Pflanzenart. Deshalb zeigen Ameisen ein Interesse an dieser besonderen Pflanze. Die Vermehrung dieser Pflanzen findet anders als bei den meisten Pflanzenarten durch Ameisen statt. Die Pflanze, die ihre Samen nicht selbst unter die Erde bringen kann, lässt die Ameisen dies übernehmen. Das ölige Gewebe um die Samen ist eine äußerst anziehende Nahrung für die Ameisen, die die Samen eifrig aufnehmen und zu ihrem Nest bringen, wo sie sie in der Erde vergraben.

Die Samen in diesem Bild benötigen Ameisen, um zu keimen. Die Aufgabe der Ameise ist zuerst, die Samen unter die Erde zu schaffen und dann die äußere Hülle zu fressen. Wie wir sehen, hat Gott eine Harmonie zwischen der Art und Weise wie sich die Ameisen ernähren und wie sich die Pflanzen vermehren geschaffen.

Man könnte denken, dass die Nahrungseigenschaft des Samens der Grund ist, warum die Ameisen solche großen Bemühungen anstellen, aber das wäre falsch. Trotz all der Bemühungen der Ameisen, die Samen zu ihrem Nest zu bringen, fressen sie nur die äußere Hülle und lassen den fleischigen inneren Teil zurück. Auf diese Weise erhalten die Ameisen etwas zu fressen und der Teil des Samens, der die Fortpflanzung der Pflanze ausführt, bleibt im Boden vergraben.(1) Es wäre wissenschaftlich vollkommen unrealistisch zu behaupten, dass die Ameisen dies alles bewusst machten oder dass die Pflanze ihrem Samen bestimmte Eigenschaften gab, die zu einer bestimmten Ameisenart passen würden oder dass sie plante, in derselben Umgebung wie sie zu leben.

Es gibt keine Begründung dafür, dass das Bewusstsein, das diese fehlerlose Gegenseitigkeit organisiert, zur Pflanze oder zur Ameise gehört. Es gehört zu einem Schöpfer, der alle Eigenschaften dieser beiden Lebewesen kennt und sie füreinander geschaffen hat. Mit anderen Worten, es ist Gott, unser erhabener Schöpfer, Der ihnen dieses Bewusstsein gab.

Denn Sein ist, was in den Himmeln und auf Erden ist. Alles gehorcht Ihm. (Sure 30:26 – ar-Rum)

Suleyman Yusuf

Quelle:

1. David Attenborough, The Private Life of Plants, Princeton University Press, Princeton, New Jersey, p.24


 
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