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Die wundersame Verbindung in den olfaktorischen Nerven

Eine sehr wichtige Eigenschaft unterscheidet olfaktorische Nervenzellen von anderen Neuronen. Obwohl die etwa 100 Milliarden Neuronen im Gehirn so lange wir leben nicht ersetzt werden können, leben die Millionen von Geruchsrezeptorzellen in der Nase durchschnittlich 45 Tage. Diejenigen, die am Ende dieser Periode sterben, werden durch andere ersetzt.1 Der Ort, an dem neue olfaktorische Zellen entstehen, ist bei den Basalzellen in der olfaktorischen Region. Basalzellen arbeiten wortwörtlich wie eine Geruchszellenfabrik, ständig und regelmäßig neue produzierend.

Unter gewissen Umständen, wenn der Kopf einen schweren Schlag erhält, wie beispielsweise in einem Verkehrsunfall, werden olfaktorische Zellen im ethmoidalen Knochen, einem der Schädelknochen, zusammengedrückt. Dieser ist einer von denen, die den Schädel ausmachen. Wenn der Schaden zu groß ist, übernehmen neue Zellen die Arbeit und verhindern damit den Verlust der Geruchswahrnehmung. Dieser Wiedererwerb des Geruchssinnes wurde in sehr vielen Fällen beobachtet.2

Wie können die neuen Zellen unfehlbar wissen wo sie sich nachwachsen sollen? Wie erreichen sie ihre Ziele in der olfaktorischen Region? Wie sind neue Rezeptoren in der Lage die Kommunikation aufrechtzuerhalten, die ihre Vorgänger mit den Geruchsmolekülen ohne Verlust oder Fehler errichtet haben? Wie wird die Kommunikation zwischen den Rezeptoren und dem Riechkolben fehlerlos wiederaufgenommen?


(Abbildung 16)
Mit Ausnahme des Chromosoms 20 und des Y-Chromosoms, gibt es Geruchsrezeptorgene in allen menschlichen Chromosomen. Das in bezug auf Geruchsrezeptorgene reichste Chromosom ist das Chromosom 11.

Die Welt der Wissenschaft erwartet enthusiastisch Antworten auf diese und ähnliche Fragen.3 Was derzeit bekannt ist, ist die Existenz von erstaunlichen Mechanismen unter den Zellen, wobei die Details noch unbekannt sind. Obwohl ungefähr eine Million olfaktorische Zellen alle 45 Tage vollständig ersetzt werden, nehmen Sie weiterhin den Geruch einer Rose so wahr, als würde er zu einer Rose gehören. Würde irgendein Fehler im Austausch in den olfaktorischen Zellen stattfinden, würden Sie sehr viele Gerüche falsch identifizieren oder sie sogar überhaupt nicht kennen. Sie könnten dann auch die entstehende Verwirrung nicht mehr korrigieren. Ihr olfaktorisches System würde Sie ständig irreleiten und ernste Schwierigkeiten entstehen lassen. Dennoch geschieht nichts davon. Neue Nervenzellen übernehmen ohne Fehler die Funktionen der alten.

Ein weiterer erstaunlicher Punkt ist, wie diese neuen olfaktorischen Nerven fehlerlos ihren Weg in den Riechkolben finden. Es gibt keine Wegweiser in der Nase oder im Gehirn, und neue Zellen können schwerlich nach dem Weg fragen. Dennoch werden während Ihres Lebens die Verbindungen der olfaktorischen Nerven ständig erneuert, und zwar auf eine Weise, die keinen Raum für Fehler zulässt. Dies kann nicht in Begriffen der Wahrscheinlichkeitsrechnung erklärt werden. Zu Behaupten, dass die Verbindungen unter den Millionen von olfaktorischen Nerven durch Zufall zustande kamen ist so, als würde man behaupten, dass die Kabel, die das Telefonsystem einer Großstadt ausmachen, ohne Fehler durch Wind, Blitz und zufällige Begebenheiten verlegt wurden.

Ohne Zweifel sind all dies Beweise der makellosen Schöpfung und unvergleichlichen Kunstfertigkeit unseres Allmächtigen Herrn. Jedes Teil des olfaktorischen Systems, jede Zelle, jedes Molekül und jedes Atom verhält sich auf eine Weise, die durch den Allwissenden und Allmächtigen Gott in ihnen hervorgerufen wurde, seit dem Tag ihrer Schöpfung. Gott weist sie an, wie sie sich zu jedem Augenblick zu verhalten haben, bis ins letzte Detail. Diese Wahrheit wird im Quran in einem Vers offenbart:

Gott ist es, Der sieben Himmel erschaffen hat und von der Erde ebensoviel. Der Befehl steigt zwischen ihnen herab, damit ihr wisst, dass Gott Macht über alle Dinge hat und dass Gott alle Dinge mit Seinem Wissen umfasst. (Sure at-Talaq, 12)

Suleyman Yusuf

1. Heinz Breer, “Olfaction,” Encyclopedia of Life Sciences, August 1999, www.els.net.
2. Stuart J. Firestein, “Olfactory Receptor Neurons,” Encyclopedia of Life Sciences, Dezember 2000, www.els.net.
3. Wei Wu, Kit Wong, Jin-Hui Chen, Zhi-Hong Jiang, Sophie Dupuis, Jane Y. Wu, and Yi Rao, “Directional guidance of neuronal migration in the olfactory system by the protein Slit,” Nature 400, 22 July 1999, S.331-336.


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