Komplexe
Kommunikationssysteme
Professor
Josef Brand ist ein für seine Arbeit über
den Geschmackssinn bekannter
Wissenschaftler. Laut ihm benötigt es nur
02. bis 0.5 Sekunden, bis wir den Geschmack
von irgendetwas wahrnehmen, das auf unserer
Zunge platziert wird.1 Was während dieses Intervalls
stattfindet – es ist kürzer als die Zeit,
die Sie benötigen, um ihre Augen zu öffnen
und zu schließen - war Objekt der
Untersuchung für viele Jahre. Gegenwärtig
sind die Grundzüge der im Geschmackssinn
einbezogenen Prozesse nachgewiesen.2
Geschmack beginnt, wenn Komponenten von
Lebensmitteln, die Sie kauen, im Speichel
aufgelöst werden. Wir erkennen den Geschmack
von salzigen Lebensmitteln, weil sich Salz
schneller als andere Substanzen im Speichel
auflöst. In der Tat beginnen die
Speicheldrüsen manchmal zu arbeiten, wenn
der Geruch von Lebensmitteln entdeckt wird –
durch den sogenannten Pavlovschen Reflex -,
die Zunge auf das Schmecken vorbereitend.
Wie jedes Element im Geschmackssinn, ist
auch diese Stufe wichtig. Gäbe es diese
Sekretion nicht, würden Sie nicht imstande
sein getrocknete Früchte zu schmecken.
(Speichel enthält auch Proteine und Enzyme,
die das Verdauungs- und Immunsystem
unterstützen. Die Forschung über die
Eigenschaften des Speichels und seiner
Funktion währt an. Allerdings haben Studien
bereits dargelegt, dass diese Flüssigkeit,
die normalerweise als unbedeutend angesehen
wird, eine recht komplexe Struktur hat.)
Die
Moleküle der Lebensmittel kommunizieren mit
den Geschmacksrezeptoren auf der Zunge durch
haarförmige Strukturen an der Spitze der
Zellen, die als Mikrovili bekannt sind.
Diese Mikrovili oder Mikrohaare streben in
die Mukusmembran auf, die die Zunge mit
winzigen Öffnungen bedeckt, die
Geschmacksporen genannt werden.
Geschmackszellenrezeptoren befinden sich auf
den Mikrohaaren. Der durchschnittliche
Durchmesser einer Geschmackspore beträgt 4
Tausendstel eines Millimeters, oder 0.000157
Zoll.3
Geschmackskomponenten sind auch
Kommunikationsmoleküle, die die Botschaften,
die sie tragen, zu den Ionenkanälen oder
Rezeptoren auf der Zellmembran übertragen.
Die Vorgänge, die in dieser Phase auf
zellulärer und molekularer Ebene
stattfinden, sind weiterhin
Untersuchungsgegenstand, wie Professor
Stephen Roper der Universität von Miami
feststellt.4 Es gibt viele unterschiedliche Wege
der Kommunikation, die vielen
unterschiedlichen Geschmackskomponenten
entsprechen. Mit anderen Worten:
Verschiedene Kommunikationsnetzwerke werden
für verschiedene Geschmäcker wie süß, bitter
und salzig aufgebaut. Geschmackszellen haben
mehr als eine Art der Kommunikation, und nur
die Grundprinzipien einiger von ihnen sind
im Moment bekannt.
Ein weiterer überraschender Faktor sind
die erheblichen Unterschiede in
Geschmackswahrnehmungsmechanismen zwischen
den Spezies.5 Diese Phänomene erfordern lange
Überlegung: In der Natur können bewusstlose
Moleküle und Zellen nicht durch sich selbst
vollends verschiedene Mittel der
Kommunikation entwickeln; diese
Kommunikationssysteme sind Zeichen der
Allwissenheit unseres Herrn, Der sie
geschaffen hat.
|
Siehe,
Gott lässt das Korn und den
Dattelkern keimen. Er bringt das
Lebendige aus dem Toten hervor und
das Tote aus dem Lebendigen. Derart
ist Gott! Doch wie leicht lasst ihr
euch abwenden!
(Sure al-An`am, 95) |

Geschmacksmoleküle bilden
Verbindungen mit den
Ionenkanälen auf den
Geschmackszellen-membranen, damit
wir den bitteren Geschmack einer
Kiwifrucht ausmachen.
|
Jene Geschmacksmoleküle, die die
Neuigkeiten über Salzigkeit und Säure
tragen, bauen direkte Verbindungen mit den
Iononkanälen in der Zellmembran auf. Süß-,
Bitter- und Umami-Moleküle auf der anderen
Seite heften sich an Rezeptoren der
Zellmembran. Die namhaften Forscher David V.
Smith (der Universität von Tennessee, Health
Science Center) und Robert F. Magolskee (von
der Mount Sinai School of Medicine)
vergleichen die Verbindung zwischen Molekül
und Rezeptor mit Schloss und Schlüssel. Dies
ist auch bei der Geruchswahrnehmung der
Fall.6
Auf dieselbe Weise, wie ein bestimmter
Schlüssel ein bestimmtes Schloss öffnet,
versetzt ein bestimmtes Molekül jeden
Rezeptor in Aktivität. Auf der Zellmembran,
welche aus Fett und Proteinen besteht und
nur ein 100.000-tel Millimeter dick ist
(0.000000394 Zoll), gibt es Kanäle, die
Eingang in die und Ausgang aus der Zelle
regulieren, und Rezeptoren, die wie
Schalttafeln funktionieren. Diese
unglaublichen Wunder erkennen ohne Fehler
Millionen von verschiedenen
Geschmacksmolekülen, jedes einzelne und
jederzeit, und üben ihre Funktionen makellos
aus.
Wir haben darauf hingewiesen, dass es
etwa 1000 verschiedene Rezeptoren in der
Geruchswahrnehmung gibt, aber die Anzahl der
verschiedenen Rezeptoren in der
Geschmackswahrnehmung ist ungewiss. Im
letzten Jahr erst haben Forscher die
T2R/TRB-Rezeptoren entdeckt.7 Professor Linda Buck behauptet, dass
diese Entdeckung erst der Anfang eines
höchstwahrscheinlich langen Prozesses der
Erforschung des Geschmacks sei.8 Der Forscher Professor Charles S. Zuker
behauptet, dass es unmöglich ist
abzuschätzen, wie viele verschiedene
Geschmacksrezeptoren auftauchen werden,
bevor die Forschung abgeschlossen sein wird.9 Selbst mit der Technologie des 21-ten
Jahrhunderts bleibt ein großer Teil der
Strukturen in den Geschmackszellrezeptoren
ein Geheimnis. Dies zeigt einmal mehr, dass
die infrage kommenden Strukturen das Produkt
einer überlegenen Schöpfung sind.
Wenn die Rezeptoren stimuliert werden,
wird eine Reihe komplexer Prozesse in der
Geschmackszelle gestartet. Während dieser
Phasen erfüllen viele Proteine und Enzyme
ihre Funktionen auf die Botschaften. Wenn
beispielsweise ein Zucker- oder
Süßstoffmolekül an einen Rezeptor andockt,
wird ein Proteinkomplex namens Gustducin
aktiv. Teilchen, die sich von diesem Komplex
abzweigen, aktivieren ein bestimmtes Enzym.
Das gefragte Enzym verwandelt bestimmte
Proteine in der Zelle in
Sekundärbotenstoffe. Diese Botenstoffe
wiederum senden die Anweisung, dass sich die
Potassiumkanäle in den Zellmembranen
schließen. Zugleich werden die Sodium- und
Kalziumkanäle geöffnet, und positiv geladene
Ionen beginnen in die Zelle einzudringen.
Auf diese Weise wird die ursprünglich
negative Ladung der Zelle eliminiert, und
die Zelle tritt in ein neutrales Stadium
ein. Als Folge bestimmter noch nicht
verstandener komplexer Prozesse beginnt die
Zelle chemische Botenstoffe,
Neurotransmitter genannt, auszusenden. Diese
Chemikalien tragen Botschaften zu den
Neuronen um sie herum. Es ist noch ungewiss,
welche Neurotransmitter Botschaften zwischen
den Geschmackszellen und dem Neuron tragen.
Dennoch wird angenommen, dass chemische
Botenstoffe wie Serotonin, GABA,
Acetylcholin und Adrenalin eine Rolle im
Geschmackswahrnehmungssystem spielen.10
Abbildung 31 zeigt die Abfolgen, die in
Geschmackszellen stattfinden, in
Abhängigkeit verschiedener Stimuli. Beachten
Sie beim Untersuchen dieser die folgenden
zwei Punkte: Erstens, die Änderungen, die in
den Geschmackszellen als Antwort auf
verschiedene Stimuli stattfinden, werden
durch verschiedene Zeichnungen der Zellen
gezeigt, um Ihr Verständnis zu erleichtern.
In der Tat reagieren Geschmackszellen, wie
wir bereits erörtert haben, nicht auf ein,
sondern auf mehrere Stimulanzien. Der zweite
Punkt ist, dass hier nur die Grundzüge der
Kommunikation in den Geschmackszellen
gezeigt werden.

(Abbildung 32)
Die Chorda tympani- (1),
glossopharyngealen (2) und
Vagusnerven (3) verbinden sich
im verlängerten Mark (4), von wo
aus sie Botschaften an die
relevanten Abschnitte im Gehirn
weiter tragen. (5)-(6).
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Wie Sie wissen, stellen Ingenieure
detaillierte technische Zeichnungen her, die
die arbeitenden Systeme mechanischer und
elektronischer Geräte zeigen – ein klarer
Beweis, dass die Geräte von Ingenieuren,
Technikern und Fachmännern entworfen wurden.
Keine rationale Person kann sich vorstellen,
dass ein Gerät, das er in einer Blaupause
gesehen hat, spontan entstanden ist. Schauen
Sie nun auf die Mechanismen der
Geschmackszellenkommunikation in Abbildung
31. Können Sie sich vorstellen, dass diese
ohne entworfen worden zu sein entstanden
sind? Selbstverständlich nicht! Keine
rationale, logische Person kann für so eine
Idee gewonnen werden.
Die Evolutionstheorie verfechtet eine
ähnliche irrationale Behauptung. Es ist
glasklar, dass die fortgeschrittenen
Kommunikationsmethoden der Geschmackszellen
nicht das Werk von Wahrscheinlichkeit und
Zufall sein können. Jede Stufe dieses
Systems enthält die empfindlichsten und
detailliertesten Kalkulationen und
Anordnungen, die in einem Bruchteil einer
Sekunde stattfinden. Jede dieser Stufen
reicht aus, um die Existenz Gottes, ihres
Schöpfers, zu beweisen. Die Art, wie
Evolutionisten auf ihrer Ablehnung
angesichts all dieser offenbaren Beweise
beharren, kann nur durch ihre Unfähigkeit
erklärt werden sich von ihren irrationalen,
unlogischen Zwangsvorstellungen zu befreien.
Suleyman Yusuf
1 The International Food Information Council
Foundation, “Experiments in Good Taste,” Food
Insight, März-April 1995,
ificinfo.health.org/insight/exper.htm. 2 Stephen D. Roper, “Taste: Cellular Basis,”
Encyclopedia of Life Sciences, Mai 1999,
www.els.net. 3 A.I. Spielman, J.G. Brand, and W. Yan,
“Chemosensory Systems,” Encyclopedia of Life
Sciences, June 2000, www.els.net. 4 Stephen D. Roper, Op cit.
5 Ibid.
6 David V. Smith and Robert F. Margolskee, “Making
Sense of Taste,” Scientific American, März 2001,
S.26-33. 7 Hiroaki Matsunami, Jean-Pierre Montmayeur, and
Linda B. Buck, “A family of candidate taste
receptors in human and mouse,” Nature 404, 6 April
2000, pp. 601-604; E. Adler, M.A. Hoon, K.L.
Mueller, J. Chandrashekar, N.J. Ryba, and C.S.
Zuker, “A novel family of mammalian taste
receptors,” Cell 100, 17 March 2000, S.693-702. 8 Linda B. Buck, “Search for Taste Receptors Yields
Sweet Success,” Howard Hughes Medical Institute
News, 6. April 2000;
www.hhmi.org/news/buck2.html. 9 Charles S. Zuker, “A Matter of Taste,”HHMI
Bulletin, Juni 1999, Vol. 12, Nr. 2, S.10-13. 10 A.I. Spielman, J.G. Brand, and W. Yan,
“Chemosensory Systems,” Encyclopedia of Life
Sciences, Juni 2000, www.els.net. |