Evolutionsszenarien der Geruchswahrnehmung

Er hat euch alles dienstbar gemacht, was in den Himmeln und auf
Erden ist; alles ist von Ihm.
Hierin sind wahrlich Hinweise
für nachdenkliche Leute. (Sure
al-Dschathiya, 13)
|
In Texten der Evolutionsforscher wird das
Geruchswahrnehmungssystem normalerweise
detailliert beschrieben, darauf folgend wird
behauptet, dass dies eine „evolutionäre
Entwicklung“ sei. Die gängige Ansicht unter
den Evolutionisten ist, dass die Fähigkeit
Gerüche wahrzunehmen primitiv und vor den
anderen Sinnen entstanden ist. Organe und
Sinne sind entstanden, als es Bedarf für sie
gab, und entwickelten sich gemäß diesen
Bedürfnissen. Diese Behauptungen, ohne
jegliche Grundlage, werden mit folgenden
Worten in Veröffentlichungen der
Evolutionisten ausgedrückt:
„Jeder einzelne zufällige Einfluss der
Außenwelt verursacht einen gewissen Wandel
in Organismen. (…) Jede einzelne Ursache
führt zu einer Wirkung und die Konsequenz
enthält notwendigerweise ein Stück
Information, die mit der Ursache verbunden
ist. Man kann nicht umhin zu sehen und
fasziniert zu sein wie die Evolution mit
ihrer schwer vorstellbaren Fähigkeit der
Anpassung und Erfindung diese einfache
logische Verbindung mit der biologischen
Wirklichkeit anwendet, um die Chancen des
Überlebens ihres Produkts zu erhöhen.“
1
Aussagen dieser Art, denen Beweise,
Fundstücke oder experimentelle oder
wissenschaftliche Belege fehlen, haben keine
Bedeutung außer Behauptungen zu
rechtfertigen, die auf dem Zufall aufgebaut
sind. Die Art, wie sie den Geruchssinn als
ersten und primitiven ansehen, gibt
diese Logik wieder. Die einzige
Rechtfertigung für diese Behauptung ist,
dass die anderen Sinne wie Sehen und Hören
detailliertere Systeme zu besitzen scheinen
und somit den evolutionären Fortschritt "vom
Einfachen zum Komplexeren" unterstützen.
Verfechter des Darwinismus drücken diese
infrage kommende Ansicht mit den folgenden
Worten aus:
Der Geruchssinn ist ein ursprünglicher
Sinn, sowohl für Menschen, als auch für
Tiere. Von einem evolutionären Standpunkt
aus ist er einer der ältesten aller Sinne.2
Das olfaktorische System wird oft als das
„primitivste“ sensorische System bezeichnet.
Wegen seiner phylogenetisch frühen
Entwicklung und seiner Verbindung zu
älteren, unterbewussten Teilen des Gehirns.3
Der Geruchssinn ist evolutionär älter als
Sehen oder Hören.4
An diesem Punkt ist es nützlich daran zu
erinnern, dass diejenigen, die diese
Behauptungen geäußert haben, Experten mit
einem detaillierten Wissen aller Mechanismen
des olfaktorischen Systems sind. Sie können
nicht in Unkenntnis der Komplexität und
Vollkommenheit des Systems sein.
Nichtsdestoweniger zögern sie nicht das Wort
"primitiv" zu gebrauchen, um auf so
eine großartige Struktur zu verweisen. Das
ist so, weil eine Struktur, die primitiv
ist, die Behauptung, dass sie durch Zufall
entstanden ist, vertretbarer macht. Sie sind
nicht in der Lage zu erklären wie ein
komplexes System durch Zufall entstehen
konnte, nehmen aber an, dass das Verteidigen
zufälliger Entwicklungen einer simplen
Struktur irgendwie überzeugender erscheinen
mag.
Auf
welchen wissenschaftlichen Belegen fundieren
also die Evolutionisten so ein endgültiges
Urteil? Wie entwickelte sich der "primitive"
Geruchssinn, auf den sie sich beziehen als
Bedingungen auf der "primitiven Erde"? Wenn
Sie mit dieser Frage konfrontiert werden,
wird die Antwort so in etwa lauten:
In den alten Ozeanen auf der Urerde
begann vor 3 Milliarden Jahren ein
einzelliger Organismus in seinem täglichen
Leben organische chemische Substanzen
abzugeben. Diese Substanzen, die von dieser
winzigen Einheit ohne ihr Wissen
freigelassen wurden, hinterließen Spuren,
die von einem Jäger aufgeschnappt wurden.
Dieser Jäger kroch heran, startete einen
Angriff und schluckte seine unglückliche
Jagdbeute. Auf eine solche Weise startete
der Geruchssinn in seinen langen
evolutionären Prozess. Der Biologieprofessor
John T. Caprio von der Louisiana State
University behauptet dass der Geruchssinn
anfangs entstand, um wasserlösliche
aminosäureartige chemische Substanzen zu
identifizieren. Die Fähigkeit in der Luft
gleitende Moleküle zu bestimmen ist eine
Anpassung an diesen ursprünglichen
Mechanismus.5
Hätte das obige Zitat mit
„Es war einmal
vor langer Zeit…“ begonnen, hätte niemand
Einwände dagegen erhoben. Dennoch tauchte
der Paragraph in einer evolutionistischen
Veröffentlichung auf, mit der Behauptung
wissenschaftlich zu sein. Dies vermittelt
uns wieder einmal einen Eindruck von den
Methoden, die die Evolutionisten verwenden,
wenn sie ihre Behauptungen formulieren, und
die Art der Perspektive, die sie besitzen.
Es wäre angebracht diese Behauptungen,
die im Namen der Wissenschaft gemacht werden
trotz all ihrer Illogizität zu untergraben.
Was Caprio, ein Evolutionsforscher, sagen
will, ist, um es kurz zu fassen, dass
einzellige Organismen unbewusst chemische
Substanzen freigegeben haben; dass Jäger sie
entdeckten und sie jagten. Seine Annahme,
nicht nur dass sie unlogisch ist, scheitert
an der Antwort, wie der Geruchssinn
entstanden ist. Es wird absolut keine
Information über die sensorischen Systeme
geliefert, die die Jäger in die Lage
versetzten ihre einzellige Beute
auszumachen. Es wird keine Erklärung dafür
geliefert wie die sensorischen Systeme, die
es den einzelligen Organismen ermöglichten
die Düfte ihrer Feinde zu entdecken und zu
überleben entstanden. Auch wird uns nicht
gesagt, welche „evolutionären“ Mechanismen
in die Gleichung aufgenommen wurden, als
dieser außergewöhnlich komplexe Mechanismus
aufgebaut wurde.
Evolutionisten zögern, wenn sie ins
Detail gehen, weil ihre Erklärungen auf
einem einzigen Mechanismus aufbauen: auf den
Zufall.
In der Tat ist es
unmöglich, dass auch nur eines der unzähligen notwendigen Phänomene
durch Zufall stattfinden konnte, geschweige denn eine regelmäßige
Kette solcher Zufälle.
Suleyman Yusuf
1 Hoimar Von Ditfurth, Im Anfang War Der Wasserstoff 3 (In the Beginning
was Hydrogen 3), 2-te Auflage, Februar 1997, Alan
Publishing, S.134.
2 John C. Leffingwell, “Olfaction,” 2001, www.leffingwell.com/olfaction.htm.
3 Marjorie A. Murray, “Our Chemical Senses: 1.
Olfaction,” 2001, faculty.washington.edu/chudler/chems.html.
4 P. Whitfield, D.M. Stoddard, Hearing, Taste, and
Smell; Pathways of Perception, New York: Torstar
Books, Inc., 1984; (www.macalester.edu/~psych/whathap/UBNRP/Smell/nasal.html)
The Olfactory System: Anatomy and Physiology,
Macalester College, 2001.
5 “How The Nose Knows: Research On Smell Boosted,”
Science Daily Magazine, 24. Mai 1999, www.sciencedaily.com/releases/1999/05/990524040220.htm. |