Geruchswahrnehmung bei Vögeln
Bis
vor 30 Jahren war die vorherrschende
wissenschaftliche Ansicht, dass Vögel nahezu
nichts riechen können. Es stellte sich aber
später heraus, dass dem nicht so war.
Forschung zeigte, dass Vögel Geruch
wahrnehmen, obwohl sie einen scheinbar
kleinen Riechkolben in ihrem Gehirn haben.
Vögel benutzen ihren Geruchssinn während der
Nahrungssuche, der Auswahl der Materialien
für das Nest, und selbst wenn sie über ein
Land ohne Besonderheiten fliegen, mit dem
sie nicht vertraut sind.1 Im Folgenden lesen Sie die Ergebnisse
aus verschiedenen Studien von Vogel- und
Geruchsexperten.
Einige Spezies von Geiern ermitteln ihre
Beute durch den Geruch, die sie aussondert.
Geier wurden dabei beobachtet, wie sie
wiederholt über Gebiete geflogen sind, in
denen Lecks in Gaspipelines waren. Der Grund
für dieses Verhalten ist nicht schwer zu
erraten. Geier machen den Geruch eines
chemischen Additivs im Gas aus, das dem von
Aas ähnelt.

Oben: Ein Geier, der Essen vom Geruch, den es abgibt
ausmacht. Seite: Eine Taube, in
der Lage lange Strecken zum Nest
zurückzulegen, auch unter
Zuhilfenahme ihres
Geruchssinnes.
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Unterschiedliche Spezies der Taube
besitzen unterschiedlich große
Geruchswahrnehmungsregionen und Riechkolben.
Laborexperimente haben auch gezeigt, dass
jeder Vogel eine bestimmte Reaktion auf
Gerüche aufzeigt. Brieftauben, die zu ihren
Raststätten zurückkehren können, selbst wenn
sie von weitem freigelassen wurden, benutzen
sowohl ihren Geruchssinn, als auch ihr
Sehvermögen. Es wurde viele Male bewiesen,
dass Tauben bei der Rückkehr nach Hause
scheitern, wenn ihr Geruchssinn durch das
Blockieren ihrer Nasenlöcher behindert wird.
Es wird angenommen, dass Tauben
hauptsächlich visuelle Indikatoren benutzen,
wenn sie in der Nähe ihrer Raststätten sind,
und vom Wind getragene Düfte, wenn sie in
unbekanntem Territorium sind. (Darüberhinaus
finden Tauben ihren Weg durch das Spüren des
Erdmagnetfelds.)
Wenn sie ihre Nester bauen, suchen sich
Stare durch Düfte Pflanzen aus, die das
Vorkommen von schädlichen Mikroorganismen
und Parasiten minimieren.
Die
Nahrungsquellen für Vögel, die nahe am
Südpol leben, ändern oft ihren Ort. Es gibt
auch wenige visuelle Indikatoren, die dabei
helfen sie zu lokalisieren. Für in dieser
Region lebende Vögel gleicht das Finden
ihrer Beute durch das Sehvermögen dem Suchen
nach der Nadel im Heuhaufen. Dennoch haben
die Polarvögel einen besonderen Geruchssinn
entwickelt, der ihnen ermöglicht ihre Beute
unter den rauen Bedingungen des Südpols
durch das Folgen ihrer Düfte ausfindig zu
machen.2
Experten sagen, dass weitere Forschung
und Experimente durchgeführt werden müssen,
um die Details des Geruchssinns der Vögel zu
verstehen. Neue wissenschaftliche Studien
werden zweifellos weitere Wunder des
Geruchssinn der Vögel aufdecken. Die
Göttlichen Zeichen in Vögel werden in diesen
Worten des Quran offenbart:
Sehen sie denn nicht die Vögel,
wie sie Ihm im Himmelsraum dienstbar sind?
Niemand außer Gott halt sie oben. Siehe,
darin ist wahrlich ein Zeichen für gläubige
Leute. (Sure an-Nahl, 79)
Suleyman Yusuf
1 David Malakoff, “Following the Scent of Avian
Olfaction,” Science 286, 22. Oktober 1999,
S.704-705.
2 Ibid. |