Die elektronische
Nase

(Abbildung
22)
Das Funktionssystem der
elektronischen Nase
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(Abbildung
21)
Einige Sensoren werden in
elektronischen Nasen verwendet.
Diese Sensoren wurden entworfen
nach dem Vorbild der Rezeptoren
in der menschlichen Nase, sind
aber unvergleichlich simpler als
jene.
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Das menschliche olfaktorische System kann
zwischen 10.000 verschiedenen Gerüchen
unterscheiden. Ein Fachmann im Parfümgewerbe
ist in der Lage ein Parfüm zu riechen, das
100 verschiedene Düfte enthält, und alle
Bestandteile aufzuzählen.1 Diese überlegene Schöpfung in der
menschlichen Nase hat zahlreiche
Wissenschaftler dazu angeregt ähnliche
Apparate zu entwickeln, und zahlreiche
Forschungs- und Entwicklungszentren weltweit
versuchen das wunderbare
Geruchswahrnehmungssystem der Menschen
nachzuahmen. Ein in diese Richtung
entwickeltes Modell ist bekannt als
„elektronische Nase“.
Anstelle der aus Proteinen gemachten
Rezeptoren der menschlichen Nase verwenden
ihre elektronischen Entsprechungen eine
Reihe chemischer Rezeptoren.
(Abbildung 21) Jeder dieser
Rezeptoren ist entworfen einen spezifischen
Geruch zu entdecken; da ihre selektiven
Fähigkeiten zunehmen, wird die Herstellung
der Geräte schwieriger, und die Preise
steigen. Die Sensoren sammeln Signale aus
ihrer Umgebung und schicken sie an einen
Computer. Elektronische Systeme können mit
Nervenzellen im olfaktorischen System
verglichen werden, und der Computer selbst
als eine Imitation des menschlichen Gehirns.
Der Computer ist dazu programmiert an ihn
gesendete Daten zu analysieren. Dank ihm
werden die Signale als binärer Code
interpretiert. (Abbildung 22)
Auf solche Weise entwickelte
elektronische Nasen werden auf verschiedenen
Gebieten eingesetzt, insbesondere in der
Ess-, Parfüm- und chemischen Industrie, und
der Medizin. Universitäten und
internationale Organisationen liefern den
größten Rückhalt für solche Projekte.
Dennoch gilt, was Julian W. Gardner der
Universität von Warwick sagt: „Wir befinden
uns im Anfangsstadium der Technologie.“2
Suleyman Yusuf
1 Elise Hancock, “A Primer on Smell,” Johns Hopkins
Magazine, September 1996.
2 Mia Schmiedeskamp, “Plenty to Sniff At,”
Scientific American, März 2001; www.sciam.com/2001/0301issue/0301techbus1.html. |