Das Spinnen-Dilemma der Evolution
Discovery Channel
sendete kürzlich einen Dokumentarfilm mit dem
Titel Discovery Journal: The Spider
(Die Spinne). Der Film gibt Beispiele der
Jagdtechniken verschiedener Spinnenarten und
betont, aus welch hervorragender Substanz der
Faden der Spinne besteht, der höher belastbar
ist als Stahl. Dann werden die
industrietechnologischen Bereiche genannt, in
denen dieses Material eingesetzt werden könnte,
wenn es erst einmal gelungen sei, es künstlich
herzustellen. Es war ein sehr unterhaltsames
Programm, mit vielen Nahaufnahmen von Spinnen
und ihren Netzen. Doch als es um die Herkunft
der Spinnen ging, erfolgte ein Kommentar, der
augenblicklich einen Schatten auf die
Wissenschaftlichkeit des Films warf: "Es ist
mit Sicherheit nicht einfach, dieses Material zu
reproduzieren, denn es ist das Ergebnis von 380
Millionen Jahren Evolution."

In Bernstein
eingeschlossenes Spinnen Fossil
|
Der einzige
"Beweis", der für diese Behauptung vorgebracht
wird, sind die Aussagen eines Wissenschaftlers,
der eine 380 Millionen Jahre alte Spinndrüse
fand. Er behauptete, die Vorfahren der Spinnen
entdeckt zu haben, nachdem er einige Felsen
zerlegt hatte und die Bruchstücke unter dem
Mikroskop untersuchte. Dabei habe er die zuvor
im Fels eingeschlossene Spinndrüse entdeckt.
Doch nicht der geringste Beweis wurde angeboten,
dass diese Drüsen zu "Vorfahren der Spinnen"
gehörten und nicht einfach zu Spinnen. Die
Drüsen weisen keine Anzeichen einer
Übergangsform auf und es wurde kein Unterschied
zwischen ihnen und denen heutiger Spinnen
gefunden.
Discovery
Channel's Darstellung dieses Fossils als Vorfahr
der Spinnen ist eine Irreführung. Die
Wissenschaft weiß seit über 20 Jahren, dass es
keinen Unterschied gibt zwischen 380 Millionen
Jahre alten und heutigen Spinnen.
Auf ihrer
jährlichen Konferenz 1983 stellte die
amerikanische Vereinigung für die Förderung der
Wissenschaft (American Association for the
Advancement of Science, AAAS) wichtige
Fossilien-Funde bezüglich dieser Wesen vor. Das
Interessante an diesen 380 Millionen Jahre alten
Fossilien von Spinnen, Zecken, und
Tausendfüßlern besteht darin, dass sie nicht von
ihren modernen Gegenstücken zu unterscheiden
sind. Einer der Wissenschaftler, die die
Fossilien untersuchten, bemerkte, dass "sie
aussahen, als ob sie gestern gestorben sein
könnten."1 Auf der Website des
australischen Museums wird festgestellt, dass
380 Millionen Jahre alte Exemplare der Spinne
Attercopus fimbriungus schon damals
Organe zur Seidenerzeugung besaßen2 und dass diese Fossilien den Ursprung von
Spinnen auf die realistischste Weise
widerspiegeln und die Behauptungen des Discovery
Channnel widerlegen: Spinnen sind kein Ergebnis
der Evolution, sondern erschienen plötzlich auf
der Erde und haben sich in den darauf folgenden
Jahrmillionen nicht verändert.
|
 |
Andererseits
zeigt dies auch, dass die Interpretationen der
Anhänger der Evolutionstheorie über die Seide
der Spinne und die komplizierten Eigenschaften
ihres Netzes äußerst gezwungen wirken. Zum
Beispiel ist der Spinnenfaden so leicht, dass
ein Kilogramm davon dreimal um die Erde reichen
würde. Trotz dieses extrem geringen Gewichts ist
der Spinnenfaden fünfmal stärker als Stahl
desselben Gewichts. Dank seiner Elastizität kann
er bis auf das Vierfache seiner Länge gedehnt
werden. All dies wird ermöglicht durch die
spezielle Struktur der Atome, aus denen der
Spinnenfaden zusammengesetzt ist. Obwohl
Spinnenseide in der "verarbeiteten" Form des
Netzes fest ist, ist sein Material zunächst eine
Flüssigkeit im Körper der Spinne. Sobald es mit
Luft in Kontakt kommt, wird es als Ergebnis
einer schnellen chemischen Reaktion fest. Doch
der Spinnenfaden, "auf den Chemiker und
Material-Wissenschaftler neidisch blicken," wie
eine amerikanische Zeitung schrieb, kann auch in
seine ursprüngliche Form zurückkehren, wenn die
Spinne ihr eigenes Netz frisst. Dieses
"Recycling" liefert der Spinne neues Rohmaterial
für weitere Netze.3
Auch das Spinnen
des Netzes ist ein kompliziertes Unterfangen.
Obwohl das Gehirn der Spinne nicht größer ist
als ein Salzkorn, ist ein architektonischer Plan
in ihrem Netz sichtbar. Die Spinne lässt ihren
Faden fallen und wartet auf den Wind, der sein
Ende irgendwo hinträgt, wo er festkleben kann.
Nun befestigt die Spinne ihr Ende des Fadens an
einem zweiten passenden Punkt. Wenn auf diese
Weise mehrere sich kreuzende Fäden installiert
sind, beginnt sie, die Lücken zwischen ihnen mit
kreisförmig gesponnenen Fäden auszufüllen. Ein
Beutetier, dass mit dem Netz in Kontakt kommt,
wird schnell unbeweglich gemacht. Doch die
Spinne selbst kann sich in ihrem klebrigen Netz
ungehindert bewegen.
Wenn die Spinne
durch Evolution entstanden sein soll, dann
müssen die komplexen biochemischen Strukturen
des Spinnennetzes und die komplizierte
Webtechnik der Spinne sich durch Mutationen
herausgebildet haben. Es ist einsehbar, dass
dies unmöglich ist. Es gibt dafür auch keinerlei
experimentellen, Anschauungs- oder
Fossilienbeweis, der diese Behauptung der
Evolutionisten bestätigen würde.
|
 |
Im Gegenteil, die
Beweise versetzen der Evolutionstheorie einen
weiteren schweren Schlag: Die Tatsache, dass 380
Millionen Jahre alte Spinnen-Fossilien sich
nicht von heutigen Spinnen und den komplizierten
Strukturen ihrer Netze unterscheiden, ist eine
unüberwindliche Schwierigkeit für die Anhänger
der Evolutionstheorie. In Anbetracht dieser
Schwierigkeiten lehnt der Discovery Channel es
ab, die Frage näher zu erörtern, wie ein Organ,
das eine Substanz mit solch überlegenen
Eigenschaften erzeugt, die Wissenschaftler nicht
imitieren können, sich zufällig durch Mutationen
entwickelt haben könnte. Er zieht sich daher auf
alte, bekannte Erklärungsmuster zurück. Die
Spinnen hätten ihre Nester in Form eines nach
unten zeigenden Trichters zwischen Pflanzen am
Boden gebaut. "Aus diesen Nestern wurden im Lauf
der Entwicklung Seidennetze, als die Spinnen
begannen, in den Bäumen zu leben. Sie drehten
sich seitwärts, nahmen ihre heutige Form an und
das kreisförmige Spinnennetz war entstanden."
Beim Discovery
Channel mag man der Auffassung sein, diese
Geschichte überwinde das Problem des Ursprungs
von Spinnen. Doch das Netz, das am Anfang der
Geschichte steht, muss bereits aus Spinnenfaden
mit einer fehlerfreien Struktur gemacht worden
sein. Da es keinen Beweis gibt, dass das dicht
am Boden befindliche Netz evolutionistisch
gesehen älter ist, wohingegen die höher
angebrachten Netze neuer sein sollen, stellt er
die Spinnweben in eine imaginäre Chronologie.
Schlussfolgerung
Die Ideen des
Discovery Channel über den Ursprung von Spinnen
sind nur Ausdruck seiner Verlegenheit bei diesem
Thema. Die wahre Herkunft der Spinnen und ihrer
Netze ist die Schöpfung. Es ist Gott, der Herr
der Welten, der Besitzer unendlicher Weisheit
und Macht, der die Spinne erschafft und sie
inspiriert, ihr Netz zu spinnen. Ganz gleich wie
unermüdlich sie es auch versuchen, die
Evolutionisten können diese offensichtliche
Wahrheit nicht länger verbergen.
Suleyman Yusuf
1 - San
Diego Union, New York Times Press Service, 29.
Mai 1983; W. A. Shear, Science, Ausgabe 224,
1984, S. 494
2- Australian Museum Online, 2002 http://www.amonline.net.au/spiders/diversity/what/origins.htm.
3- Stephen Reucroft and John Swain, "Spider silk
mystery solved," Boston Globe, 10/22/2002.
|