Waren
die Eltern des Gesandten Muslime?
Frage: Welcher
von den Berichten über den Glauben der Eltern des Ehrenwerten
Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, und den seines Großvaters
Abdu-l’Muttalib, ist am glaubwürdigsten und überzeugendsten?
Antwort:
Die
Eltern des Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei,
gehören zu
denen , welche gerettet sind und die zu den Leuten des
Paradieses gehören, den Leuten des Glaubens. Gott der Gerechte würde
sicherlich das gesegnete Herz seines Ehrenwerten Gesandten und die zärtliche
Sohnesliebe (Schefkat) in seinem Herzen nicht verletzen.
Wenn man also
fragte: Da dies nun einmal so ist,
warum waren sie dann nicht in der Lage,
an den Ehrenwerten Gesandten, mit dem Friede und Segen sei, zu
glauben?
Warum haben sie dann nicht bis zum Beginn seiner Sendung (bi’set)
gelebt?
Antwort: Gott
der Gerechte wollte in Seiner Freigiebigkeit nicht die Eltern Seines
Ehrenwerten Geliebten unter dem Zwang zur Dankbarkeit halten, damit
so das Gefühl zärtlicher Sohnesliebe des Ehrenwerten Gesandten,
mit dem Friede und Segen sei, ruhig bleiben möge. Sein Erbarmen
erforderte es, sie glücklich zu machen und seinen Ehrenwerten
Geliebten zufrieden zu stellen.
Sein Erbarmen
erforderte es, sie »in die reine Dankbarkeit Seiner Herrschaft
aufzunehmen« (d.h. seine Eltern zu sich zu nehmen – A.d.Ü.) und
sie glücklich zu machen, um sie nicht von der Stufe ihres
Elternseins auf die Stufe einer geistigen Kindschaft herabzusetzen
und dabei Seinen Ehrenwerten Geliebten zufrieden zu stellen. Daher
versetzte (Er) seine Eltern und seinen Großvater nicht in seine
sichtbare Gemeinschaft (hier auf Erden, sondern nahm sie von dieser
Erde hinweg).
Doch alle die Vorzüge, Tugenden und auch die ewige Glückseligkeit
(die sie sich in seiner Gemeinschaft verdient hätten) wurden ihnen
zum Geschenk (ihsan) gemacht. Wenn der Vater des hohen Herrn
Feldmarschalls, der den Rang eines Hauptmanns bekleidet, in dessen
Audienz gerufen wird, so befindet er sich in der Tat mitten zwischen
zwei einander entgegenlaufenden Gefühlen. So unterstellt der König
in Seiner Barmherzigkeit nicht den Vater Seinem Ehrenwerten
Adjutanten, dem Feldmarschall.
Bediuzzaman Said
Nursi
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Quelle:
lichtstr.de
Risale-i Nur, Gesamtwerke, Briefe, Achtundzwanzigster Brief, Achte
Problemstellung
-
Ausschnitte aus dem Buch "Die Briefe" von Bediüzzaman
Said Nursi - |