Tawassul, Istiana und Istighasa
Lasst uns hier
ein Wort zu der Thematik von Istighatha und Istiana hinzufügen.
Zu Beginn:
Beide befinden sich auf derselben Ebene [das heißt, sie teilen sich
die gleiche Regelung], da in dem Hadith, gefunden in al-Bukhari,
welche die Fürsprache betrifft, gesagt wird:
"Sie werden
Hilfe erbitten [Istighatha] bei Adam (Alayhissalam) dann bei Musa (Alayhissallam)
dann bei Muhammad (SallAllahu alayhi wa sallam)...“
Dies beweist,
dass es zulässig ist, die Formulierung von Istighatha im gleichen
Sinne zu verwenden, in dem Tawassul benutzt wird. Bezüglich des
Hadithes:
"Hilfe wird
nicht von mir erbeten (la yusaghathu bi).“
In der Sammlung
von al-Tabarani, seine Kette beinhaltet (Abdullah bin) Lahaya, und
wir haben seinen Status in unserem Buch al-Ishfaq erklärt, somit
kann er nicht im Widerspruch zum [anderen] authentischen Hadith
stehen.
Mit Hinblick
auf den Hadith, welcher besagt:
"Wenn du Hilfe
erbittest, dann erbitte Hilfe von Allah (ta ’ala)..."
So bedeutet es:
"Wenn du Hilfe
von jemandem ersuchst, die den Sinn der Unterstützung hat, dann
ersuche Hilfe zur Erleichterung bei Allah in all deinen
Angelegenheiten - und das steht in Übereinstimmung mit der
wörtlichen Bedeutung des Hadith, damit der Muslim nicht den Einen
vergisst, welcher Ermöglicher der Mittel ist, wenn er Hilfe durch
eines dieser Mittel ersucht. Nehmt das Beispiel vom Umar (RadiyAllahu
Anh), der Regen durch al-Abbas (RadiyAllahu Anh) erbat. Als er um
Regen bat, vergaß er nicht zu sagen: „Oh Allah, schicke uns Regen.“
Das ist der islamische Charakter.
Wenn wir den
Hadith nicht in dieser Weise verstehen, wären wir dazu verpflichtet,
ihn weit hergeholt bildlich zu interpretieren und dies würde
zahlreichen Quran-Ayah und Ahadith widersprechen, die zu viele
wären, als dass man sie hier alle erwähnen könnte. Folglich würde es
keinen Sinn machen, zu erwägen, dass das Wort „wenn“ in diesem
Hadith „Jedes Mal“ bedeutet, vielmehr, Bezug nehmend auf die
Sprachlogiker, wird es als Ausdruck von Ihmal (Unklarheit im Bezug
auf das Maß einer Angelegenheit) angesehen, deswegen hat der Gegner
überhaupt nichts daran woran er sich klammern könnte in seiner
Beweisführung.
Hinzufügend
kann man den Fakt nennen, dass das Pronomen im Singular verwendet
wird und den Fakt, dass die Elite - und sicherlich gehört ibn Abbas
zu ihnen - dazu ermutigt haben, Hilfe einzig vom dem Einen zu
erbitten, welche der Ermöglicher der Mittel ist (Allah ta’ala).
Bezüglich der
Worte des Erhabenen: "Dich allein beten wir an und Dich allein
bitten wir um Hilfe.“ (al-Fatiha:5) ist es im Kontext der
Anbetung und der Führung zu sehen, wie es veranschaulicht wird durch
den Kontext der Verses als auch durch die Reihenfolge der Wörter,
genau wie an anderen Stellen, an welchen das Wort erscheint - und
dies ist ein passender Weg des Ansprechens bei persönlichen
Hilfeersuchen – so dass es nicht die normalen und üblichen Wege und
Mittel, welche in diesem weltlichen Leben verwendet werden verneint.
Unser enger
Freund, der Gelehrte und Autor zahlreicher hervorragender Werke, der
große Meister: Scheich Muhammed Husnayn al-Adawi al-Maliki, leistete
großartige Arbeit, indem er zahlreiche Bücher schrieb, welche die
falschen Vorstellungen der Taymiyyun (die engstirnigen Nachfolger
von Sheykh Ibn Taymiyya) bezüglich Tawassul zurückweisen. Durch
seine hervorragend Untersuchung von Fakten, seine ordentliche und
angenehme Art der Komposition [seiner Werke] und seine erhöhte
Stellung im Wissen über alle Schuyukh der Gegner, durch die
Übereinstimmung der Leute des Wissens, durch das alles, war er dazu
in der Lage, die Dunkelheit zu verdrängen, die eingedrungen war.
Mit Hinblick
auf die Angelegenheit des Hörens der Menschen in den Gräbern und
dessen Verständnis, wurde der offenkundigste Beweis zu dessen
Unterstützung von dem Hadithgelehrten Abdul Hayy al-Luknawi in
seinem Buch „ Tadhkirat al-Rashid“ erbracht. Bezüglich der Worte des
Gepriesenen: „Und ihr könnt die Toten nicht hörend machen“,
gemäß der prüfenden Gelehrten, ist dies mit Hinblick auf die
Polytheisten gemeint. Dies wurde überprüft, also schenkt den Fehlern
der Fehlerhaften keine Beachtung.
Imam Zahid
al-Kawthari
Übersetzt von
Asma
Abschnitt drei, Maq al-Taqawwul fi Masala al-Tawassul von
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