|
1 |
O ihr
Gläubigen! Haltet alle Verpflichtungen voll und ganz ein! Es ist
euch erlaubt, das Herdenvieh (Kamele, Kühe und Schafe) zum Essen
zu schlachten. Im Weihezustand bei der Pilgerfahrt (im Bereich
des Heiligen Hauses) dürft ihr jedoch nicht jagen. Gott
bestimmt, was Er will, weiß Er doch, was für euch das Beste ist. |
|
2 |
O ihr
Gläubigen! Missachtet nicht Gottes Kultzeichen und den Heiligen
Monat, in dem kein Krieg geführt werden darf, den Brauch, bei
der Pilgerfahrt Tiere zu verschenken und den Brauch, diese Tiere
mit Halsgehängen zu kennzeichnen! Ihr dürft niemanden davon
abhalten, sich zum Heiligen Haus zu begeben, um durch Handel
Gewinn zu erzielen und durch Andacht Gott zu gefallen. Wenn ihr
den Weihezustand beendet habt (und aus dem Bereich des Heiligen
Hauses heraus seid), dürft ihr jagen. Ihr dürft euch nicht aus
Hass gegenüber den Leuten, die euch einst von der Heiligen
Moschee zurückgewiesen haben, dazu verleiten lassen, Übertretungen
zu begehen. Helft einander, gute Taten zu vollbringen und
Frömmigkeit zu erlangen, nicht jedoch Sünden und Übertretungen
zu begehen! Fürchtet Gott, denn Seine Strafe ist überaus schwer! |
|
3 |
Verboten ist
euch folgendes: Verendetes, Blut, Schweinefleisch, in einem
anderen Namen als dem Gottes Geschlachtetes, Ersticktes, zu Tode
Geschlagenes, zu Tode Gestürztes, zu Tode Gestoßenes, das durch
ein wildes Tier Getötete; ausgenommen sind Tiere, die ihr noch
lebend erreicht und schlachten könnt. Verboten ist euch auch das
auf heidnischen Steinen Geschlachtete. Verboten ist euch, durch
Lospfeile zu losen, was Frevel ist. Heute haben die Ungläubigen
jegliche Hoffnung aufgegeben, eurer Religion Schaden zuzufügen,
so fürchtet sie nicht! Mich allein sollt ihr fürchten. Heute
habe Ich eure Religion vervollständigt, Meine Gnade an euch
vollendet und euch den Islam als eure Religion vermittelt. Wer
sich vor Hunger gezwungen findet, etwas Verbotenes zu essen,
ohne vorsätzlich eine Sünde zu beabsichtigen, dem wird Gott
verzeihen, ist Er doch voller Vergebung und Barmherzigkeit. |
|
4 |
Die
Gläubigen fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sag ihnen: "Euch
ist alles erlaubt, was für den Menschen gut ist. Ihr dürft das
Wildbret essen, das die abgerichteten Jagdtiere und -vögel, die
ihr durch das euch von Gott gewährte Wissen Fertigkeiten lehrt,
euch bringen. Eßt, was sie für euch auf der Jagd fangen, und
sprecht dabei den Namen Gottes aus! Haltet Gottes Bestimmungen
ein, seid fromm und wisst, dass Gottes Vergeltung nicht auf sich
warten lässt! |
|
5 |
Heute sind
euch die guten Dinge erlaubt. Das Essen der Schriftbesitzer ist
euch erlaubt, wie euer Essen ihnen erlaubt ist. Ihr dürft freie,
ehrbare muslimische Frauen und freie ehrbare Frauen aus den
Gemeinden der Schriftbesitzer heiraten, wenn ihr ihnen die ihnen
zustehende Morgengabe entrichtet mit der Absicht, eine Ehe zu
schließen und nicht uneheliche Verhältnisse zu unterhalten oder
Konkubinen zu nehmen. Wer den rechten Glauben verleugnet, dem
nützen gute Taten nichts, und am Jüngsten Tag gehört er zu den
Verlierern. |
|
6 |
Ihr
Gläubigen! Wenn ihr beabsichtigt, das Gebet zu verrichten,
wascht euch das Gesicht, die Hände und die Arme bis zu den
Ellbogen und die Füße bis zu den Knöcheln, und streicht euch
über den Kopf! Wenn ihr rituell unrein seid, müsst ihr den ganzen
Körper waschen. Solltet ihr krank oder auf Reisen sein und kein
Wasser finden, um euch nach Verrichtung der Notdurft oder nach
dem Geschlechtsverkehr zu waschen, dann sucht reinen Sand oder
Staub und streicht euch trocken über Hände und Gesicht! Gott
will euch nichts Schwieriges auferlegen, sondern Er will euch
läutern und Seine Gunst an euch vollenden, auf dass ihr dankbar
seid. |
|
7 |
Gedenkt der
Gunst, die Gott euch erwiesen und der Verpflichtung, die Er euch
auferlegt hat, als ihr sagtet: "Wir haben gehört und wir
gehorchen" und fürchtet Gott, Der alles weiß, was die Menschen
verbergen! |
|
8 |
O ihr
Gläubigen! Haltet Gottes Rechtsbestimmungen ein und seid bei
euren Aussagen gerecht! Euer Hass gegen einige Menschen soll euch
nicht dazu verleiten, ungerecht zu sein. Seid gerecht, so kommt
ihr der Frömmigkeit am nächsten! Fürchtet Gott! Gott weiß genau,
was ihr tut. |
|
9 |
Gott hat
denjenigen, die innig glauben und gute Taten vollbringen,
Vergebung und überaus hohen Lohn versprochen. |
|
10 |
Diejenigen,
die Gott leugnen und Seinen offenkundigen Zeichen nicht glauben,
werden ewig Bewohner der Hölle sein. |
|
11 |
O ihr
Gläubigen! Gedenkt der Gunst, die Gott euch erwiesen hat, als
sich eine Schar von Ungläubigen eurer beinahe bemächtigt hätte!
Da hat Er sie abgehalten. Fürchtet Gott! Auf Gott allein haben
sich die Gläubigen zu verlassen. |
|
12 |
Gott hat
einst die Verpflichtung der Kinder Israels entgegengenommen und
unter ihnen zwölf Oberhäupter berufen. Gott sprach: "Ich bin mit
euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet, die Pflichtabgaben
entrichtet, an alle Gesandten glaubt, ihnen beisteht für Gottes
Sache und Spenden gebt, werde Ich euch gewiss eure Sünden
verzeihen und euch in Paradiesgärten führen, unterhalb derer
Flüsse fließen. Wer dann ungläubig wird, der hat gewiss den
geraden Weg verfehlt." |
|
13 |
Weil sie
ihre Verpflichtung brachen, haben Wir sie verdammt. Ihre Herzen
sind hart geworden. Sie verdrehten bewusst Gottes Worte in der
Schrift, und sie vergaßen einen Teil der offenbarten Gebote und
Verbote. Du wirst immer wieder von ihrer Seite Betrug und Verrat
erleben. Nur wenige von ihnen sind ausgenommen. Vergib ihnen und
sei nachsichtig! So tust du ein gutes Werk; Gott liebt
diejenigen, die Gutes tun. |
|
14 |
Von denen,
die sagten: "Wir sind Christen", nahmen Wir die Verpflichtung
entgegen, wirklich zu glauben. Sie vernachläßigten einen Teil
der an sie gerichteten Ermahnung. Deswegen ließen Wir zur Strafe
Feindseligkeit und Hass unter ihnen aufkommen bis zum Jüngsten
Tag. Am Jüngsten Tag wird Gott ihnen die üblen Taten, die sie
begangen haben, vorhalten und sie zur Rechenschaft ziehen. |
|
15 |
O ihr
Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter gekommen, um euch
viel von dem, was ihr verborgen gehalten habt, zu erläutern, und
vieles wird er übergehen. Zu euch ist von Gott ein Licht und ein
klares Buch gekommen. |
|
16 |
Mit diesem
Buch (dem Quran) leitet Gott diejenigen auf die Wege des Heils,
die sich um Sein Wohlgefallen bemühen. Er führt sie mit Seiner
Ermächtigung aus der Finsternis ans Licht und bringt sie auf den
geraden Weg. |
|
17 |
Dem
Unglauben haben sich diejenigen verschrieben, die behaupten,
Gott sei Jesus Christus, Marias Sohn. Sprich: "Wer könnte gegen
Gott etwas unternehmen, wenn Er beschlossen hätte, Jesus
Christus, Marias Sohn, seine Mutter und die gesamten
Erdenbewohner zu vernichten?" Gott ist der Herr über Himmel und
Erde und über alles, was dazwischen liegt. Er schafft, was Er
will, und Seine Macht ist absolut uneingeschränkt. |
|
18 |
Die Juden
und die Christen sagen: "Wir sind Gottes Söhne und Lieblinge."
Sprich: "Wenn es so ist, warum bestraft Er euch dann für eure
Sünden? Ihr seid Menschen wie die anderen, die Er erschuf. Er
vergibt, wem Er will, und Er bestraft, wen Er will. Gott ist der
Herr über Himmel und Erde und über alles, was dazwischen liegt.
Bei Ihm endet jeder Lebensweg. |
|
19 |
O ihr
Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter gekommen, um euch
nach einer Zeit, in der es keine Gesandten gab, über den wahren
Glauben aufzuklären, damit ihr nicht sagt: "Zu uns ist kein
Verkünder von frohen Botschaften und kein Warner gekommen. " Zu
euch ist nun fürwahr ein Verkünder von Freudenbotschaften und
ein Warner gekommen. Gott kann alles, ist Seine Macht doch
absolut uneingeschränkt. |
|
20 |
Einst sprach
Moses zu seinem Volk: "O mein Volk! Gedenkt der Gunst, die Gott
euch dadurch erwies, dass Er aus euren Reihen Propheten
bestimmte, dass Er euch königliche Souveränität verlieh und euch
so viele Gaben schenkte, wie keinem in der Welt zuvor! |
|
21 |
O mein Volk!
Tretet in das heilige Land ein, wie Gott es euch vorgeschrieben
hat, und wendet euch nicht ab, sonst werdet ihr die Verlierer
sein!" |
|
22 |
Sie sagten:
"Moses! Dort sind sehr mächtige Menschen. Wir werden nicht eher
dorthin gehen, bis sie herausgekommen sind. Verlassen sie es
nicht, so betreten wir es nicht." |
|
23 |
Zwei Männer
der frommen Schar, denen Gott besondere Gunst erwiesen hatte,
sagten: "Tretet durch das Tor ein! Wenn ihr eingetreten seid,
werdet ihr siegreich sein. Verlasst euch auf Gott, wenn ihr
wirklich gläubig seid!" |
|
24 |
Sie sagten:
"Moses! Wir treten niemals ein, solange sie dort sind. Gehe du
mit deinem Herrn und kämpft gegen sie! Wir bleiben hier sitzen!" |
|
25 |
Er rief:
"Herr! Ich kann nur für meinen Bruder (Aaron) und für mich
sprechen. Dein Urteil möge uns beide von dem frevelhaften Volk
trennen und uns nicht belangen." |
|
26 |
Gott sprach:
"Dieses Land sei ihnen vierzig Jahre lang verwehrt. Sie sollen
auf Erden umherirren. Sei nicht betrübt über diese Frevler!" |
|
27 |
Trage ihnen
die wahre Geschichte der beiden Söhne Adams (Kain und Abel) vor,
wie sie Gott Opfer darboten! Das Opfer des einen wurde
angenommen, das des anderen nicht. Da sagte letzterer zu seinem
Bruder: "Ich werde dich töten." Darauf antwortete der andere:
"Gott nimmt Opfer nur von den Frommen an. |
|
28 |
Wenn du
deine Hand ausstreckst, um mich zu töten, werde ich meine nicht
ausstrecken, um dich zu töten, denn ich fürchte Gott, den Herrn
der Welten. |
|
29 |
Ich will,
dass du dir deine Schuld gegen mich und deine sonstige Schuld
auflädst, so dass du im Jenseits zu den Höllenbewohnern gehörst,
eine Vergeltung, die sich alle Ungerechten zuziehen." |
|
30 |
Er scheute
sich nicht, den TodesBeschluss zu fassen, und so erschlug er
seinen Bruder und reihte sich unter die schlimmsten Verlorenen
ein. |
|
31 |
Daraufhin
schickte Gott einen Raben, der in der Erde herumscharrte, um dem
Mörder zu zeigen, wie er die Leiche seines Bruders beerdigen
könne. Er sprach: "Wehe mir! Ich kann nicht einmal das tun, was
der Rabe tut, um die Leiche meines Bruders zu begraben." So
überkam ihn Reue. |
|
32 |
Deswegen
schrieben wir den Kindern Israels vor, dass jeder, der einen
Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder
Unheilstiftung auf Erden - gleichsam die ganze Menschheit tötet;
und wer einem, den der Tod bedroht, zum Leben verhilft, der hat
gleichsam der gesamten Menschheit zum Leben verholfen. Wir haben
ihnen unsere Gesandten mit den klaren Darlegungen geschickt, und
viele unter ihnen haben trotzdem Maßloses auf Erden begangen. |
|
33 |
Diejenigen,
die gegen Gott und Seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil
stiften, sollen wegen Mordes getötet, wegen Raubmordes
gekreuzigt werden. Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man
ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden, und wegen
Verbreitung von Panik soll man sie des Landes verweisen. Das ist
für sie eine schmachvolle Erniedrigung auf Erden, und im
Jenseits erwartet sie eine überaus qualvolle Strafe. |
|
34 |
Ausgenommen
sind diejenigen unter ihnen, die ihre Tat bereuen, bevor ihr
euch ihrer bemächtigt. Ihr sollt wissen, dass Gott unendlich
barmherzig und vergebend ist. |
|
35 |
|
|
36 |
Wenn die
Ungläubigen alle Reichtümer auf Erden und noch einmal so viel
aufbringen könnten, um sich damit freizukaufen von der
qualvollen Pein am Jüngsten Tag, wird das von ihnen nicht
angenommen. Auf sie wartet eine überaus qualvolle Strafe. |
|
37 |
Sie möchten
aus der Hölle herauskommen, doch sie kommen nie heraus, haben
sie sich doch eine andauernde qualvolle Strafe zugezogen. |
|
38 |
Dem Dieb und
der Diebin hackt die Hände ab als Vergeltung für ihre Tat und
als abschreckende Strafe Gottes! Gott ist mächtig und weise. |
|
39 |
Wenn einer
begangenes Unrecht bereut und sich bessert, nimmt Gott seine
Reue an und vergibt ihm, ist Gott doch voller Vergebung und
Barmherzigkeit. |
|
40 |
weißt du
nicht, dass Gott der Herr über Himmel und Erde ist und dass Er
bestraft, wen Er will und verzeiht, wem Er will? Unendlich ist
Gottes Allmacht. |
|
41 |
O Gesandter!
Sei nicht betrübt über die Ungläubigen, wie sie sich schnell im
Unglauben steigern; es sind Menschen, die nur mit den Lippen
sagen: "Wir glauben", während sie in Wirklichkeit nicht glauben.
Unter den Juden gibt es solche, die auf Lügen und auf andere
hören, die an deinen Unterweisungen nie teilnahmen. Sie
verdrehen die Wörter der Thora und entstellen den Sinn. Ihre
Priester sagen ihnen: "Wenn euch ein Urteil in diesem verdrehten
Sinn auferlegt wird, nehmt es bejahend entgegen! Wenn es anders
lautet, so seid auf der Hut und akzeptiert es nicht!" Wen Gott
in der Versuchung belassen will, weil er sich ihr verschrieben
hat, dem kannst du vor Gott nicht helfen. Es sind Menschen, die
sich der Wohlleitung verschlossen haben, und Gott will ihre
Herzen nicht läutern. Auf Erden fällt ihnen Schmach und Schande
zu, und im Jenseits erwartet sie eine gewaltige Pein. |
|
42 |
Sie hören
stets auf Lügen, sie verzehren unentwegt unrechtmäßig erworbenes
Gut. Wenn sie zu dir kommen und dich bitten, als Schiedsrichter
Urteile zu fällen, darfst du unter ihnen richten, wenn du willst
oder dich von ihnen abwenden. Solltest du dich dafür
entscheiden, dich von ihnen abzuwenden, würden sie dir nicht im
geringsten schaden können. Wenn du unter ihnen urteilst, musst du
wie immer der Gerechtigkeit entsprechen, denn Gott liebt die
Gerechten. |
|
43 |
Wie seltsam!
Warum lassen sie dich richten, obgleich sie die Thora haben, die
Gottes Rechtsbestimmungen enthält? Gefällt ihnen dein Urteil
nicht, wenden sie sich von dir ab. Das sind keine Gläubigen. |
|
44 |
Wir haben
die Thora hinabgesandt, die Rechtleitung und Licht beinhaltet.
Danach richteten sich in ihren Urteilen unter den Juden die
Propheten, die sich Gott hingegeben hatten, und die jüdischen
Rechtsgelehrten, die dem Weg der Propheten folgten und die die
Schrift Gottes zu wahren und ihre Wahrheit zu bezeugen hatten.
Fürchtet euch nicht vor den Menschen, Mich allein sollt ihr
fürchten! Meine offenbarten Rechtsbestimmungen dürft ihr um
keinen Preis umgehen. Diejenigen, die nicht nach der Offenbarung
Gottes richten, das sind gewiss die Ungläubigen. |
|
45 |
In der Thora
haben Wir den Juden vorgeschrieben: Seele um Seele, Auge um
Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn und Wunde um Wunde.
Wer auf sein Vergeltungsrecht verzichtet und dem Täter großzügig
verzeiht, sühnt damit manches begangene Vergehen. Diejenigen,
die nicht nach den von Gott offenbarten Rechtsbestimmungen
urteilen, das sind die Ungerechten. |
|
46 |
Auf ihre
Propheten ließen Wir Jesus Christus, Marias Sohn, folgen, der
die vor ihm offenbarte Thora bestätigte. Ihm gaben Wir das
Evangelium, das Rechtleitung und Licht enthält und die Wahrheit
der vorhandenen Thora bekräftigt, als Rechtleitung und
erbauliche Ermahnung für die Gottesfürchtigen. |
|
47 |
Denen, die
das Evangelium besitzen, befahlen Wir, nach den darin von Gott
herabgesandten Geboten und Verboten zu urteilen. Wer nicht nach
der von Gott herabgesandten Offenbarung urteilt, das sind die
?beltäter. |
|
48 |
Dir haben
Wir das Buch (den Quran) mit der Wahrheit geschickt. Es
bestätigt die davor offenbarten Schriften und bewahrt sie.
Richte unter den Schriftbesitzern nach der dir von Gott
herabgesandten Offenbarung und folge nicht ihren Launen, die
dich von der offenbarten Wahrheit abbringen würden! Jedem Volk
haben Wir einen Rechtsweg und eine Glaubensrichtung gewiesen.
Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einem einzigen Volk
gemacht. Er hat euch aber verschieden geschaffen, um euch zu
prüfen und zu erkennen, was ihr aus den euch offenbarten
verschiedenen Rechtswegen und Glaubensrichtungen macht.
Wetteifert miteinander, gute Werke zu vollbringen! Ihr werdet
alle am Jüngsten Tag zu Gott zurückkehren, und Er wird euch die
Wahrheit über eure Streitereien sagen. |
|
49 |
Du sollst
unter ihnen nach dem dir von Gott Offenbarten urteilen, ihren
Launen nicht folgen und auf der Hut vor ihnen sein, dass sie dich
nicht von etwas abbringen, was Gott dir offenbart hat. Wenn sie
sich von dir abwenden, so wisse, Gott will, dass sie in diesem
Leben unter einigen ihrer Vergehen leiden! Viele Menschen sind
Frevler und lehnen sich gegen die gerechten Urteile auf. |
|
50 |
Wollen sie
etwa die heidnischen ungerechten Rechtsbestimmungen? Gottes
Urteil ist fürwahr das beste; das erkennen nur die Menschen, die
von Gottes Gerechtigkeit (innerlich) überzeugt sind. |
|
51 |
O ihr
Gläubigen! Nehmt Juden und Christen nicht als Vertraute, denn
sie sind miteinander verbündet und sind euch gegenüber feindlich
eingestellt! Wer sie zu Vertrauten nimmt, stellt sich in ihre
Reihe. Gott leitet die Ungerechten, die Seine Gebote und Verbote
nicht einhalten, nicht zum rechten Weg. |
|
52 |
Du siehst
jedoch, wie die Heuchler, die seelisch krank sind, ihnen
zulaufen und sagen: "Wir fürchten, dass wir eine Niederlage
erleiden und dass wir keine Verbündeten haben, die uns beistehen.
" Vielleicht gewährt Gott euch den Sieg, die ?ffnung (Mekkas),
oder eine Entscheidung von Ihm, so dass sie bereuen, was sie im
Verborgenen dachten. |
|
53 |
Die
Gläubigen sagen verwundert: "Sind das wirklich jene, die hoch
und heilig bei Gott geschworen haben, zu euch zu stehen?" Ihre
Mühe ist sinn- und zwecklos, und sie sind unter den schlimmsten
Verlierern. |
|
54 |
O ihr
Gläubigen! Wer von seinem Glauben abkommt, schadet nur sich
selbst. Gott wird andere Menschen bringen, die Er liebt und die
Ihn lieben, die bescheiden gegenüber den Gläubigen, unverzagt
gegenüber den Ungläubigen sind, die für Gottes Sache kämpfen und
keine Rücksicht auf den Tadel nehmen, der ihnen gemacht werden
könnte. Das ist Gottes Gnade, die Er gewährt, wem Er will.
Gottes Gnade und Wissen sind unendlich. |
|
55 |
Eure wahren
Verbündeten sind Gott, Sein Gesandter und die Gläubigen; jene,
die das Gebet verrichten, die Zakat-Abgaben entrichten und Gott
ergeben sind. |
|
56 |
Wer sich
Gott, den Gesandten und die Gläubigen zu Vertrauten nimmt,
gehört zu den Anhängern der Partei Gottes, denen der Sieg gewiss
beschieden ist. |
|
57 |
O ihr
Gläubigen! Diejenigen unter den Schriftbesitzern und den
Ungläubigen, die sich über eure Religion lustig machen und
abfällig darüber reden, dürft ihr nicht zu Vertrauten nehmen.
Fürchtet Gott und haltet seine Vorschriften ein, wenn ihr
wirklich glaubt! |
|
58 |
Wenn ihr zum
Gebet aufruft, machen sie sich darüber lustig, weil sie Menschen
sind, die sich des Verstandes nicht bedienen können. |
|
59 |
Sprich: "Ihr
Schriftbesitzer! Grollt ihr uns etwa, weil wir an Gott, die uns
herabgesandte Offenbarung und die zuvor herabgesandten
Offenbarungen glauben und weil die meisten von euch Frevler
sind?" |
|
60 |
Sprich:
"Soll ich euch sagen, wer sich die schlimmste Strafe Gottes
zuzieht? Das sind die Menschen aus euren Reihen, die Gott
verflucht hat und auf die Er zornig ist, deren Herzen Er so
verschloß, dass sie Affen und Schweinen ähneln und dem Teufel
dienen. Diese sind auf der tiefsten Stufe, sind sie doch am
weitesten vom geraden Weg abgeirrt." |
|
61 |
Wenn diese Heuchler zu euch kommen
und sagen: "Wir glauben", so treten sie ungläubig ein und
ungläubig aus. Gott weiß, was sie verbergen. |
|
62 |
Du siehst,
dass sich viele unter ihnen ereifern, Vergehen und ?bertretungen
zu begehen und unrechtmäßiges Gut zu verzehren. So begehen sie
die schlimmsten Taten. |
|
63 |
Ihre
Geistlichen und Schriftgelehrten hätten ihnen verbieten müssen,
Lügen zu verbreiten und unrechtmäßig erworbenes Gut zu
verzehren. So begehen sie die schlimmsten Taten. |
|
64 |
Die Juden
sagen: "Gottes Hand ist (vor lauter Geiz) wie gefesselt. " Mögen
ihre Hände gefesselt werden! Verdammt seien sie wegen dieses
unerhörten Wortes! Gottes Hände sind großzügig offen; Er
spendet, wie Er will. Die dir von deinem Herrn herabgesandte
Offenbarung löst bei vielen von ihnen Hass aus und führt sie zu
mehr Zügellosigkeit und Unglauben. Wegen ihrer schlimmen Taten
haben Wir Feindseligkeit und Hass bis zum Jüngsten Tag unter
ihnen gesät. Sooft sie Feuer zum Krieg gegen den Gesandten und
die Gläubigen entfachen, löscht es Gott. Sie sind eifrig dabei,
Unheil auf Erden zu stiften. Gott liebt nicht diejenigen, die
Unheil stiften. |
|
65 |
Wenn die
Schriftbesitzer wirklich glauben würden und gottesfürchtig
wären, hätten Wir ihnen ihre Sünden verziehen und sie in die
paradiesischen Gärten geführt. |
|
66 |
Hätten sie
die Thora, das Evangelium und was ihnen von ihrem Herrn
herabgesandt wurde (den Quran), walten lassen, hätten sie viel
Gewinn aus allen Richtungen, von oben wie von unten, erzielt.
Einige von ihnen sind gerecht und vernünftig, aber viele sind
schlimme Missetäter. |
|
67 |
O Gesandter!
Verkünde alles, was dir von deinem Herrn offenbart worden ist.
Wenn du das nicht tust, dann hast du Seine Botschaft nicht
übermittelt. Gott schützt dich vor den Menschen; wahrlich Gott
zeigt den Ungläubigen nicht den rechten Weg. |
|
68 |
Sprich: "Ihr
Schriftbesitzer! Solange ihr die Thora, das Evangelium und was
danach von eurem Herrn offenbart wurde, nicht befolgt, habt ihr
keine Religion. Die dir von deinem Herrn herabgesandte
Offenbarung löst bei vielen von ihnen Hass aus und bringt sie zu
mehr Zügellosigkeit und Unglauben. Trauere den Ungläubigen nicht
nach!" |
|
69 |
Die
Gläubigen, die Juden, die Gottgläubigen - Sabäer - und die
Christen, sofern sie wirklich an Gott und den Jüngsten Tag
glauben und gute Werke vollbringen, haben im Jenseits keine
Strafe zu befürchten, und sie sollen nicht traurig sein. |
|
70 |
Wir haben
die Verpflichtung der Kinder Israels entgegengenommen, die von
Uns offenbarten Vorschriften einzuhalten und ihnen Gesandte
geschickt. Wenn immer Gesandte zu ihnen mit etwas kamen, was
ihnen Missfiel, bezichtigten sie einige der Lüge und töteten
andere. |
|
71 |
Da sie
glaubten, dass sie keiner Prüfung ausgesetzt würden, verhielten
sie sich wie Blinde und Stumme der Wahrheit gegenüber. Sie
wurden aber geprüft, bereuten ihre Taten, und Gott verzieh
ihnen. Dann aber verhielten sich viele von ihnen wieder wie
Blinde und Stumme. Gott sieht alles, was sie tun. |
|
72 |
Ungläubig
sind diejenigen, die sagen, Gott sei Jesus Christus, Marias
Sohn. Was Jesus Christus sagte, war aber: "O Ihr Kinder Israels,
dient Gott, meinem und eurem Herrn! Wer Gott andere Gottheiten
beigesellt, dem hat Gott das Paradies verboten, und Er führt ihn
in die Hölle, die ihm als Heimstätte dient. Die Ungerechten
finden keinen, der ihnen heraushilft." |
|
73 |
Ungläubig
sind diejenigen, die sagen, Gott sei die dritte von drei
Gottheiten. Es gibt nur einen einzigen Gott. Wenn sie nicht
aufhören, diese Behauptungen zu vertreten, werden die
Ungläubigen unter ihnen eine qualvolle Strafe erleiden. |
|
74 |
Sie sollten
doch reuevoll zu Gott zurückfinden und Ihn um Vergebung bitten.
Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit. |
|
75 |
Jesus
Christus ist weiter nichts als ein Gesandter, dem andere
Gesandte vorausgegangen sind. Seine Mutter hat sich der Wahrheit
verschrieben. Sie beide waren Menschen, die wie alle anderen
Nahrung zum Leben zu sich nahmen. Sieh, wie Wir ihnen die
Beweise klar darlegen und sieh, wie sie von der Wahrheit
abgebracht werden! |
|
76 |
Sage ihnen:
"Dient ihr anstelle Gottes einem, der euch weder schaden noch
nützen kann? Gott allein hört alles und weiß alles." |
|
77 |
Sage: "Ihr
Schriftbesitzer! ?berschreitet nicht die Grenzen der Wahrheit in
eurer Religion zu falschen Behauptungen! Folgt nicht den Launen
von Menschen, die sich verirrt und viele irregeführt haben und
vom rechten Weg abgekommen sind!" |
|
78 |
Die
Ungläubigen unter den Kindern Israels wurden von David und Jesus
Christus, Marias Sohn, verdammt, weil sie ungehorsam waren und
die Vorschriften Gottes übertraten. |
|
79 |
Sie hielten
einander nicht von Missetaten ab. Wie übel handelten sie! |
|
80 |
Du siehst,
wie viele von ihnen auf die Ungläubigen vertrauen. Welch
schlimmes Verhalten! Dafür haben sie sich Gottes Zorn zugezogen,
und in der Qual der Hölle werden sie ewig bleiben. |
|
81 |
Wenn sie an
Gott, den Propheten und die ihm herabgesandte Offenbarung
geglaubt hätten, hätten sie sie nicht zu Vertrauten genommen.
Aber die meisten von ihnen sind ?beltäter. |
|
82 |
Du wirst
gewiss feststellen, dass die schlimmsten Feinde der Gläubigen die
Juden und die Anhänger der Vielgötterei sind und dass die den
Gläubigen am freundlichsten Gesinnten die Christen sind. Das
liegt daran, dass es unter ihnen Priester und Mönche gibt und
dass
sie bescheiden sind. |
|
83 |
Wenn sie die
Offenbarung hören, die dem Gesandten herabgesandt wurde, füllen
sich ihre Augen mit Tränen, weil sie die Wahrheit erkennen. Sie
sagen: "Herr! Wir glauben daran. Reihe uns unter seine Anhänger
ein, die die Wahrheit bezeugen! |
|
84 |
Warum
sollten wir auch nicht an Gott und die uns bekannt gewordene
Wahrheit glauben und innig hoffen, dass unser Herr uns mit den
rechtschaffenen Menschen ins Paradies führt?" |
|
85 |
Gott hat sie
bereits für ihr Bekenntnis mit Paradiesgärten belohnt, unterhalb
derer Flüsse fließen. Dort werden sie ewig bleiben. Das ist der
Lohn aller, die Gutes tun. |
|
86 |
Die
Ungläubigen, die Unsere klaren offenbarten Zeichen leugnen, sind
gewiss die Bewohner der Hölle. |
|
87 |
O ihr
Gläubigen! Verbietet nicht die guten Dinge, die Gott euch
erlaubt hat, und übertretet nicht Seine Vorschriften, denn Gott
liebt diejenigen nicht, die Seine Gebote übertreten! |
|
88 |
Eßt von den
erlaubten und guten Dingen, die Gott euch beschert und fürchtet
Gott, an Den ihr innig glaubt! |
|
89 |
Gott belangt
euch nicht wegen der nicht ernst gemeinten Schwüre, sondern
wegen Nichteinhaltung von abgelegten Eiden. Wer einen Eid nicht
einhält, muss das sühnen, indem er zehn Arme einen Tag mit den
durchschnittlichen Speisen des Hauses beköstigt, oder sie
einkleidet oder einen Leibeigenen befreit. Ist ihm das nicht
möglich, so muss er drei Tage fasten. Das ist die Sühne für nicht
eingehaltene Eide. Eide müssen gewahrt werden. Gott erläutert
Seine Zeichen, damit ihr sie versteht und Ihm dafür dankt. |
|
90 |
O ihr
Gläubigen! Wein, Glücksspiele, Opfergaben auf heidnischen
Opfersteinen und Lospfeile, all das ist des Teufels Werk. Ihr
sollt es meiden, damit ihr wahren Erfolg erzielt. |
|
91 |
Der Teufel
will unter euch Feindschaft und Hass durch Wein und Glücksspiele
säen und euch davon abhalten, an Gott zu denken und das Gebet zu
verrichten. Hört ihr nun auf damit? |
|
92 |
Gehorcht
Gott und gehorcht Seinem Gesandten, der euch Gottes Offenbarung
verkündet, und nehmt euch in acht (vor den Strafen, die sich die
Frevler zuziehen)! Wenn ihr euch abwendet, müsst ihr wissen, dass
ihr nur euch selbst schadet, hat Unser Gesandter doch nur die
Aufgabe, euch Unsere Rechtsbestimmungen klar zu verkünden. |
|
93 |
Die
Gläubigen, die gute Werke vollbringen, brauchen sich keine
Sorgen zu machen wegen der Speisen, die sie zu sich nehmen,
solange sie Gott fürchten, auf dem Glauben bestehen und gute
Werke tun, wahrhaftig bei der Frömmigkeit bleiben und auf dem
Glauben beharren und weiter bei der Frömmigkeit bleiben und gute
Werke vollbringen, denn Gott liebt die Rechtschaffenen, die gute
Taten verrichten. |
|
94 |
O ihr
Gläubigen! Gott wird euch während der Pilgerfahrt mit dem Verbot
einiger Jagdtiere und Vögel prüfen, die ihr leicht mit der Hand
oder mit der Lanze erjagen könntet. Gott will erkennen, wer Ihn
im Verborgenen fürchtet und das Verbot einhält. Wer eine
?bertretung begeht, zieht sich eine qualvolle Strafe zu. |
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95 |
O ihr
Gläubigen! Tötet kein Wild, wenn ihr im Weihezustand (bei der
Hadsch- und Umra-Pilgerfahrt) seid! Wer vorsätzlich Wild tötet,
muss eine gleichwertige Buße an Tieren - Kamele, Kühe oder Schafe
-, die zwei Sachkundige von Euch bestimmen, als Geschenk für die
Armen der Kaaba leisten. Oder er muss dem Wert entsprechend Essen
für Bedürftige spenden oder entsprechend fasten. Dadurch soll er
die schlimmen Folgen seiner Tat wahrnehmen. Gott verzeiht, was
früher geschehen ist. Wer aber die ?bertretung wiederholt, den
zieht Gott zur Rechenschaft. Gott ist allmächtig und übt
Vergeltung. |
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96 |
Euch ist
erlaubt, alle Wasserlebewesen zu fangen, zu essen und zu
genießen, ob ihr an eurem Wohnort oder auf Reisen seid. Euch ist
verboten, Wildbret zu jagen und zu essen, wenn ihr im
Weihezustand seid (bei der Hadsch- oder Umra-Pilgerfahrt).
Fürchtet Gott, Der euch alle versammeln wird am Jüngsten Tag! |
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97 |
Gott hat die
Kaaba, das heilige Gotteshaus, (zur erhabenen Gebets- und
Pilgerstätte) für die Menschen bestimmt. Auch den heiligen
Pilgermonat, die für die Armen der Kaaba gedachten Opfertiere
und die zur Kennzeichnung der Tiere gebrauchten Gehänge hat Gott
bestimmt. Ihr sollt erkennen, dass Gott alles im Himmel und auf
Erden weiß und dass Sein Wissen alles umfasst. |
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98 |
Ihr sollt
wissen, dass Gott schwer bestraft und dass Seine Barmherzigkeit
und Vergebung unendlich sind. |
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99 |
Der Gesandte
hat nur die ihm offenbarte Botschaft zu verkünden. Gott weiß,
was ihr äußert und was ihr geheimhaltet. |
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100 |
Sprich: "Das
Böse und das Gute sind nicht gleich, auch wenn einem die Menge
des Bösen imponiert." Ihr vernünftigen Menschen, fürchtet Gott,
auf dass ihr Erfolg erzielen möget! |
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101 |
O ihr
Gläubigen! Fragt nicht nach Dingen, die Gott verborgen hält,
weil sie für euch unangenehm sind! Wenn ihr gerade dann fragt,
wenn der Quran herabgesandt wird, werden sie genannt. Gott hat
euch bereits vergeben, ist Er doch voller Vergebung und Langmut. |
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102 |
Es haben
nach solchen schwerwiegenden Dingen vor euch - zur Zeit anderer
Gesandter - Menschen gefragt, und als Gott sie ihnen kundgab,
verleugneten sie sie. |
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103 |
Gott hat
keine Bahîra (Kamelstute, deren Ohr, wenn der fünfte Wurf
männlich ist, geschlitzt wird und die nicht arbeiten oder
geschlachtet werden durfte), keine Sâiba (Kamelstute, die auf
Gelübde hin wie die Bahîra behandelt wurde), keine Wasîla
(Mutterschaf, das verschiedene Zwillinge warf; das männliche
Tier davon wurde nicht den Götzen geopfert) und keinen Hâmi
(Kamel, von dem zehn Würfe stammen und deswegen nicht arbeiten
und geritten werden durfte) bestimmt, sondern die Ungläubigen
sind es, die Gott ihre Lügen zugeschrieben haben. Die meisten
von ihnen bedienen sich ihres Verstandes nicht. |
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104 |
Wenn ihnen
gesagt wird: "Kommt, hört auf die Offenbarung, die Gott
herabgesandt hat, und hört auf die Ermahnung des Gesandten!"
sagen sie: "Wir begnügen uns mit dem, woran unsere Väter
geglaubt haben." Wie können sie so etwas äußern, da ihre Väter
um die Wahrheit nicht wussten und den rechten Weg nicht kannten? |
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105 |
O ihr
Gläubigen! Kümmert euch um euch selbst! Euch schadet kein
Verirrter, wenn ihr wohlgeleitet seid. Am Jüngsten Tag kehrt ihr
alle zu Gott zurück, Der euch über eure Taten berichtet und
Gericht hält. |
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106 |
O ihr
Gläubigen! Wenn einer von euch den Tod nahen fühlt, und er
möchte ein Vermächtnis hinterlassen, so müssen zwei gerechte
Zeugen aus der Verwandtschaft oder zwei Fremde es bezeugen, wenn
ihr auf Reisen seid und ihr das Gefühl habt, der Tod wird euch
ereilen. Haltet diese beiden Zeugen nach dem gemeinsamen Gebet
auf und lasst sie - wenn ihr Zweifel hegt - vor Gott einen Eid
ablegen: "Wir wollen keinen Gewinn erzielen, auch wenn es sich
um einen Verwandten handeln sollte, und wir verbergen das
Zeugnis Gott gegenüber nicht, sonst wären wir Sünder." |
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107 |
Stellt sich
hinterher heraus, dass sie doch Falsches aussagten, müssen sie
durch zwei andere Zeugen ersetzt werden aus einem anderen Kreis
als dem der ersten. Diese sollen einen Eid ablegen: "Unsere
Aussagen sind wahrer als ihre. Wir umgehen die Wahrheit gewiss
nicht, sonst wären wir Ungerechte." |
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108 |
Auf diese
Weise werden sie das Zeugnis rechtmäßig ablegen, oder sie werden
fürchten, dass andere unter Eid abgelegte Zeugnisse gegen sie
verkündet werden. Fürchtet Gott und hört auf Ihn! Gott leitet
nicht die Menschen, die Seine Gebote und Verbote übertreten. |
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109 |
Denkt an den
Tag, den Jüngsten Tag, an dem Gott Seine Gesandten zusammenholt
und sie fragen wird: "Welche Antworten habt ihr von euren
Völkern bekommen?" Sie werden sagen: "Wir wissen nicht, was sich
nach uns ereignete. Du allein kennst alles Verborgene." |
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110 |
Einst sprach
Gott zu Jesus, Marias Sohn: "Gedenke der Gunst, die Ich dir und
deiner Mutter erwiesen habe, dass Ich dich durch den Heiligen
Geist unterstützt habe, dass du in der Wiege zu den Menschen
sprachst und im Mannesalter; dass Ich dich die Schrift, die
Weisheit, die Thora und das Evangelium gelehrt habe; dass du aus
Lehm Vogelfiguren mit Meiner Erlaubnis schufst und ihnen Leben
einhauchtest; so wurden sie Vögel mit Meiner Erlaubnis; du hast
mit Meiner Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen geheilt;
und die Toten ins Leben gerufen mit Meiner Erlaubnis; denke
daran, wie Ich die Kinder Israels davon abhielt, dich zu töten;
du hast ihnen die leuchtenden Zeichen gebracht; da sagten die
Ungläubigen unter ihnen: Das ist eindeutig Zauberei. |
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111 |
Den Jüngern
habe Ich eingegeben: Glaubt an Mich und an Meinen Gesandten!
Sie sprachen: Wir glauben! Sei Zeuge, dass wir Dir ergeben
sind! " |
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112 |
Einmal
sprachen die Jünger: "Jesus, Sohn Marias! Kann dein Herr uns
einen Tisch vom Himmel herabsenden? " Er sagte: "Fürchtet Gott,
wenn ihr wirklich an Ihn glaubt!" |
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113 |
Sie
sprachen: "Wir wollen davon essen, damit unsere Herzen sicherer
Glaube erfüllt und wir erkennen, dass du uns die Wahrheit
ausgerichtet hast, und wir werden dieses Wunder Gottes
bezeugen." |
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114 |
Jesus,
Marias Sohn, sagte: "Gott, unser Herr! Sende uns einen Tisch vom
Himmel herab, dass es ein Festtag für uns alle sei, für den
ersten wie für den letzten, ein Wunder von Dir, und ernähre uns,
bist Du doch der beste Ernährer!" |
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115 |
Gott sprach:
"Ich sende ihn euch hinab. Wer dann aber ungläubig wird, den
werde Ich so qualvoll bestrafen wie sonst keinen." |
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116 |
Gott wird am
Jüngsten Tag sagen: "Jesus, Marias Sohn, hast du den Menschen
gesagt, dass sie dich und deine Mutter als zwei Gottheiten außer
Gott, Allah, nehmen sollen?" Er wird antworten: "Gepriesen seist
Du! Es ziemt sich nicht, dass ich etwas sage, was ich nicht sagen
darf. Hätte ich es gesagt, hättest Du es erfahren. Du weißt, was
in mir ist, aber ich weiß nicht, was in Dir ist. Du bist der
Allwissende, Der um alles Verborgene weiß. |
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117 |
Ich habe
ihnen nur das ausgerichtet, was Du mir befohlen hast: Dienet
Gott, Allah, meinem und eurem Herrn! Ich war ihr Zeuge, solange
ich unter ihnen weilte. Als Du mein Leben beendetest, warst Du
der Wächter über sie. Du bist doch der allerhöchste Zeuge, Dem
nichts entgeht. |
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118 |
Bestrafst Du
sie, sind sie Deine Diener, verzeihst Du ihnen, so sind Deine
Macht und Deine Weisheit unermesslich. " |
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119 |
Gott wird
gewiss sagen: "Dies ist der Tag, an dem die Anhänger der Wahrheit
von ihrer Wahrhaftigkeit Nutzen ziehen werden. " Für sie gibt es
Paradiesgärten, unterhalb derer Flüsse fließen. Dort werden sie
ewig bleiben. Gott ist wohl zufrieden mit ihnen, und sie sind
zufrieden mit Gott. Das ist der größte Erfolg. |
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120 |
Gott allein
gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles,
was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er ist der Allmächtige,
Dessen Macht alles umfasst. |