Hauptseite Quran Quranübersetzung (Azhar) 5- Der Tisch (al-Ma’ida)
   

 

5- Der Tisch (al-Ma’ida)

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

1 O ihr Gläubigen! Haltet alle Verpflichtungen voll und ganz ein! Es ist euch erlaubt, das Herdenvieh (Kamele, Kühe und Schafe) zum Essen zu schlachten. Im Weihezustand bei der Pilgerfahrt (im Bereich des Heiligen Hauses) dürft ihr jedoch nicht jagen. Gott bestimmt, was Er will, weiß Er doch, was für euch das Beste ist.
2 O ihr Gläubigen! Missachtet nicht Gottes Kultzeichen und den Heiligen Monat, in dem kein Krieg geführt werden darf, den Brauch, bei der Pilgerfahrt Tiere zu verschenken und den Brauch, diese Tiere mit Halsgehängen zu kennzeichnen! Ihr dürft niemanden davon abhalten, sich zum Heiligen Haus zu begeben, um durch Handel Gewinn zu erzielen und durch Andacht Gott zu gefallen. Wenn ihr den Weihezustand beendet habt (und aus dem Bereich des Heiligen Hauses heraus seid), dürft ihr jagen. Ihr dürft euch nicht aus Hass gegenüber den Leuten, die euch einst von der Heiligen Moschee zurückgewiesen haben, dazu verleiten lassen, Übertretungen zu begehen. Helft einander, gute Taten zu vollbringen und Frömmigkeit zu erlangen, nicht jedoch Sünden und Übertretungen zu begehen! Fürchtet Gott, denn Seine Strafe ist überaus schwer!
3 Verboten ist euch folgendes: Verendetes, Blut, Schweinefleisch, in einem anderen Namen als dem Gottes Geschlachtetes, Ersticktes, zu Tode Geschlagenes, zu Tode Gestürztes, zu Tode Gestoßenes, das durch ein wildes Tier Getötete; ausgenommen sind Tiere, die ihr noch lebend erreicht und schlachten könnt. Verboten ist euch auch das auf heidnischen Steinen Geschlachtete. Verboten ist euch, durch Lospfeile zu losen, was Frevel ist. Heute haben die Ungläubigen jegliche Hoffnung aufgegeben, eurer Religion Schaden zuzufügen, so fürchtet sie nicht! Mich allein sollt ihr fürchten. Heute habe Ich eure Religion vervollständigt, Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam als eure Religion vermittelt. Wer sich vor Hunger gezwungen findet, etwas Verbotenes zu essen, ohne vorsätzlich eine Sünde zu beabsichtigen, dem wird Gott verzeihen, ist Er doch voller Vergebung und Barmherzigkeit.
4 Die Gläubigen fragen dich, was ihnen erlaubt sei. Sag ihnen: "Euch ist alles erlaubt, was für den Menschen gut ist. Ihr dürft das Wildbret essen, das die abgerichteten Jagdtiere und -vögel, die ihr durch das euch von Gott gewährte Wissen Fertigkeiten lehrt, euch bringen. Eßt, was sie für euch auf der Jagd fangen, und sprecht dabei den Namen Gottes aus! Haltet Gottes Bestimmungen ein, seid fromm und wisst, dass Gottes Vergeltung nicht auf sich warten lässt!
5 Heute sind euch die guten Dinge erlaubt. Das Essen der Schriftbesitzer ist euch erlaubt, wie euer Essen ihnen erlaubt ist. Ihr dürft freie, ehrbare muslimische Frauen und freie ehrbare Frauen aus den Gemeinden der Schriftbesitzer heiraten, wenn ihr ihnen die ihnen zustehende Morgengabe entrichtet mit der Absicht, eine Ehe zu schließen und nicht uneheliche Verhältnisse zu unterhalten oder Konkubinen zu nehmen. Wer den rechten Glauben verleugnet, dem nützen gute Taten nichts, und am Jüngsten Tag gehört er zu den Verlierern.
6 Ihr Gläubigen! Wenn ihr beabsichtigt, das Gebet zu verrichten, wascht euch das Gesicht, die Hände und die Arme bis zu den Ellbogen und die Füße bis zu den Knöcheln, und streicht euch über den Kopf! Wenn ihr rituell unrein seid, müsst ihr den ganzen Körper waschen. Solltet ihr krank oder auf Reisen sein und kein Wasser finden, um euch nach Verrichtung der Notdurft oder nach dem Geschlechtsverkehr zu waschen, dann sucht reinen Sand oder Staub und streicht euch trocken über Hände und Gesicht! Gott will euch nichts Schwieriges auferlegen, sondern Er will euch läutern und Seine Gunst an euch vollenden, auf dass ihr dankbar seid.
7 Gedenkt der Gunst, die Gott euch erwiesen und der Verpflichtung, die Er euch auferlegt hat, als ihr sagtet: "Wir haben gehört und wir gehorchen" und fürchtet Gott, Der alles weiß, was die Menschen verbergen!
8 O ihr Gläubigen! Haltet Gottes Rechtsbestimmungen ein und seid bei euren Aussagen gerecht! Euer Hass gegen einige Menschen soll euch nicht dazu verleiten, ungerecht zu sein. Seid gerecht, so kommt ihr der Frömmigkeit am nächsten! Fürchtet Gott! Gott weiß genau, was ihr tut.
9 Gott hat denjenigen, die innig glauben und gute Taten vollbringen, Vergebung und überaus hohen Lohn versprochen.
10 Diejenigen, die Gott leugnen und Seinen offenkundigen Zeichen nicht glauben, werden ewig Bewohner der Hölle sein.
11 O ihr Gläubigen! Gedenkt der Gunst, die Gott euch erwiesen hat, als sich eine Schar von Ungläubigen eurer beinahe bemächtigt hätte! Da hat Er sie abgehalten. Fürchtet Gott! Auf Gott allein haben sich die Gläubigen zu verlassen.
12 Gott hat einst die Verpflichtung der Kinder Israels entgegengenommen und unter ihnen zwölf Oberhäupter berufen. Gott sprach: "Ich bin mit euch. Wenn ihr das Gebet verrichtet, die Pflichtabgaben entrichtet, an alle Gesandten glaubt, ihnen beisteht für Gottes Sache und Spenden gebt, werde Ich euch gewiss eure Sünden verzeihen und euch in Paradiesgärten führen, unterhalb derer Flüsse fließen. Wer dann ungläubig wird, der hat gewiss den geraden Weg verfehlt."
13 Weil sie ihre Verpflichtung brachen, haben Wir sie verdammt. Ihre Herzen sind hart geworden. Sie verdrehten bewusst Gottes Worte in der Schrift, und sie vergaßen einen Teil der offenbarten Gebote und Verbote. Du wirst immer wieder von ihrer Seite Betrug und Verrat erleben. Nur wenige von ihnen sind ausgenommen. Vergib ihnen und sei nachsichtig! So tust du ein gutes Werk; Gott liebt diejenigen, die Gutes tun.
14 Von denen, die sagten: "Wir sind Christen", nahmen Wir die Verpflichtung entgegen, wirklich zu glauben. Sie vernachläßigten einen Teil der an sie gerichteten Ermahnung. Deswegen ließen Wir zur Strafe Feindseligkeit und Hass unter ihnen aufkommen bis zum Jüngsten Tag. Am Jüngsten Tag wird Gott ihnen die üblen Taten, die sie begangen haben, vorhalten und sie zur Rechenschaft ziehen.
15 O ihr Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter gekommen, um euch viel von dem, was ihr verborgen gehalten habt, zu erläutern, und vieles wird er übergehen. Zu euch ist von Gott ein Licht und ein klares Buch gekommen.
16 Mit diesem Buch (dem Quran) leitet Gott diejenigen auf die Wege des Heils, die sich um Sein Wohlgefallen bemühen. Er führt sie mit Seiner Ermächtigung aus der Finsternis ans Licht und bringt sie auf den geraden Weg.
17 Dem Unglauben haben sich diejenigen verschrieben, die behaupten, Gott sei Jesus Christus, Marias Sohn. Sprich: "Wer könnte gegen Gott etwas unternehmen, wenn Er beschlossen hätte, Jesus Christus, Marias Sohn, seine Mutter und die gesamten Erdenbewohner zu vernichten?" Gott ist der Herr über Himmel und Erde und über alles, was dazwischen liegt. Er schafft, was Er will, und Seine Macht ist absolut uneingeschränkt.
18 Die Juden und die Christen sagen: "Wir sind Gottes Söhne und Lieblinge." Sprich: "Wenn es so ist, warum bestraft Er euch dann für eure Sünden? Ihr seid Menschen wie die anderen, die Er erschuf. Er vergibt, wem Er will, und Er bestraft, wen Er will. Gott ist der Herr über Himmel und Erde und über alles, was dazwischen liegt. Bei Ihm endet jeder Lebensweg.
19 O ihr Schriftbesitzer! Zu euch ist Unser Gesandter gekommen, um euch nach einer Zeit, in der es keine Gesandten gab, über den wahren Glauben aufzuklären, damit ihr nicht sagt: "Zu uns ist kein Verkünder von frohen Botschaften und kein Warner gekommen. " Zu euch ist nun fürwahr ein Verkünder von Freudenbotschaften und ein Warner gekommen. Gott kann alles, ist Seine Macht doch absolut uneingeschränkt.
20 Einst sprach Moses zu seinem Volk: "O mein Volk! Gedenkt der Gunst, die Gott euch dadurch erwies, dass Er aus euren Reihen Propheten bestimmte, dass Er euch königliche Souveränität verlieh und euch so viele Gaben schenkte, wie keinem in der Welt zuvor!
21 O mein Volk! Tretet in das heilige Land ein, wie Gott es euch vorgeschrieben hat, und wendet euch nicht ab, sonst werdet ihr die Verlierer sein!"
22 Sie sagten: "Moses! Dort sind sehr mächtige Menschen. Wir werden nicht eher dorthin gehen, bis sie herausgekommen sind. Verlassen sie es nicht, so betreten wir es nicht."
23 Zwei Männer der frommen Schar, denen Gott besondere Gunst erwiesen hatte, sagten: "Tretet durch das Tor ein! Wenn ihr eingetreten seid, werdet ihr siegreich sein. Verlasst euch auf Gott, wenn ihr wirklich gläubig seid!"
24 Sie sagten: "Moses! Wir treten niemals ein, solange sie dort sind. Gehe du mit deinem Herrn und kämpft gegen sie! Wir bleiben hier sitzen!"
25 Er rief: "Herr! Ich kann nur für meinen Bruder (Aaron) und für mich sprechen. Dein Urteil möge uns beide von dem frevelhaften Volk trennen und uns nicht belangen."
26 Gott sprach: "Dieses Land sei ihnen vierzig Jahre lang verwehrt. Sie sollen auf Erden umherirren. Sei nicht betrübt über diese Frevler!"
27 Trage ihnen die wahre Geschichte der beiden Söhne Adams (Kain und Abel) vor, wie sie Gott Opfer darboten! Das Opfer des einen wurde angenommen, das des anderen nicht. Da sagte letzterer zu seinem Bruder: "Ich werde dich töten." Darauf antwortete der andere: "Gott nimmt Opfer nur von den Frommen an.
28 Wenn du deine Hand ausstreckst, um mich zu töten, werde ich meine nicht ausstrecken, um dich zu töten, denn ich fürchte Gott, den Herrn der Welten.
29 Ich will, dass du dir deine Schuld gegen mich und deine sonstige Schuld auflädst, so dass du im Jenseits zu den Höllenbewohnern gehörst, eine Vergeltung, die sich alle Ungerechten zuziehen."
30 Er scheute sich nicht, den TodesBeschluss zu fassen, und so erschlug er seinen Bruder und reihte sich unter die schlimmsten Verlorenen ein.
31 Daraufhin schickte Gott einen Raben, der in der Erde herumscharrte, um dem Mörder zu zeigen, wie er die Leiche seines Bruders beerdigen könne. Er sprach: "Wehe mir! Ich kann nicht einmal das tun, was der Rabe tut, um die Leiche meines Bruders zu begraben." So überkam ihn Reue.
32 Deswegen schrieben wir den Kindern Israels vor, dass jeder, der einen Menschen tötet - es sei denn als Vergeltung für Mord oder Unheilstiftung auf Erden - gleichsam die ganze Menschheit tötet; und wer einem, den der Tod bedroht, zum Leben verhilft, der hat gleichsam der gesamten Menschheit zum Leben verholfen. Wir haben ihnen unsere Gesandten mit den klaren Darlegungen geschickt, und viele unter ihnen haben trotzdem Maßloses auf Erden begangen.
33 Diejenigen, die gegen Gott und Seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil stiften, sollen wegen Mordes getötet, wegen Raubmordes gekreuzigt werden. Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden, und wegen Verbreitung von Panik soll man sie des Landes verweisen. Das ist für sie eine schmachvolle Erniedrigung auf Erden, und im Jenseits erwartet sie eine überaus qualvolle Strafe.
34 Ausgenommen sind diejenigen unter ihnen, die ihre Tat bereuen, bevor ihr euch ihrer bemächtigt. Ihr sollt wissen, dass Gott unendlich barmherzig und vergebend ist.
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36 Wenn die Ungläubigen alle Reichtümer auf Erden und noch einmal so viel aufbringen könnten, um sich damit freizukaufen von der qualvollen Pein am Jüngsten Tag, wird das von ihnen nicht angenommen. Auf sie wartet eine überaus qualvolle Strafe.
37 Sie möchten aus der Hölle herauskommen, doch sie kommen nie heraus, haben sie sich doch eine andauernde qualvolle Strafe zugezogen.
38 Dem Dieb und der Diebin hackt die Hände ab als Vergeltung für ihre Tat und als abschreckende Strafe Gottes! Gott ist mächtig und weise.
39 Wenn einer begangenes Unrecht bereut und sich bessert, nimmt Gott seine Reue an und vergibt ihm, ist Gott doch voller Vergebung und Barmherzigkeit.
40 weißt du nicht, dass Gott der Herr über Himmel und Erde ist und dass Er bestraft, wen Er will und verzeiht, wem Er will? Unendlich ist Gottes Allmacht.
41 O Gesandter! Sei nicht betrübt über die Ungläubigen, wie sie sich schnell im Unglauben steigern; es sind Menschen, die nur mit den Lippen sagen: "Wir glauben", während sie in Wirklichkeit nicht glauben. Unter den Juden gibt es solche, die auf Lügen und auf andere hören, die an deinen Unterweisungen nie teilnahmen. Sie verdrehen die Wörter der Thora und entstellen den Sinn. Ihre Priester sagen ihnen: "Wenn euch ein Urteil in diesem verdrehten Sinn auferlegt wird, nehmt es bejahend entgegen! Wenn es anders lautet, so seid auf der Hut und akzeptiert es nicht!" Wen Gott in der Versuchung belassen will, weil er sich ihr verschrieben hat, dem kannst du vor Gott nicht helfen. Es sind Menschen, die sich der Wohlleitung verschlossen haben, und Gott will ihre Herzen nicht läutern. Auf Erden fällt ihnen Schmach und Schande zu, und im Jenseits erwartet sie eine gewaltige Pein.
42 Sie hören stets auf Lügen, sie verzehren unentwegt unrechtmäßig erworbenes Gut. Wenn sie zu dir kommen und dich bitten, als Schiedsrichter Urteile zu fällen, darfst du unter ihnen richten, wenn du willst oder dich von ihnen abwenden. Solltest du dich dafür entscheiden, dich von ihnen abzuwenden, würden sie dir nicht im geringsten schaden können. Wenn du unter ihnen urteilst, musst du wie immer der Gerechtigkeit entsprechen, denn Gott liebt die Gerechten.
43 Wie seltsam! Warum lassen sie dich richten, obgleich sie die Thora haben, die Gottes Rechtsbestimmungen enthält? Gefällt ihnen dein Urteil nicht, wenden sie sich von dir ab. Das sind keine Gläubigen.
44 Wir haben die Thora hinabgesandt, die Rechtleitung und Licht beinhaltet. Danach richteten sich in ihren Urteilen unter den Juden die Propheten, die sich Gott hingegeben hatten, und die jüdischen Rechtsgelehrten, die dem Weg der Propheten folgten und die die Schrift Gottes zu wahren und ihre Wahrheit zu bezeugen hatten. Fürchtet euch nicht vor den Menschen, Mich allein sollt ihr fürchten! Meine offenbarten Rechtsbestimmungen dürft ihr um keinen Preis umgehen. Diejenigen, die nicht nach der Offenbarung Gottes richten, das sind gewiss die Ungläubigen.
45 In der Thora haben Wir den Juden vorgeschrieben: Seele um Seele, Auge um Auge, Nase um Nase, Ohr um Ohr, Zahn um Zahn und Wunde um Wunde. Wer auf sein Vergeltungsrecht verzichtet und dem Täter großzügig verzeiht, sühnt damit manches begangene Vergehen. Diejenigen, die nicht nach den von Gott offenbarten Rechtsbestimmungen urteilen, das sind die Ungerechten.
46 Auf ihre Propheten ließen Wir Jesus Christus, Marias Sohn, folgen, der die vor ihm offenbarte Thora bestätigte. Ihm gaben Wir das Evangelium, das Rechtleitung und Licht enthält und die Wahrheit der vorhandenen Thora bekräftigt, als Rechtleitung und erbauliche Ermahnung für die Gottesfürchtigen.
47 Denen, die das Evangelium besitzen, befahlen Wir, nach den darin von Gott herabgesandten Geboten und Verboten zu urteilen. Wer nicht nach der von Gott herabgesandten Offenbarung urteilt, das sind die ?beltäter.
48 Dir haben Wir das Buch (den Quran) mit der Wahrheit geschickt. Es bestätigt die davor offenbarten Schriften und bewahrt sie. Richte unter den Schriftbesitzern nach der dir von Gott herabgesandten Offenbarung und folge nicht ihren Launen, die dich von der offenbarten Wahrheit abbringen würden! Jedem Volk haben Wir einen Rechtsweg und eine Glaubensrichtung gewiesen. Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er euch zu einem einzigen Volk gemacht. Er hat euch aber verschieden geschaffen, um euch zu prüfen und zu erkennen, was ihr aus den euch offenbarten verschiedenen Rechtswegen und Glaubensrichtungen macht. Wetteifert miteinander, gute Werke zu vollbringen! Ihr werdet alle am Jüngsten Tag zu Gott zurückkehren, und Er wird euch die Wahrheit über eure Streitereien sagen.
49 Du sollst unter ihnen nach dem dir von Gott Offenbarten urteilen, ihren Launen nicht folgen und auf der Hut vor ihnen sein, dass sie dich nicht von etwas abbringen, was Gott dir offenbart hat. Wenn sie sich von dir abwenden, so wisse, Gott will, dass sie in diesem Leben unter einigen ihrer Vergehen leiden! Viele Menschen sind Frevler und lehnen sich gegen die gerechten Urteile auf.
50 Wollen sie etwa die heidnischen ungerechten Rechtsbestimmungen? Gottes Urteil ist fürwahr das beste; das erkennen nur die Menschen, die von Gottes Gerechtigkeit (innerlich) überzeugt sind.
51 O ihr Gläubigen! Nehmt Juden und Christen nicht als Vertraute, denn sie sind miteinander verbündet und sind euch gegenüber feindlich eingestellt! Wer sie zu Vertrauten nimmt, stellt sich in ihre Reihe. Gott leitet die Ungerechten, die Seine Gebote und Verbote nicht einhalten, nicht zum rechten Weg.
52 Du siehst jedoch, wie die Heuchler, die seelisch krank sind, ihnen zulaufen und sagen: "Wir fürchten, dass wir eine Niederlage erleiden und dass wir keine Verbündeten haben, die uns beistehen. " Vielleicht gewährt Gott euch den Sieg, die ?ffnung (Mekkas), oder eine Entscheidung von Ihm, so dass sie bereuen, was sie im Verborgenen dachten.
53 Die Gläubigen sagen verwundert: "Sind das wirklich jene, die hoch und heilig bei Gott geschworen haben, zu euch zu stehen?" Ihre Mühe ist sinn- und zwecklos, und sie sind unter den schlimmsten Verlierern.
54 O ihr Gläubigen! Wer von seinem Glauben abkommt, schadet nur sich selbst. Gott wird andere Menschen bringen, die Er liebt und die Ihn lieben, die bescheiden gegenüber den Gläubigen, unverzagt gegenüber den Ungläubigen sind, die für Gottes Sache kämpfen und keine Rücksicht auf den Tadel nehmen, der ihnen gemacht werden könnte. Das ist Gottes Gnade, die Er gewährt, wem Er will. Gottes Gnade und Wissen sind unendlich.
55 Eure wahren Verbündeten sind Gott, Sein Gesandter und die Gläubigen; jene, die das Gebet verrichten, die Zakat-Abgaben entrichten und Gott ergeben sind.
56 Wer sich Gott, den Gesandten und die Gläubigen zu Vertrauten nimmt, gehört zu den Anhängern der Partei Gottes, denen der Sieg gewiss beschieden ist.
57 O ihr Gläubigen! Diejenigen unter den Schriftbesitzern und den Ungläubigen, die sich über eure Religion lustig machen und abfällig darüber reden, dürft ihr nicht zu Vertrauten nehmen. Fürchtet Gott und haltet seine Vorschriften ein, wenn ihr wirklich glaubt!
58 Wenn ihr zum Gebet aufruft, machen sie sich darüber lustig, weil sie Menschen sind, die sich des Verstandes nicht bedienen können.
59 Sprich: "Ihr Schriftbesitzer! Grollt ihr uns etwa, weil wir an Gott, die uns herabgesandte Offenbarung und die zuvor herabgesandten Offenbarungen glauben und weil die meisten von euch Frevler sind?"
60 Sprich: "Soll ich euch sagen, wer sich die schlimmste Strafe Gottes zuzieht? Das sind die Menschen aus euren Reihen, die Gott verflucht hat und auf die Er zornig ist, deren Herzen Er so verschloß, dass sie Affen und Schweinen ähneln und dem Teufel dienen. Diese sind auf der tiefsten Stufe, sind sie doch am weitesten vom geraden Weg abgeirrt."
61 Wenn diese Heuchler zu euch kommen und sagen: "Wir glauben", so treten sie ungläubig ein und ungläubig aus. Gott weiß, was sie verbergen.
62 Du siehst, dass sich viele unter ihnen ereifern, Vergehen und ?bertretungen zu begehen und unrechtmäßiges Gut zu verzehren. So begehen sie die schlimmsten Taten.
63 Ihre Geistlichen und Schriftgelehrten hätten ihnen verbieten müssen, Lügen zu verbreiten und unrechtmäßig erworbenes Gut zu verzehren. So begehen sie die schlimmsten Taten.
64 Die Juden sagen: "Gottes Hand ist (vor lauter Geiz) wie gefesselt. " Mögen ihre Hände gefesselt werden! Verdammt seien sie wegen dieses unerhörten Wortes! Gottes Hände sind großzügig offen; Er spendet, wie Er will. Die dir von deinem Herrn herabgesandte Offenbarung löst bei vielen von ihnen Hass aus und führt sie zu mehr Zügellosigkeit und Unglauben. Wegen ihrer schlimmen Taten haben Wir Feindseligkeit und Hass bis zum Jüngsten Tag unter ihnen gesät. Sooft sie Feuer zum Krieg gegen den Gesandten und die Gläubigen entfachen, löscht es Gott. Sie sind eifrig dabei, Unheil auf Erden zu stiften. Gott liebt nicht diejenigen, die Unheil stiften.
65 Wenn die Schriftbesitzer wirklich glauben würden und gottesfürchtig wären, hätten Wir ihnen ihre Sünden verziehen und sie in die paradiesischen Gärten geführt.
66 Hätten sie die Thora, das Evangelium und was ihnen von ihrem Herrn herabgesandt wurde (den Quran), walten lassen, hätten sie viel Gewinn aus allen Richtungen, von oben wie von unten, erzielt. Einige von ihnen sind gerecht und vernünftig, aber viele sind schlimme Missetäter.
67 O Gesandter! Verkünde alles, was dir von deinem Herrn offenbart worden ist. Wenn du das nicht tust, dann hast du Seine Botschaft nicht übermittelt. Gott schützt dich vor den Menschen; wahrlich Gott zeigt den Ungläubigen nicht den rechten Weg.
68 Sprich: "Ihr Schriftbesitzer! Solange ihr die Thora, das Evangelium und was danach von eurem Herrn offenbart wurde, nicht befolgt, habt ihr keine Religion. Die dir von deinem Herrn herabgesandte Offenbarung löst bei vielen von ihnen Hass aus und bringt sie zu mehr Zügellosigkeit und Unglauben. Trauere den Ungläubigen nicht nach!"
69 Die Gläubigen, die Juden, die Gottgläubigen - Sabäer - und die Christen, sofern sie wirklich an Gott und den Jüngsten Tag glauben und gute Werke vollbringen, haben im Jenseits keine Strafe zu befürchten, und sie sollen nicht traurig sein.
70 Wir haben die Verpflichtung der Kinder Israels entgegengenommen, die von Uns offenbarten Vorschriften einzuhalten und ihnen Gesandte geschickt. Wenn immer Gesandte zu ihnen mit etwas kamen, was ihnen Missfiel, bezichtigten sie einige der Lüge und töteten andere.
71 Da sie glaubten, dass sie keiner Prüfung ausgesetzt würden, verhielten sie sich wie Blinde und Stumme der Wahrheit gegenüber. Sie wurden aber geprüft, bereuten ihre Taten, und Gott verzieh ihnen. Dann aber verhielten sich viele von ihnen wieder wie Blinde und Stumme. Gott sieht alles, was sie tun.
72 Ungläubig sind diejenigen, die sagen, Gott sei Jesus Christus, Marias Sohn. Was Jesus Christus sagte, war aber: "O Ihr Kinder Israels, dient Gott, meinem und eurem Herrn! Wer Gott andere Gottheiten beigesellt, dem hat Gott das Paradies verboten, und Er führt ihn in die Hölle, die ihm als Heimstätte dient. Die Ungerechten finden keinen, der ihnen heraushilft."
73 Ungläubig sind diejenigen, die sagen, Gott sei die dritte von drei Gottheiten. Es gibt nur einen einzigen Gott. Wenn sie nicht aufhören, diese Behauptungen zu vertreten, werden die Ungläubigen unter ihnen eine qualvolle Strafe erleiden.
74 Sie sollten doch reuevoll zu Gott zurückfinden und Ihn um Vergebung bitten. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.
75 Jesus Christus ist weiter nichts als ein Gesandter, dem andere Gesandte vorausgegangen sind. Seine Mutter hat sich der Wahrheit verschrieben. Sie beide waren Menschen, die wie alle anderen Nahrung zum Leben zu sich nahmen. Sieh, wie Wir ihnen die Beweise klar darlegen und sieh, wie sie von der Wahrheit abgebracht werden!
76 Sage ihnen: "Dient ihr anstelle Gottes einem, der euch weder schaden noch nützen kann? Gott allein hört alles und weiß alles."
77 Sage: "Ihr Schriftbesitzer! ?berschreitet nicht die Grenzen der Wahrheit in eurer Religion zu falschen Behauptungen! Folgt nicht den Launen von Menschen, die sich verirrt und viele irregeführt haben und vom rechten Weg abgekommen sind!"
78 Die Ungläubigen unter den Kindern Israels wurden von David und Jesus Christus, Marias Sohn, verdammt, weil sie ungehorsam waren und die Vorschriften Gottes übertraten.
79 Sie hielten einander nicht von Missetaten ab. Wie übel handelten sie!
80 Du siehst, wie viele von ihnen auf die Ungläubigen vertrauen. Welch schlimmes Verhalten! Dafür haben sie sich Gottes Zorn zugezogen, und in der Qual der Hölle werden sie ewig bleiben.
81 Wenn sie an Gott, den Propheten und die ihm herabgesandte Offenbarung geglaubt hätten, hätten sie sie nicht zu Vertrauten genommen. Aber die meisten von ihnen sind ?beltäter.
82 Du wirst gewiss feststellen, dass die schlimmsten Feinde der Gläubigen die Juden und die Anhänger der Vielgötterei sind und dass die den Gläubigen am freundlichsten Gesinnten die Christen sind. Das liegt daran, dass es unter ihnen Priester und Mönche gibt und dass sie bescheiden sind.
83 Wenn sie die Offenbarung hören, die dem Gesandten herabgesandt wurde, füllen sich ihre Augen mit Tränen, weil sie die Wahrheit erkennen. Sie sagen: "Herr! Wir glauben daran. Reihe uns unter seine Anhänger ein, die die Wahrheit bezeugen!
84 Warum sollten wir auch nicht an Gott und die uns bekannt gewordene Wahrheit glauben und innig hoffen, dass unser Herr uns mit den rechtschaffenen Menschen ins Paradies führt?"
85 Gott hat sie bereits für ihr Bekenntnis mit Paradiesgärten belohnt, unterhalb derer Flüsse fließen. Dort werden sie ewig bleiben. Das ist der Lohn aller, die Gutes tun.
86 Die Ungläubigen, die Unsere klaren offenbarten Zeichen leugnen, sind gewiss die Bewohner der Hölle.
87 O ihr Gläubigen! Verbietet nicht die guten Dinge, die Gott euch erlaubt hat, und übertretet nicht Seine Vorschriften, denn Gott liebt diejenigen nicht, die Seine Gebote übertreten!
88 Eßt von den erlaubten und guten Dingen, die Gott euch beschert und fürchtet Gott, an Den ihr innig glaubt!
89 Gott belangt euch nicht wegen der nicht ernst gemeinten Schwüre, sondern wegen Nichteinhaltung von abgelegten Eiden. Wer einen Eid nicht einhält, muss das sühnen, indem er zehn Arme einen Tag mit den durchschnittlichen Speisen des Hauses beköstigt, oder sie einkleidet oder einen Leibeigenen befreit. Ist ihm das nicht möglich, so muss er drei Tage fasten. Das ist die Sühne für nicht eingehaltene Eide. Eide müssen gewahrt werden. Gott erläutert Seine Zeichen, damit ihr sie versteht und Ihm dafür dankt.
90 O ihr Gläubigen! Wein, Glücksspiele, Opfergaben auf heidnischen Opfersteinen und Lospfeile, all das ist des Teufels Werk. Ihr sollt es meiden, damit ihr wahren Erfolg erzielt.
91 Der Teufel will unter euch Feindschaft und Hass durch Wein und Glücksspiele säen und euch davon abhalten, an Gott zu denken und das Gebet zu verrichten. Hört ihr nun auf damit?
92 Gehorcht Gott und gehorcht Seinem Gesandten, der euch Gottes Offenbarung verkündet, und nehmt euch in acht (vor den Strafen, die sich die Frevler zuziehen)! Wenn ihr euch abwendet, müsst ihr wissen, dass ihr nur euch selbst schadet, hat Unser Gesandter doch nur die Aufgabe, euch Unsere Rechtsbestimmungen klar zu verkünden.
93 Die Gläubigen, die gute Werke vollbringen, brauchen sich keine Sorgen zu machen wegen der Speisen, die sie zu sich nehmen, solange sie Gott fürchten, auf dem Glauben bestehen und gute Werke tun, wahrhaftig bei der Frömmigkeit bleiben und auf dem Glauben beharren und weiter bei der Frömmigkeit bleiben und gute Werke vollbringen, denn Gott liebt die Rechtschaffenen, die gute Taten verrichten.
94 O ihr Gläubigen! Gott wird euch während der Pilgerfahrt mit dem Verbot einiger Jagdtiere und Vögel prüfen, die ihr leicht mit der Hand oder mit der Lanze erjagen könntet. Gott will erkennen, wer Ihn im Verborgenen fürchtet und das Verbot einhält. Wer eine ?bertretung begeht, zieht sich eine qualvolle Strafe zu.
95 O ihr Gläubigen! Tötet kein Wild, wenn ihr im Weihezustand (bei der Hadsch- und Umra-Pilgerfahrt) seid! Wer vorsätzlich Wild tötet, muss eine gleichwertige Buße an Tieren - Kamele, Kühe oder Schafe -, die zwei Sachkundige von Euch bestimmen, als Geschenk für die Armen der Kaaba leisten. Oder er muss dem Wert entsprechend Essen für Bedürftige spenden oder entsprechend fasten. Dadurch soll er die schlimmen Folgen seiner Tat wahrnehmen. Gott verzeiht, was früher geschehen ist. Wer aber die ?bertretung wiederholt, den zieht Gott zur Rechenschaft. Gott ist allmächtig und übt Vergeltung.
96 Euch ist erlaubt, alle Wasserlebewesen zu fangen, zu essen und zu genießen, ob ihr an eurem Wohnort oder auf Reisen seid. Euch ist verboten, Wildbret zu jagen und zu essen, wenn ihr im Weihezustand seid (bei der Hadsch- oder Umra-Pilgerfahrt). Fürchtet Gott, Der euch alle versammeln wird am Jüngsten Tag!
97 Gott hat die Kaaba, das heilige Gotteshaus, (zur erhabenen Gebets- und Pilgerstätte) für die Menschen bestimmt. Auch den heiligen Pilgermonat, die für die Armen der Kaaba gedachten Opfertiere und die zur Kennzeichnung der Tiere gebrauchten Gehänge hat Gott bestimmt. Ihr sollt erkennen, dass Gott alles im Himmel und auf Erden weiß und dass Sein Wissen alles umfasst.
98 Ihr sollt wissen, dass Gott schwer bestraft und dass Seine Barmherzigkeit und Vergebung unendlich sind.
99 Der Gesandte hat nur die ihm offenbarte Botschaft zu verkünden. Gott weiß, was ihr äußert und was ihr geheimhaltet.
100 Sprich: "Das Böse und das Gute sind nicht gleich, auch wenn einem die Menge des Bösen imponiert." Ihr vernünftigen Menschen, fürchtet Gott, auf dass ihr Erfolg erzielen möget!
101 O ihr Gläubigen! Fragt nicht nach Dingen, die Gott verborgen hält, weil sie für euch unangenehm sind! Wenn ihr gerade dann fragt, wenn der Quran herabgesandt wird, werden sie genannt. Gott hat euch bereits vergeben, ist Er doch voller Vergebung und Langmut.
102 Es haben nach solchen schwerwiegenden Dingen vor euch - zur Zeit anderer Gesandter - Menschen gefragt, und als Gott sie ihnen kundgab, verleugneten sie sie.
103 Gott hat keine Bahîra (Kamelstute, deren Ohr, wenn der fünfte Wurf männlich ist, geschlitzt wird und die nicht arbeiten oder geschlachtet werden durfte), keine Sâiba (Kamelstute, die auf Gelübde hin wie die Bahîra behandelt wurde), keine Wasîla (Mutterschaf, das verschiedene Zwillinge warf; das männliche Tier davon wurde nicht den Götzen geopfert) und keinen Hâmi (Kamel, von dem zehn Würfe stammen und deswegen nicht arbeiten und geritten werden durfte) bestimmt, sondern die Ungläubigen sind es, die Gott ihre Lügen zugeschrieben haben. Die meisten von ihnen bedienen sich ihres Verstandes nicht.
104 Wenn ihnen gesagt wird: "Kommt, hört auf die Offenbarung, die Gott herabgesandt hat, und hört auf die Ermahnung des Gesandten!" sagen sie: "Wir begnügen uns mit dem, woran unsere Väter geglaubt haben." Wie können sie so etwas äußern, da ihre Väter um die Wahrheit nicht wussten und den rechten Weg nicht kannten?
105 O ihr Gläubigen! Kümmert euch um euch selbst! Euch schadet kein Verirrter, wenn ihr wohlgeleitet seid. Am Jüngsten Tag kehrt ihr alle zu Gott zurück, Der euch über eure Taten berichtet und Gericht hält.
106 O ihr Gläubigen! Wenn einer von euch den Tod nahen fühlt, und er möchte ein Vermächtnis hinterlassen, so müssen zwei gerechte Zeugen aus der Verwandtschaft oder zwei Fremde es bezeugen, wenn ihr auf Reisen seid und ihr das Gefühl habt, der Tod wird euch ereilen. Haltet diese beiden Zeugen nach dem gemeinsamen Gebet auf und lasst sie - wenn ihr Zweifel hegt - vor Gott einen Eid ablegen: "Wir wollen keinen Gewinn erzielen, auch wenn es sich um einen Verwandten handeln sollte, und wir verbergen das Zeugnis Gott gegenüber nicht, sonst wären wir Sünder."
107 Stellt sich hinterher heraus, dass sie doch Falsches aussagten, müssen sie durch zwei andere Zeugen ersetzt werden aus einem anderen Kreis als dem der ersten. Diese sollen einen Eid ablegen: "Unsere Aussagen sind wahrer als ihre. Wir umgehen die Wahrheit gewiss nicht, sonst wären wir Ungerechte."
108 Auf diese Weise werden sie das Zeugnis rechtmäßig ablegen, oder sie werden fürchten, dass andere unter Eid abgelegte Zeugnisse gegen sie verkündet werden. Fürchtet Gott und hört auf Ihn! Gott leitet nicht die Menschen, die Seine Gebote und Verbote übertreten.
109 Denkt an den Tag, den Jüngsten Tag, an dem Gott Seine Gesandten zusammenholt und sie fragen wird: "Welche Antworten habt ihr von euren Völkern bekommen?" Sie werden sagen: "Wir wissen nicht, was sich nach uns ereignete. Du allein kennst alles Verborgene."
110 Einst sprach Gott zu Jesus, Marias Sohn: "Gedenke der Gunst, die Ich dir und deiner Mutter erwiesen habe, dass Ich dich durch den Heiligen Geist unterstützt habe, dass du in der Wiege zu den Menschen sprachst und im Mannesalter; dass Ich dich die Schrift, die Weisheit, die Thora und das Evangelium gelehrt habe; dass du aus Lehm Vogelfiguren mit Meiner Erlaubnis schufst und ihnen Leben einhauchtest; so wurden sie Vögel mit Meiner Erlaubnis; du hast mit Meiner Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen geheilt; und die Toten ins Leben gerufen mit Meiner Erlaubnis; denke daran, wie Ich die Kinder Israels davon abhielt, dich zu töten; du hast ihnen die leuchtenden Zeichen gebracht; da sagten die Ungläubigen unter ihnen: Das ist eindeutig Zauberei.
111 Den Jüngern habe Ich eingegeben: Glaubt an Mich und an Meinen Gesandten! Sie sprachen: Wir glauben! Sei Zeuge, dass wir Dir ergeben sind! "
112 Einmal sprachen die Jünger: "Jesus, Sohn Marias! Kann dein Herr uns einen Tisch vom Himmel herabsenden? " Er sagte: "Fürchtet Gott, wenn ihr wirklich an Ihn glaubt!"
113 Sie sprachen: "Wir wollen davon essen, damit unsere Herzen sicherer Glaube erfüllt und wir erkennen, dass du uns die Wahrheit ausgerichtet hast, und wir werden dieses Wunder Gottes bezeugen."
114 Jesus, Marias Sohn, sagte: "Gott, unser Herr! Sende uns einen Tisch vom Himmel herab, dass es ein Festtag für uns alle sei, für den ersten wie für den letzten, ein Wunder von Dir, und ernähre uns, bist Du doch der beste Ernährer!"
115 Gott sprach: "Ich sende ihn euch hinab. Wer dann aber ungläubig wird, den werde Ich so qualvoll bestrafen wie sonst keinen."
116 Gott wird am Jüngsten Tag sagen: "Jesus, Marias Sohn, hast du den Menschen gesagt, dass sie dich und deine Mutter als zwei Gottheiten außer Gott, Allah, nehmen sollen?" Er wird antworten: "Gepriesen seist Du! Es ziemt sich nicht, dass ich etwas sage, was ich nicht sagen darf. Hätte ich es gesagt, hättest Du es erfahren. Du weißt, was in mir ist, aber ich weiß nicht, was in Dir ist. Du bist der Allwissende, Der um alles Verborgene weiß.
117 Ich habe ihnen nur das ausgerichtet, was Du mir befohlen hast: Dienet Gott, Allah, meinem und eurem Herrn! Ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte. Als Du mein Leben beendetest, warst Du der Wächter über sie. Du bist doch der allerhöchste Zeuge, Dem nichts entgeht.
118 Bestrafst Du sie, sind sie Deine Diener, verzeihst Du ihnen, so sind Deine Macht und Deine Weisheit unermesslich. "
119 Gott wird gewiss sagen: "Dies ist der Tag, an dem die Anhänger der Wahrheit von ihrer Wahrhaftigkeit Nutzen ziehen werden. " Für sie gibt es Paradiesgärten, unterhalb derer Flüsse fließen. Dort werden sie ewig bleiben. Gott ist wohl zufrieden mit ihnen, und sie sind zufrieden mit Gott. Das ist der größte Erfolg.
120 Gott allein gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er ist der Allmächtige, Dessen Macht alles umfasst.

 

 


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