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1 |
Alif, Lâm,
Râ. Das ist ein Buch, dessen Verse eindeutig bestimmt, dann
ausführlich dargelegt wurden von Gott, Dessen Weisheit und
Wissen unermesslich sind. |
|
2 |
Mit diesem
Buch Gottes ermahnst du die Menschen: "Ihr sollt keinem außer
Gott dienen. Ich bin zu euch als Warner und Verkünder froher
Botschaft gesandt worden. |
|
3 |
Bittet Gott
um Vergebung und kehrt reuevoll zu Ihm zurück, so wird Er euch
bis zu einer bestimmten Frist das Leben genießen lassen und
jeden im Jenseits seinen guten Werken entsprechend belohnen."
Wenn sie sich von Gott abwenden, sage ihnen: "Ich fürchte für
euch die qualvolle Strafe eines gewaltigen Tages." |
|
4 |
Zu Gott
kehrt ihr zurück. Seine Allmacht umfasst alles. |
|
5 |
Sie
verschließen ihre Herzen vor Ihm, oder sie verhüllen sich mit
ihren Gewändern und glauben, ihre Geheimnisse vor Ihm verbergen
zu können. Doch Er weiß, was sie geheimhalten und was sie offen
äußern. Er weiß, was die Menschen in ihren Herzen verborgen
halten. |
|
6 |
Es gibt kein
Lebewesen auf Erden, das nicht von Gott versorgt wird. Er weiß,
wo es lebt und wo es sich nach dem Tod befindet. Alles steht
genau geschrieben. |
|
7 |
Er ist es,
Der Himmel und Erde in sechs Tagen erschuf. Vorher war alles nur
Wasser, das Gottes Allmacht umfasste. Er will euch prüfen, wer
von euch die besten Werke tut. Wenn du ihnen sagst: "Ihr werdet
nach dem Tode auferstehen", sagen die Ungläubigen: "Das ist
nichts anderes als Zauberwerk." |
|
8 |
Wenn Wir die
qualvolle Strafe bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
hinausschieben, sagen sie spottend: "Was hält sie dann zurück?"
Wenn sie aber über sie kommt, lässt sie sich nicht abwenden. So
erfasst die Ungläubigen, worüber sie gespottet haben. |
|
9 |
Wenn Wir dem
Menschen Barmherzigkeit von Uns zuteil werden lassen, und sie
ihm dann entziehen, ist er äußerst verzweifelt und äußerst
undankbar. |
|
10 |
Wenn Wir ihn
nach erlittenem Unheil von Unserer Gnadenfülle kosten lassen,
sagt er bestimmt: "Das Unheil ist von mir abgewendet." Er ist
dann zu froh und anmaßend. |
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11 |
Die
Gläubigen aber, die Geduld üben und gute Werke tun, erlangen
Vergebung und großen Lohn. |
|
12 |
Würdest du
etwa einen Teil der Offenbarung auslassen und ihn für eine
bedrückende Bürde halten, wenn sie sagen: "Warum wird ihm kein
Schatz herabgesandt, oder warum ist mit ihm kein Engel
gekommen?" Wahrlich, du bist nur ein Warner, und Gott verfügt
über alle Dinge. |
|
13 |
Wenn sie
sagen: "Er hat ihn selbst erdichtet", sage: "Bringt doch zehn
gleiche Suren hervor, die ebenfalls ersonnen sind, und nehmt zu
Hilfe, wen immer ihr anstatt Gott zu Hilfe nehmen könnt, wenn
wahr sein sollte, was ihr behauptet!" |
|
14 |
Wenn sie der
Aufforderung nicht entsprechen können, dann wisset, dass die
Offenbarung mit Gottes Wissen herabgesandt worden ist und es
keine Gottheit außer Ihm gibt. Wollt ihr Ihm denn nicht ergeben
sein? |
|
15 |
Jene, die
nur das diesseitige Leben und seine Freuden wollen, lassen Wir
den Ertrag ihrer Arbeit voll und ganz zukommen. |
|
16 |
Für sie gibt
es aber im Jenseits nur die Hölle. Alles, was sie auf Erden
getan haben, ist nutzlos, und vergeblich haben sie sich bemüht. |
|
17 |
Ist denn
jemand, der sich über Gott im klaren ist und dem ein Zeuge von
Ihm den Quran vorträgt, dem das Moses offenbarte Buch als
Leitung und Barmherzigkeit vorausging, einem Verirrten gleich,
der sich nur dem Diesseits hingibt? Die Rechtgeleiteten glauben
an den Quran. Wer von den widerspenstigen Parteien ihn aber
leugnet, für den ist die Hölle bestimmt. Zweifle nicht daran! Er
ist die dir von deinem Herrn offenbarte Wahrheit. Doch die
meisten Menschen glauben nicht an die Wahrheit. |
|
18 |
Wer ist
ungerechter als jene, die gegen Gott Lügen erdichten? Sie werden
im Jenseits vor ihren Herrn geführt werden. Die Zeugen werden
aussagen: "Diese haben gegen ihren Herrn Lügen erdichtet."
Gottes Fluch komme über die Ungerechten, |
|
19 |
diejenigen,
welche die Menschen von Gottes geradem Pfad ablenken, sich einen
krummen Pfad wünschen und das Jenseits entschieden leugnen. |
|
20 |
Diese sind
nicht schwer zu belangen auf Erden. Beschützer außer Gott haben
sie ja nicht. Die qualvolle Strafe wird für sie verdoppelt
werden, weil sie nicht hören und nicht sehen wollen. |
|
21 |
Das sind
jene, die sich selbst verloren haben. Im Jenseits finden sie
nichts von ihren falschen Erdichtungen. |
|
22 |
Sie werden
ohne Zweifel im Jenseits die größten Verlierer sein. |
|
23 |
Die
Rechtschaffenen aber, die an Gott wahrhaftig glauben, gute Werke
tun und sich ihrem Herrn demütig ergeben, sind wahrlich die
Bewohner des Paradieses, in dem sie ewig bleiben werden. |
|
24 |
Das
Gleichnis dieser beiden Gruppen ist das des Blinden und des
Tauben gegenüber dem, der sehen und dem, der hören kann. Sind
sie etwa gleich? Wollt ihr denn nicht nachdenken? |
|
25 |
Wir haben
Noah zu seinem Volk entsandt, dem er sagte: "Ich bin zu euch als
Warner entsandt worden, der euch die Wahrheit klar verkündet. |
|
26 |
Ihr sollt
niemandem außer Gott dienen. Ich fürchte für euch die Strafe
eines qualvollen Tages." |
|
27 |
Da sprachen
die ungläubigen Wüdenträger seines Volkes: "Wir erkennen in dir
lediglich einen Menschen wie unseresgleichen, und wir sehen,
dass
dir nur die Niedrigsten unter uns folgen und diejenigen, die
nach dem Schein urteilen. Wir sehen keineswegs, dass ihr uns
überlegen seid und meinen eher, dass ihr Lügner seid." |
|
28 |
Da sagte er:
"O mein Volk! Seht ihr nicht, dass ich klare Beweise von meinem
Herrn habe. Er hat mir als Barmherzigkeit Seine Offenbarung
zuteil werden lassen, der gegenüber ihr blind seid. Sollten wir
sie euch aufzwingen, während ihr sie Hasst? |
|
29 |
O mein Volk!
Ich fordere von euch dafür keinen Lohn. Mein Lohn obliegt Gott
allein. Ich werde keineswegs die aus meiner Nähe verstoßen, die
an meine Botschaft glauben, weil ihr sie für niedrig haltet. Sie
werden Gott, ihrem Herrn, im Jenseits begegnen. Ich sehe, dass
ihr ein Volk von Unwissenden seid. |
|
30 |
O mein Volk!
Wer würde mich vor Gott in Schutz nehmen, wenn ich sie verstoßen
würde? Wollt ihr denn nicht nachdenken? |
|
31 |
Ich sage
euch weder, dass ich Gottes Schätze habe, noch dass ich das
Verborgene kenne, noch dass ich ein Engel bin. Den Menschen, die
in euren Augen verächtlich sind, sage ich nicht, dass Gott ihnen
nichts Gutes gewähren wird; Gott weiß, was sie in ihrem Innern
hegen. Sagte ich das, wäre ich einer der Ungerechten." |
|
32 |
Da sagten
sie: "O Noah! Du hast dich lange mit uns auseinandergesetzt, ja
zu lange. Bring nun herbei, was du uns angedroht hast, wenn du
zu denen gehörst, die die Wahrheit sagen!" |
|
33 |
Er
erwiderte. "Das wird Gott herbeiführen, wenn Er will. Euch
schützt nichts vor Ihm. |
|
34 |
Wollte ich
mich dazu entschließen, euch zu raten, würde euch mein Rat
nichts nützen, wenn Gott gewillt ist, euch wegen eures Trotzes
weiter irregehen zu lassen. Er ist euer Herr, und zu Ihm werdet
ihr ins Jenseits geführt werden." |
|
35 |
Sie
behaupten: "Er hat ihn erdichtet." Sprich: "Wenn ich ihn
erdichtet hätte, dann lastet meine Untat auf mir. Doch ich
verantworte eure Untaten nicht." |
|
36 |
Noah wurde
eingegeben: "Außer denen, die bereits glaubten, wird keiner mehr
glauben. Du sollst dich wegen ihrer Untaten dir gegenüber nicht
grämen. |
|
37 |
Baue die
Arche unter Unseren Augen und mit Unserer Eingebung, und lege
bei Mir keine Fürsprache für die Ungerechten ein! Sie werden
ertrinken." |
|
38 |
So baute er
die Arche. Und wenn die Notabeln seines Volkes an ihm
vorbeigingen, spotteten sie über ihn. Er sprach: "Wenn ihr euch
lustig über uns macht, werden wir euch so verspotten wie ihr uns
verspottet habt. |
|
39 |
Ihr werdet
schon erfahren, wen eine qualvolle entehrende Strafe ereilt und
wen eine ewige Pein trifft." |
|
40 |
Als Unser
Befehl erging und Wasser brodelnd hervorströmte wie aus einem
Ofenkessel, sprachen Wir: "Lade darauf von jeder Gattung ein
Paar, deine Familienangehörigen, ausgenommen die, die bereits
verurteilt sind, und die Gläubigen!" Die Gläubigen, die zu ihm
hielten, waren aber wenige. |
|
41 |
Er sprach:
"Besteiget sie (die Arche)! Im Namen Gottes möge sie ablegen und
wieder anlegen. Mein Herr ist allverzeihend, allbarmherzig. |
|
42 |
Sie glitt
mit ihnen durch berghohe Wogen. Noah rief seinem Sohn, der
abseits stand, zu: "Mein Sohn! Steige mit uns ein und bleibe
nicht mit den Ungläubigen zurück!" |
|
43 |
Er
erwiderte: "Ich werde mich auf einen Berg begeben, der mich vor
dem Wasser schützen wird." Noah sprach: "Niemand ist heute
geschützt vor Gottes Verfügung, ausgenommen die, denen Er Seine
Barmherzigkeit angedeihen lässt." Die Wellen trennten sie
voneinander, und er gehörte zu denen, die ertranken. |
|
44 |
Dann erging
der Befehl: "O Erde, sauge dein Wasser auf!" und "O Himmel, hör
zu regnen auf!" Das Wasser nahm ab, und das Ziel war erreicht.
Die Arche legte an dem Berg Gudi an. Und es wurde gesprochen:
"Weg mit der ungerechten Schar!" |
|
45 |
Noah rief
seinen Herrn und sprach: "Mein Herr! Mein Sohn gehört zu meiner
Familie, die Du zu erretten versprachst. Dein Versprechen ist
die Wahrheit schlechthin, und Du bist der Weiseste aller
Richter." |
|
46 |
Er sprach:
"O Noah! Er gehört nicht zu deiner Familie. Er beging eine üble
Tat. Bitte Mich nicht um etwas, was du nicht weißt. Ich belehre
dich, damit du dich nicht unter die Unwissenden reihst." |
|
47 |
Darauf sagte
er: "Mein Herr! Behüte mich davor, Dich um etwas zu bitten, was
ich nicht weiß! Wenn Du mir nicht vergibst und mich nicht in
Deine Barmherzigkeit aufnimmst, werde ich einer der Verlierer
sein." |
|
48 |
Dann wurde
gesagt: "O Noah! Steige aus! Dich begleitet Friede von Uns.
Segen sei über dir und über den Generationen, die mit dir sind!
Es werden aber auch Generationen kommen, die Wir im Diesseits
genießen lassen und dann mit qualvoller Pein im Jenseits
bestrafen werden." |
|
49 |
Das sind
Nachrichten über das Verborgene, die Wir dir offenbaren. Weder
du wusstest vorher darum, noch dein Volk. Sei geduldig und wisse,
dass der Enderfolg den Frommen allein zuteil wird! |
|
50 |
Zu den Ad
entsandten Wir ihren Bruder Hûd. Der sagte ihnen: "O mein Volk!
Dienet Gott, ihr habt außer Ihm keinen Gott! Ihr seid nichts
anderes als Lügner. |
|
51 |
O mein Volk!
Ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Meinen Lohn bekomme ich
von Gott, Der mich erschaffen hat. Könnt ihr euch nicht des
Verstandes bedienen? |
|
52 |
O mein Volk! Bittet Gott um
Vergebung und übt dann Reue, so wird Er euch vom Himmel Regen im
Überfluss bescheren und eure Kraft durch
zusätzliche Kraft mehren! Wendet euch nicht frevelhaft ab!" |
|
53 |
Sie
erwiderten: "O Hûd! Du hast uns keinen eindeutigen Beweis
erbracht. Wir werden unsere Götter auf dein Reden hin nicht
verlassen, und wir werden an dich gewiss nicht glauben. |
|
54 |
Wir sagen
dir nur, dass einer unserer Götter dich mit einem übel
heimgesucht hat, so dass du Unsinn sagst." Er sprach: "Gott möge
mein Zeuge sein. Auch ihr sollt bezeugen, dass ich keine Schuld
an eurer Vielgötterei trage, wenn ihr Gott Gefährten beigesellt, |
|
55 |
denen ihr an
Gottes statt dient. Schmiedet alle zusammen eure Pläne gegen
mich und schreitet unverzüglich zur Tat! |
|
56 |
Ich verlasse
mich auf Gott, meinen und euren Herrn. Es gibt kein Lebewesen,
das Er nicht beim Schopfe erfasst. Der Weg meines Herrn ist
gewiss
der rechte Weg. |
|
57 |
Auch wenn
ihr euch abwendet, so habe ich euch die Botschaft verkündet, mit
der ich zu euch entsandt worden bin. Mein Herr wird an eurer
Stelle ein anderes Volk die Nachfolge übernehmen lassen. Ihr
schadet Ihm nicht im geringsten, wenn ihr euch von Ihm abwendet.
Meinem Herrn entgeht nichts." |
|
58 |
Als Unsere
Entscheidung fiel, erretteten Wir durch Unsere Barmherzigkeit
Hûd und die Gläubigen mit ihm und beschützten sie vor einer
harten Strafe im Jenseits. |
|
59 |
Das waren
die ?d, die die Zeichen Ihres Herrn leugneten, Seinem Gesandten
trotzten und dagegen dem Befehl jedes unbelehrbaren,
eigensinnigen Tyrannen folgten. |
|
60 |
Ein Fluch
verfolgte sie im Diesseits und wird sie auch am Jüngsten Tag
treffen. Die ?d leugneten ihren Herrn. Verdammt seien die ?d,
das Volk Hûds! |
|
61 |
Zu den
Thamûd entsandten Wir ihren Bruder Sâlih. Er sprach: "O mein
Volk! Betet Gott allein an, ihr habt außer Ihm keinen Gott! Er
hat euch aus der Erde erschaffen und euch ermächtigt, darauf zu
leben und sie auszunutzen. So bittet ihn um Vergebung und kehrt
reumütig zu Ihm zurück! Mein Herr ist nahe, und Er erhört das
Gebet." |
|
62 |
Sie
erwiderten: "O Sâlih! Wir haben dich früher geschätzt und
Erwartungen in dich gesetzt. Verbietest du uns nun, den Göttern
zu dienen, denen unsere Väter gedient haben? Wir sind voller
Misstrauen und Zweifel der Lehre gegenüber, zu der du uns
aufrufst." |
|
63 |
Er sagte
ihnen: "O mein Volk! Wenn ich eindeutige Beweise von meinem
Herrn habe und Er mir Seine Barmherzigkeit erwiesen hat, wie
könnte ich mich Ihm widersetzen? Wer würde mich vor Gottes
Strafe schützen, wenn ich mich Ihm, wie ihr wollt, widersetzen
würde? Ihr treibt mich zu noch größerem Verlust. |
|
64 |
O mein Volk!
Diese Kamelstute Gottes ist für euch ein Zeichen. Ihr sollt sie
auf Gottes Erde weiden lassen und ihr nichts antun, sonst ereilt
euch eine Strafe, die nicht lange auf sich warten lässt." |
|
65 |
Doch sie
erschlugen sie. Da sprach er: "Genießt euer Leben in euren
Häusern noch drei Tage lang! Gottes Verheißung wird wahrhaftig
in Erfüllung gehen. Sie ist keine Lüge." |
|
66 |
Als Unsere
Entscheidung fiel, erretteten Wir durch Unsere Barmherzigkeit
Sâlih und die Gläubigen mit ihm vor der Schmach jenes Tages. Die
Gewalt und die Macht Deines Herrn sind unermesslich. |
|
67 |
Die
Ungerechten wurden von dem Schrei so ergriffen, dass sie am
Morgen in ihren Häusern tot dalagen, |
|
68 |
als hätten
sie sich dort nie des Wohllebens erfreut. Die Thamûd leugneten
Gott. Verflucht seien die Thamûd! |
|
69 |
Unsere Boten
kamen einst zu Abraham mit froher Botschaft. Sie sprachen:
"Friede!" Und er erwiderte: "Friede!" Sogleich holte er ein
gebratenes Kalb. |
|
70 |
Als er sah,
dass sie ihre Hände nicht danach ausstreckten, misstraute er ihnen
und fürchtete sich vor ihnen. Hierauf sprachen sie: "Fürchte
dich nicht! Wir sind zum Volk Lots entsandt worden." |
|
71 |
Seine Frau,
die dastand, lachte. Wir haben ihr die frohe Botschaft
verkündet, dass sie einen Sohn - Isaak - bekäme und später einen
Enkel - Jakob, den Sohn Isaaks. |
|
72 |
Sie sprach:
"Wehe mir! Wie sollte ich ein Kind gebären, bin ich doch alt,
und mein Mann hier, ist betagt. Das ist wirklich etwas, worüber
ich mich wundere." |
|
73 |
Sie sagten:
"Wunderst du dich über Gottes Verfügung? Gottes Barmherzigkeit
und Segen gelten euch Angehörigen des Prophetenhauses. Er ist
des höchsten Lobes und des höchsten Ruhmes würdig." |
|
74 |
Als Abrahams
Angst vorüber war und die frohe Botschaft ihn erreicht hatte,
schickte er sich an, mit Unseren Boten über das Volk von Lot zu
debattieren. |
|
75 |
Abraham war
nämlich langmütig, hatte ein weiches Herz und war gottergeben. |
|
76 |
O Abraham!
Hör auf damit! Gottes Entscheidung ist bereits ergangen. Eine
unabwendbare Strafe wird sie erfassen. |
|
77 |
Als Unsere
Boten Lot aufsuchten, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, da er
sie nicht beschützen konnte. Er sprach: "Das ist ein
schrecklicher Tag!" |
|
78 |
Sein Volk
eilte herbei. Es waren Männer, die schon lange Missetaten
begingen. Er sprach zu ihnen: "O ihr Menschen! Hier sind meine
Töchter. Heiratet sie, das ist für euch reiner. Fürchtet Gott
und tut meinen Gästen nichts Schändliches an, was mich entehrt!.
Gibt es keinen vernünftigen Mann unter euch, der euch beraten
könnte?" |
|
79 |
Sie sprachen: "Du weißt schon,
dass wir für deine Töchter nichts übrig haben, und du weißt genau, was wir begehren." |
|
80 |
Er sprach:
"Wenn ich nur Macht über euch oder eine starke Unterstützung
hätte!" |
|
81 |
Da sprachen
die Gesandten: "O Lot! Wir sind Gottes Boten. Sie werden dir
nichts antun können. Geh, wenn es nachts dunkel ist, mit deiner
Familie fort! Keiner von euch darf sich umdrehen. Deine Frau
aber wird erleiden, was sie alle erleiden werden. Die Strafe
tritt am nächsten Morgen ein, zu einem genau bestimmten
Zeitpunkt, der nicht auf sich warten lässt." |
|
82 |
Als Unsere
Entscheidung fiel, stellten Wir die Stadt auf den Kopf und
ließen einen Regen von aufgeschichteten Steinen aus gebrannter
Erde niederprasseln. |
|
83 |
Die Steine
waren von Gott gekennzeichnet und auf sie gerichtet. Sie gehen
an den Ungerechten nicht vorbei.
|
|
84 |
Zu den
Madyan entsandten Wir ihren Bruder Schuaib. Der sprach: "O mein
Volk! Dienet Gott! Ihr habt außer Ihm keinen Gott. Ihr sollt
Maße und Gewichte nicht antasten. Ich sehe, euch geht es gut,
und ich fürchte für euch die Strafe eines alle Frevler
erfassenden Tages.
|
|
85 |
O mein Volk!
Ihr sollt Maße und Gewichte gerecht und genau beachten, die
Menschen nicht betrügen, und treibt euer Unwesen auf Erden
nicht, um zu unrechtmäßigen Vorteilen zu gelangen!
|
|
86 |
Der
rechtmäßige ?berschuß, den Gott euch erzielen lässt, ist für euch
besser, wenn ihr an Gott wirklich glaubt. Ich halte eure Taten
nicht fest und bin nicht euer Hüter. |
|
87 |
Sie sprachen
"O Schuaib! Gebieten dir deine Gebete, dass wir uns von dem
abwenden, was unsere Väter angebetet haben oder dass wir mit
unserem Vermögen nicht mehr machen dürfen, was wir möchten? Du
bist doch sonst vernünftig und nachsichtig."
|
|
88 |
Er sprach:
"O mein Volk! Denkt darüber nach! Ich habe eindeutige Beweise
von meinem Herrn, Der mich mit Seinen guten Gaben bedacht hat.
Wie könnte ich anders handeln? Ich möchte nicht den verkehrten
Weg gehen und mir nicht erlauben, was ich euch verbiete. Ich
will nur das Beste für euch, soweit es mir möglich ist. Mir kann
nichts ohne Gottes Beistand gelingen; auf Ihn verlasse ich mich,
und zu Ihm wende ich mich mit der Bitte um Vergebung.
|
|
89 |
O mein Volk!
lasst euch nicht durch unsere Differenzen zum Trotz verleiten!
Sonst würde es euch ergehen, wie es dem Volk Noahs oder dem Volk
Hûds oder dem Volk Sâlihs ergangen ist. Das Volk von Lot ist von
euch nicht fern. |
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90 |
Bittet Gott
um Verzeihung und wendet euch Ihm dann reumütig zu! Gottes
Barmherzigkeit und Liebe sind unermesslich." |
|
91 |
Sie
sprachen: "O Schuaib! Wir verstehen vieles nicht, was du sagst.
Wir sehen, wie schwach du in unserer Gemeinde bist. Hätten wir
nicht Rücksicht auf deine Familie genommen, hätten wir dich
längst gesteinigt. Du genießt kein Ansehen bei uns."
|
|
92 |
Er sagte
ihnen: "O mein Volk! Ist meine Familie für euch wichtiger als
Gott? Ihr habt Ihm den Rücken gekehrt. Mein Herr umfasst mit
seinem Wissen alles, was ihr tut. |
|
93 |
O mein Volk!
Tut was immer ihr könnt! Ich handle anders als ihr und tue mein
Bestes. Ihr werdet erfahren, wen eine entehrende Strafe ereilt
und wer durch und durch Lügner ist. Wartet nur ab! Mit euch
warte auch ich." |
|
94 |
Als Unsere
Entscheidung fiel, erretteten Wir Schuaib und mit ihm die
Gläubigen durch unsere Barmherzigkeit. Die Ungerechten wurden
vom Schrei so ergriffen, dass sie am nächsten Morgen tot in ihren
Häusern dalagen. |
|
95 |
Es sah so
aus, als hätten sie sich dort nie des Wohllebens erfreut. Die
Madyan haben sich von Gott ferngehalten wie vor ihnen die
Thamûd. |
|
96 |
Wir
entsandten einst Moses mit Unseren Zeichen und einem eindeutigen
unwiderlegbaren Beweis |
|
97 |
zu Pharao
und seinen Notabeln. Diese aber folgten Pharaos Entscheidungen.
Die Befehle Pharaos waren alles andere als weise.
|
|
98 |
Er wird
seinem Volk am Jüngsten Tag vorangehen und sie ins Feuer führen.
Welch schlechte Tränke, zu der die nach einem Trunk suchenden
Durstigen geführt werden! |
|
99 |
Ihnen folgte
ein Fluch im Diesseits und im Jenseits. Das ist ihre Gabe. Welch
schreckliche Gabe wird ihnen zugeteilt! |
|
100 |
Das sind
Nachrichten, die Wir dir berichten über Städte, die teils noch
bestehen, teils wie abgemähte Pflanzen untergegangen sind.
|
|
101 |
Nicht Wir
haben ihnen unrecht getan, sondern sie haben sich selbst unrecht
getan. Ihnen haben ihre Götzen, die sie anstatt Gott angebetet
haben, nicht im geringsten geholfen, als Unsere Entscheidung
fiel. Sie erhöhten lediglich ihren Verlust. |
|
102 |
So bestraft
Gott die Völker der Städte, wenn sie ungerecht sind. Seine
Strafe ist qualvoll und unerbittlich.
|
|
103 |
Darin liegt
ein Zeichen für jeden, der die Strafe im Jenseits fürchtet. Der
Jüngste Tag ist gewiss ein Tag, an dem alle Menschen
zusammengeführt werden, ein Tag des Zeugnisablegens.
|
|
104 |
Wir schieben
ihn bis zu einem bestimmten Zeitpunkt hinaus, doch lange lässt er
nicht auf sich warten. |
|
105 |
Wenn er
kommt, wird keine Seele ohne Seine Erlaubnis sprechen dürfen.
Die Menschen teilen sich dann in Unglückliche und Glückliche.
|
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106 |
Was die
Unglücklichen angeht, so werden sie dem Feuer anheimgegeben, wo
sie seufzen und schluchzen werden. |
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107 |
Sie werden
dort ewig bleiben, solange die Himmel und die Erde bestehen, es
sei denn, Gott will es anders. Dein Herr macht, was Er will.
|
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108 |
Die
Glückseligen aber kommen ins Paradies. Dort werden sie
verweilen, solange die Himmel und die Erde bestehen, es sei
denn, Gott will es anders. Gottes Gabenfülle ist unerschöpflich.
|
|
109 |
Du sollst
nicht im Zweifel darüber sein, was die Ungläubigen anbeten. Sie
dienen den Götzen wie ihre Väter vor ihnen. Wir werden ihnen
ihren Anteil an der Strafe voll und ungemindert zukommen lassen.
|
|
110 |
Moses haben
Wir bereits das Buch gegeben. Sein Volk war darüber hinterher
uneinig. Wäre nicht ein Wort Gottes zuvor gefallen, wäre es um
sie geschehen. Sie sind in der Tat unsicher und voller Zweifel
darüber. |
|
111 |
Dein Herr
wird alle ihren Taten entsprechend voll und ganz belangen. Er
weiß genau um ihre Taten. |
|
112 |
Bleibe
beharrlich auf dem geraden Weg, wie dir befohlen wurde und
desgleichen den Gläubigen, die mit dir zu Gott gefunden haben.
?berschreitet die Grenzen der Gebote und Verbote nicht durch
?ber- oder Untertreibung! Er sieht genau, was ihr tut.
|
|
113 |
Haltet nicht
zu den Ungerechten, sonst würde euch das Höllenfeuer erfassen!
Euch wird dann keiner vor Gott Beistand leisten, und euch wird
auch nicht zum Erfolg verholfen werden. |
|
114 |
Verrichte
das Gebet an beiden Enden des Tages und zu Beginn der Nacht! Die
guten Taten heben die bösen auf. Das ist eine Ermahnung, die den
Gläubigen nützt, sofern sie sich ermahnen lassen.
|
|
115 |
Sei
geduldig! Gott belohnt die Standhaften, die das Gute tun und
lässt ihren Lohn nicht verlorengehen. |
|
116 |
Warum gab es
unter den Generationen vor euch keine Fähigeren, die den
Menschen verboten hätten, auf Erden Unheil zu stiften? Nur
wenige gab es, die Wir mit errettet haben. Die Ungerechten aber
folgten ihren Gelüsten und waren ?beltäter. |
|
117 |
Dein Herr
würde niemals die Städte zu Unrecht vernichten, wenn ihre
Bewohner Gutes tun. |
|
118 |
Wenn dein
Herr gewollt hätte, hätte Er alle Menschen zu einem einzigen
Volk gemacht. Doch Er hat sie verschieden gelassen, und so
werden sie immer bleiben, |
|
119 |
außer denen,
derer sich dein Herr erbarmt. Dafür hat Er sie erschaffen.
Gottes Wort lautet: "Ich werde die Hölle mit Dschinn und
Menschen allesamt füllen." |
|
120 |
Diese
Nachrichten über die Gesandten erzählen Wir dir, damit Wir
deinem Herzen Halt geben. Darin ist dir die Wahrheit übermittelt
worden, und darin liegt Belehrung und Ermahnung für die
Gläubigen. |
|
121 |
Sag den
Ungläubigen: "Bemüht euch soviel ihr könnt um böse Taten! Wir
aber bemühen uns auf unsere Art nur um das Gute. |
|
122 |
Wartet nur,
wie ihr wollt! Wir warten auch (aber auf die Erfüllung von
Gottes Verheißung)." |
|
123 |
Gott allein
kennt das Verborgene der Himmel und der Erde. Ihm obliegt voll
und ganz die Entscheidung. Diene Ihm und verlass dich auf Ihn!
Deinem Herrn entgeht nichts von dem, was ihr tut. |