7. Sura
Al-a'raf1
(206 Ayat)
Bismil-lahir-rahmanir-rahim
(1) Alif-lam-mim-sad2.
(2) Diese ist eine Schrift, die dir hinabgesandt wurde, so soll
in deiner Brust kein missbehagen ihretwegen aufkommen, damit du
mit ihr
ermahnst. Auch ist es eine Erinnerung für die Mumin.
(3)
Folgt dem, was zu euch von eurem HERRN hinabgesandt wurde, und
folgt nicht anstelle von Ihm anderen Wali3.
Nur ein wenig entsinnt ihr euch.
(4)
Und wie viele Ortschaften haben WIR doch zugrunde gehen lassen,
so überraschte
Unsere Peinigung sie entweder nachts, oder als sie sich bei der
Mittagsruhe
befanden.
(5) Dann hatten sie keine anderen Rufe, als Unsere
Peinigung sie überraschte, außer dass sie sagten: „Gewiss, wir
waren Unrecht-Begehende.“
(6) So
werden WIR diejenigen, zu denen Gesandte entsandt wurden, doch
zur Rechenschaft ziehen, ebenfalls werden WIR die Gesandten
gewiss befragen.
(7) Zweifelsohne werden WIR sie auch mit
Wissen (über ihre Taten) unterrichten. Und WIR
waren doch nie abwesend.
(8) Und das Wägen (der Taten) an jenem Tag wird wahrhaftig sein.
Diejenigen,
deren Gewogenes dann schwer wiegt, diese sind die wirklichen
Erfolgreichen.
(9)
Doch diejenigen, deren Gewogenes leicht wiegt, diese sind
diejenigen, die sich
selbst verloren haben wegen dem, was sie Unseren Ayat gegenüber
an Unrecht zu
begehen pflegten.
(10) Und gewiss, bereits haben WIR euch über die Erde verfügen
lassen und euch
darauf Existenzgrundlage gewährt. Doch ihr erweist euch selten
dankbar.
(11) Und
gewiss, bereits erschufen WIR euch, dann formten WIR euch, dann
sagten WIR
den Engeln: „Vollzieht Sudschud vor Adam!“ So vollzogen sie
(alle) Sudschud;
außer Iblis, er war keiner der Sudschud-Vollziehenden.
(12) ER
sagte: „Was hinderte
dich daran, Sudschud zu vollziehen, als ICH es dir angewiesen
habe?!“ Er
sagte: „Ich besser bin als er. DU hast mich aus Feuer
geschaffen, aber ihn hast DU
aus Lehm geschaffen.“
(13) ER sagte: „Dann steige davon4
hinab, denn du darfst dich darin nicht überheblich verhalten;
gehe hinaus! Gewiss, du bist einer der
Erniedrigten.“
(14) Er sagte: „Gewähre mir Zeit bis zu dem Tag,
an dem sie wieder
erweckt werden.“
(15) ER sagte: „Du bist einer derjenigen, denen
Zeit gewährt wird.“
1
Al-a'raf (Al-a'-raf) ist der Eigenname der siebten Sura.
Linguistisch bezeichnet Al-a'raf „den obersten Bereich einer
Sache, z. B.: Der Kamm der Welle, der Kamm des Berges, der Kamm
des Huhns“. Die Quran-Exegeten verstehen unter Al-a'raf den Kamm
einer Abtrennung zwischen der Dschanna und Dschahannam, auf dem
die Menschen
ALLAHs Bestimmung abwarten, da sie weder in die Dschanna
eintreten können, noch ins Dschahannam gehören.
2
Alif-lam-mim-sad sind die Namen der vier Buchstaben a, l, m, ss,
(siehe dazu Fußnote 2 S. 26.)
3
Wali bedeutet in diesem Zusammenhang „die Ihm von Menschen
beigesellten Partner.“
4
vom Himmel oder von einer Dschanna.
(16) Er sagte: „Und weil DU mich (durch diese Prüfung)
hast abirren lassen,
werde ich ihnen auf Deinem geraden Weg auflauern,
(17) dann
werde ich ihnen von vorne, von
hinten, von ihrer Rechten und von ihrer Linken entgegenkommen.
Dann wirst DU die meisten von
ihnen als Undankbare finden.“
(18) ER sagte:
„Verlasse es als ein Verachteter, Verfluchter. Wer von ihnen dir
folgt - gewiss werde ICH Dschahannam mit euch allesamt füllen.
(19) Und Adam! bewohne du
mit deiner Frau die Dschanna und speist, wovon immer ihr wollt,
aber nähert euch
nicht diesem Baum, sonst wäret ihr von den Unrecht-Begehenden.“
(20) Dann flüsterte ihnen der Satan ein, damit er ihnen das
enthüllt, was ihnen von ihren Schamteilen verborgen war, und
sagte: „Euer HERR hat euch diesen Baum
nur deswegen verboten, damit ihr keine Engel werdet oder zu den
Ewig-Lebenden gehört!“
(21) Auch schwur er ihnen: „Gewiss, ich bin für euch doch von
den Ratgebern!“
(22) So betrog er sie mit Täuschung. Als sie dann vom Baum
gekostet
haben, wurden ihnen ihre Schamteile sichtbar, und sie begannen
eilends, sich mit
den Blättern der Dschanna zu bedecken. Und ihr HERR hat sie
rufen lassen:
„Habe ICH euch etwa nicht diesen Baum verboten und gesagt, dass
der Satan für euch gewiss ein entschiedener Feind ist?!“
(23)
Sie sagten: „Unser HERR! Wir
begingen Unrecht und wenn DU uns nicht vergibst und Gnade
erweist, werden wir
doch zu den Verlierern gehören.“
(24) ER sagte: „Steigt hinab!
Die einen von euch
(Menschen) sind den anderen (Satanen) Feind. Und auf der Erde
habt ihr einen
Aufenthaltsort und Nießbrauch bis zu einer bestimmten Zeit.“
(25) ER sagte:
„Darauf werdet ihr leben und darauf werdet ihr sterben und
daraus werdet ihr
hervorgebracht.“
(26)
Kinder Adams! Bereits haben WIR euch Kleidung hinabgesandt, die
eure
Schamteile bedeckt, auch schmückende Kleidung. Doch die Kleidung
der Taqwa ist besser. Dies ist von ALLAHs Ayat, damit ihr euch
entsinnt.
(27)
Kinder Adams! Lasst den Satan euch nicht durch Fitna verführen,
wie er eure
Eltern aus der Dschanna hinausbrachte. Er hat ihnen ihre
Kleidung ausgezogen,
damit er ihnen ihre Schamteile sichtbar macht. Gewiss, er sieht
euch - er mit seiner
Sippe, während ihr sie nicht seht. Gewiss, WIR haben die Satane
als Wali für
diejenigen eingesetzt, die nicht den Iman verinnerlichen.
(28)
Und wenn sie eine
Abscheulichkeit getan haben, sagten sie: „Wir fanden unsere
Ahnen diese
praktizieren und ALLAH gebot sie uns.“ Sag: ‚Gewiss, ALLAH
gebietet keine
Abscheulichkeit!‘ Wollt ihr von ALLAH etwas behaupten, was ihr
nicht wisst?!
(29) Sag: ‚Mein HERR gebietet Gerechtigkeit. Und richtet euch zu
Ihm bei jedem
Sudschud und richtet Bittgebete an Ihn in lauterem Din1.
Wie ER euch das erste Mal erschuf, so werdet ihr nochmals
zurückkehren.‘
(30) Eine Gruppe leitete ER
recht und eine Gruppe ließ ER mit Recht abirren; gewiss, diese
haben die Satane
als Wali anstelle von ALLAH und sie glauben, sie wären
rechtgeleitet.
1Din
bedeutet hier Gehorsam.
(31)
Kinder Adams! Bekleidet euch gepflegt beim (Besuch) jeder
Moschee, esst und trinkt, doch seid nicht verschwenderisch!
Gewiss, ER liebt nicht die Verschwender.
(32)
Sag: ‚Wer erklärte für haram die gepflegte Kleidung, die ALLAH
für Seine
Diener hervorbrachte, und die Tayyibat1
vom Rizq?‘ Sag: ‚Diese sind für die
Mumin im diesseitigen Leben bestimmt und am Tag der Auferstehung
ausschließlich ihnen vorbehalten.‘ Solcherart verdeutlichen WIR
die Ayat für Menschen, die über Wissen verfügen.
(33)
Sag: ‚Mein HERR hat nur für haram erklärt die Verwerflichkeiten,
- alles, was
davon offenkundig wird oder verborgen bleibt, - die bewusste
Verfehlung, die
Aggressivität zu Unrecht, dass ihr ALLAH gegenüber Schirk
betreibt, wozu ER niemals eine Bestätigung hinabsandte, und dass
ihr über ALLAH das sagt, was ihr
nicht wisst.‘
(34)
Jede Umma unterliegt einer festgelegten Frist. Und wenn ihre
Frist sich dem Ende nähert, können sie (diese) weder um eine
Stunde hinauszögern noch vorverlegen.
(35)
Kinder Adams! Wenn zu euch Gesandte von euch kommen, die euch
Meine
Ayat vortragen, wer dann Taqwa gemäß handelt und gottgefällig
Gutes tut, so gibt es um diese weder Angst noch werden sie
traurig sein.
(36) Doch diejenigen, die
Unsere Ayat leugnen und sich darüber in Arroganz erheben, diese
sind die
Weggenossen des Feuers. Darin werden sie ewig bleiben.
(37)
Und keiner begeht mehr Unrecht als derjenige, der Lügen im Namen
ALLAHs erfindet
oder Seine Ayat ableugnet. Diese wird ihr Anteil von dem (für
sie) Bestimmten erreichen.
Wenn dann Unsere Gesandten (Engel) zu ihnen kommen, um (ihre Seelen) einzufordern, sagen sie (die Engel): „Wo ist dies,
woran ihr anstelle
von ALLAH Bittgebete gerichtet habt?“ Sie sagen: „Sie sind uns
abhanden gekommen.“
Und sie haben gegen sich selbst bezeugt, dass sie doch Kafir
waren.
(38)
ER sagte: „Tretet ein ins Feuer mit Umam von Menschen und
Dschinn, die vor
euch vergingen.“ Immer wieder, wenn eine Umma eingetreten ist,
hat sie ihre Vorgängerin verflucht. Und als sie sich darin (im
Feuer), allesamt versammelten,
sagte die Letzte (Umma) unter ihnen zur Ersten von ihnen: „Unser
HERR! Diese haben uns irregeleitet, so lass ihnen das Doppelte
an Peinigung des Feuers zuteil
werden!“ ER sagte: „Für jede das Doppelte.“ Doch ihr wisst
nichts.
(39) Und die
Erste (Umma) von ihnen sagte zur Letzten: „Ihr seid uns
gegenüber nicht besser
gestellt, so erfahrt die Peinigung wegen dem, was ihr euch zu
erwerben pflegtet.“
1
Tayyibat sind Speisen, die für den normalen Geschmack genießbar
sind und weder durch den Quran, noch durch
die Sunna, noch durch Idschma` (Konsens), noch durch Qiyas
(Analogieschluß) als haram eingestuft werden.
(40)
Gewiss, denjenigen, die Unsere Ayat leugneten und sich ihnen
gegenüber in Arroganz erhoben, werden die
Tore des Himmels nicht geöffnet und sie werden in die Dschanna nicht eintreten, bis das Kamel in das Nadelöhr
hineingeht.1
Und solcherart vergelten WIR es den schwer Verfehlenden.
(41) Für
sie wird aus Dschahannam
eine Unterlage sein, und über ihnen eine Decke. Und solcherart
vergelten
WIR es den Unrecht-Begehenden.
(42) Doch denjenigen, die den Iman verinnerlicht
und gottgefällig Gutes getan haben, WIR gebieten einer Seele nur
das, was sie
vermag. Diese sind die Weggenossen der Dschanna. Darin werden
sie ewig bleiben.
(43) WIR haben aus ihren Brüsten allen Groll herausgenommen -
unter ihnen fließen Flüsse, und sie sagten: „Alhamdulillah:
Alles Lob gebührt ALLAH, Der
uns dazu rechtleitete, und WIR wären gewiss nicht rechtgeleitet,
hätte ALLAH uns nicht
rechtgeleitet. Gewiss, bereits sind die Gesandten unseres HERRN mit der Wahrheit
gekommen.“ Und ihnen wurde zugerufen: „Dies ist die Dschanna, euch wird er für
das überlassen, was ihr zu tun pflegtet.“
(44) Und die Weggenossen der Dschanna haben den Weggenossen des
Feuers zugerufen:
„Wir haben das, was unser HERR uns versprochen hat, bereits als
Wahrhaftiges
vorgefunden. Habt ihr etwa das, was euer HERR versprochen hat,
als
Wahrhaftiges vorgefunden?“ Sie sagten: „Ja!” Dann rief ein
Ausrufender unter ihnen aus: „ALLAHs Fluch laste auf den
Unrecht-Begehenden!”
(45) Diejenigen,
die von ALLAHs Weg abhalten und diesen zu krümmen versuchen, und
die dem
Jenseits gegenüber Kufr betreiben.
(46) Und zwischen ihnen2
gibt es eine Abtrennung. Auch auf Al-a'raf3
sind Männer4,
die jeden5
an seiner Miene erkennen. Und sie haben den Weggenossen der
Dschanna zugerufen: „Salam sei mit euch.“ Sie selbst jedoch sind
nicht hineingetreten;
aber sie wünschen es sich sehr.
(47) Und wenn ihre Blicke auf
die Weggenossen des Feuers gerichtet werden, sagten sie: „Unser
HERR! Führe uns
nicht mit den unrecht-begehenden Leuten zusammen!“
(48) Die
Zugehörigen von
Al-'araf haben dann (Kafir-)Männern, die sie an ihrer Miene
erkannten, zugerufen,
sie sagten (ihnen): „Was hat euch eure Menge6
und das, was ihr an Überheblichkeit praktiziert habt, genützt?
(49) Sind diese (Mumin) etwa diejenigen, von
denen ihr geschworen habt, dass ALLAH ihnen keinerlei Gnade
erweisen würde?! (Ihr, Mumin!) Tretet in die Dschanna ein und um
euch gibt es weder Angst, noch werdet ihr
traurig sein.“
(50) Und die Weggenossen des Feuers riefen den Weggenossen der
Dschanna zu:
„Gebt uns etwas vom Wasser oder vom Rizq, das ALLAH euch
gewährte.“ Sie
sagten: „Gewiss, ALLAH erklärte beides den Kafir für haram.“
1D.
h., es ist unmöglich, dass sie in die Dschanna eintreten werden.
2
Zwischen den Mumin und den Kafir
3
Linguistisch bezeichnet Al-a'raf „den obersten Bereich einer
Sache, z. B.: Der Kamm der Welle, der Kamm des
Berges, der Kamm des Huhns“. Die Quran-Exegeten verstehen unter
Al-a'raf den Kamm einer Abtrennung
zwischen der Dschanna und Dschahannam, auf dem die Menschen
ALLAHs Bestimmung abwarten, da sie weder in
die Dschanna eintreten können, noch ins Dschahannam gehören.
4
Es wird interpretiert: „Engel in männlicher Gestalt“.
5
ob Dschanna- oder Dschahannam-Bewohner
6
bzw. das von euch angehäufte Vermögen
(51) Diejenigen, die
ihren Din als Zeitvertreib und als Spielchen nahmen und vom
diesseitigen Leben
getäuscht wurden. An diesem Tag lassen WIR sie (im Feuer
verweilen) wie Vergessene, genauso wie sie die Begegnung mit
diesem ihrem Tag vergessen
haben und wegen dem, wie sie Unsere Ayat zu leugnen pflegten.
(52) Und gewiss, bereits haben WIR ihnen doch eine Schrift
zukommen lassen, die
WIR mit Wissen verdeutlicht haben - als Rechtleitung und Gnade
für Menschen, die den Iman verinnerlichen.
(53) Warten sie etwa
auf etwas anderes außer auf die
in ihr (angedrohten) Konsequenzen?! An dem Tage, wenn die in ihr
(angedrohten)
Konsequenzen eintreten, werden diejenigen, die sie vorher
vergessen haben, sagen:
„Bereits kamen die Gesandten unseres HERRN doch mit der
Wahrheit. Hätten wir
doch Fürsprecher, die für uns fürsprechen, und würden wir doch
(ins Diesseits)
zurückgeschickt, damit wir anders handeln als das, was wir
vorher zu tun
pflegten.“ Doch bereits haben sie sich selbst verloren und ihnen
ist abhanden gekommen,
was sie zu erlügen pflegten.
(54)
Gewiss, euer HERR ist ALLAH, Der die Himmel und die Erde in
sechs Ayyam1
erschuf, dann wandte ER sich dem Al'ahrsch2
zu. ER lässt die Nacht den Tag überdecken
- sie bleibt ihm prompt auf den Fersen. Auch die Sonne, der Mond
und die Sterne sind Seinem Gebot unterworfen. Ja! Ihm alleine
gehören die Schöpfung und
das Gebieten. Immer allerhabener ist ALLAH, Der HERR aller
Schöpfung.
(55)
Richtet Bittgebete an euren HERRN in Ergebenheit und im
Verborgenen!
Gewiss, ER liebt nicht die Übertretenden.
(56) Und richtet kein
Verderben auf der Erde an, nachdem sie gut gemacht wurde, und
richtet Bittgebete an Ihn in Furcht
(vor Seiner Peinigung) und in Ersehnung (Seiner Belohnung)!
Gewiss, ALLAHs
Gnade liegt den Muhsin nahe.
(57) Und ER ist Derjenige, Der die Winde als Überbringer froher
Botschaft vor
Seiner Gnade3
vorausschickt. Wenn diese dann dicke Regenwolken trugen, lassen
WIR ihn (den Regen) zu einer toten Landschaft treiben, dann
lassen WIR darauf
das Wasser herab. Und damit lassen WIR von den verschiedenen
Früchten sprießen.
Solcherart erwecken WIR die Toten, damit ihr euch entsinnt.
(58)
Und die gute
Landschaft lässt ihre Pflanzen mit der Zustimmung ihres HERRN
sprießen. Doch
diejenige (Landschaft), die karg ist, lässt (ihre Pflanzen) nur
spärlich sprießen. Solcherart verdeutlichen WIR die Ayat für
Menschen, die sich dankbar erweisen.
(59) Gewiss, bereits haben WIR Nuh zu seinen Leuten entsandt,
dann sagte er:
„Meine Leute! Dient ALLAH! Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Ich
fürchte für euch die Peinigung eines gewaltigen Tages.“
1
Ayyam ist Plural von Yaum. Yaum bedeutet: Zeitraum,
Zeitabschnitt, Tageszeit von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.
2
Siehe Glossar
3
vor dem Regen
(60) Die
Entscheidungsträger seiner
Leute sagten: „Gewiss, wir sehen dich doch im offenkundigen
Irrtum.“
(61) Er
sagte: „Meine Leute! Ich bin nicht im Irrtum, sondern ich bin
ein Gesandter Des
HERRN aller Schöpfung.
(62) Ich verkünde euch die Botschaft
meines HERRN,
rate euch und weiß von ALLAH, was ihr nicht wisst.“
(63)
Verwundert euch etwa,
dass euch eine Ermahnung von eurem HERRN zuteil wurde durch
einen Mann von euch, um euch zu warnen, damit ihr Taqwa gemäß
handelt und damit euch Gnade
erwiesen wird?!
(64) So haben sie ihn der Lüge bezichtigt; dann
haben WIR ihn
und diejenigen, die mit ihm waren, in der Arche gerettet, und
haben diejenigen,
die Unsere Ayat leugneten, ertrinken lassen. Sie waren ja
verblendete Menschen.
(65) Und zu 'Aad (entsandten) WIR ihren Bruder Hud. Er sagte:
„Meine Leute! Dient ALLAH! Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Wollt
ihr etwa nicht Taqwa gemäß handeln?!“
(66) Die
Entscheidungsträger seiner Leute, die Kufr betrieben,
sagten: „Gewiss, wir sehen dich doch in Sinnesverwirrung und
gewiss, wir glauben
doch, dass du zu den Lügnern gehörst.“
(67) Er sagte: „Meine
Leute! Ich leide nicht
unter Sinnesverwirrung, sondern ich bin ein Gesandter Des HERRN
aller
Schöpfung.
(68) Ich verkünde euch die Botschaft meines HERRN und
ich bin für
euch ein treuer Ratgeber.
(69) Verwundert ihr euch etwa, dass
euch eine Ermahnung
von eurem HERRN zuteil wurde durch einen Mann von euch, um euch
zu
warnen?! Und entsinnt euch, als ER euch zu Nachfolgern von
Nuh-Leuten einsetzte und
eure Körpergestalt noch kräftiger machte. So entsinnt euch der
Wohltaten ALLAHs, damit ihr erfolgreich werdet.“
(70) Sie sagten: „Bist du etwa
zu uns gekommen, damit wir ALLAH alleine dienen und von dem
ablassen, dem
unsere Ahnen dienten?! Also lasse uns das zuteil werden, wovor
du uns warnst,
solltest du von den Wahrhaftigen sein.“
(71) Er sagte: „Bereits
traf euch doch (dafür) von eurem HERRN missfallen und Zorn. Wollt
ihr etwa mit mir über
Namen (von Götzen) disputieren, die ihr und eure Ahnen (ihnen)
gegeben habt,
wozu ALLAH niemals eine Bestätigung hinabsandte?! So wartet nur
ab! Ich warte
ebenfalls mit euch ab.“
(72) Dann haben WIR ihn und diejenigen
mit ihm mit Gnade von
Uns gerettet und diejenigen, die Unsere Ayat geleugnet haben,
ausgerottet. Und sie waren
keine Mumin.
(73) Und zu Thamud (entsandten) WIR ihren Bruder Salih. Er
sagte: „Meine Leute!
Dient ALLAH! Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Bereits kam zu euch
ein klares
Zeichen von eurem HERRN: Dies ist die Kamelstute von ALLAH als
Aya für
euch, so lasst sie auf dem Lande ALLAHs weiden und fügt ihr
keinen Schaden zu,
sonst wird euch eine qualvolle Peinigung überkommen.
(74) Auch
entsinnt euch,
als ER euch zu Nachfolgern von 'Aad einsetzte und euch im Lande
wohnen ließ.
Ihr habt auf ihren Auen Paläste gebaut und in die Felsengebirge
Häuser gemeißelt.
So entsinnt euch der Wohltaten ALLAHs und übertreibt nicht auf
der Erde als Verderben-Anrichtende!“
(75) Die
Entscheidungsträger seiner Leute, die sich in
Arroganz erhoben haben, sagten zu denjenigen, die unterdrückt
wurden - zu denen
von ihnen, die den Iman verinnerlicht haben: „Wisst ihr etwa,
dass Salih sicher ein
Gesandter seines HERRN ist?“ Sie sagten: „Gewiss, wir
verinnerlichen den Iman
an das, womit er entsandt wurde.“
(76) Diejenigen, die sich in
Arroganz erhoben
haben, sagten: „Gewiss, wir betreiben Kufr dem gegenüber, woran
ihr den Iman
verinnerlicht habt.“
(77) Dann verletzten sie die Beine des
Kamelweibchens,
setzten sich über das Gebot ihres HERRN hinweg und sagten:
„Salih! Lasse uns
nun zuteil werden, wovor du uns gewarnt hast, solltest du zu den
Gesandten gehören.“
(78) Dann ergriff sie das Beben, dann wurden
sie in ihren Wohnstätten
zu leblosen Körpern.
(79) Dann hat er (Salih) sich von ihnen
abgewendet und sagte:
„Meine Leute! Gewiss, bereits habe ich euch die Botschaft meines
HERRN
verkündet und euch Ratschläge erteilt, doch ihr mögt keine
Ratgeber.“
(80) Und (erinnere an) Lut, als er zu seinen Leuten sagte:
„Begeht ihr das Abscheuliche,
das keiner von den Menschen vor euch je beging?!
(81) Gewiss,
ihr verkehrt
doch intim aus Begierde mit Männern anstatt mit (euren)
Ehefrauen. Nein,
sondern ihr seid ausschweifende Leute!“
(82) Die Antwort seiner
Leute war nichts
anderes als dass sie sagten: „Treibt sie aus eurer Stadt hinaus!
Gewiss, sie sind Menschen, die sich rein halten wollen.“
(83)
Dann erretteten WIR ihn und seine
Familie außer seiner Ehefrau; sie gehörte zu den
zugrundegehenden
Zurückgebliebenen.
(84) Und WIR ließen (Peinigungs-)Regen auf
sie niedergehen.
So siehe, wie das Anschließende von den schwer Verfehlenden war.
(85) Und zu Madyan (entsandten) WIR ihren Bruder Schu'aib. Er
sagte: „Meine
Leute! Dient ALLAH! Ihr habt keinen Gott außer Ihm. Bereits kam
zu euch ein
deutliches Zeichen von eurem HERRN. So gebt vollständiges Maß
und Gewicht und gebt den Menschen das ihnen Zustehende nicht
inkomplett. Auch richtet auf
der Erde kein Verderben an, nachdem sie gut gemacht wurde. Dies
ist besser für
euch, wenn ihr Mumin seid.
(86) Und lauert nicht auf jedem Weg
auf, um
(Menschen) einzuschüchtern und von ALLAHs Weg diejenigen
abzuhalten, die
den Iman verinnerlicht haben - erstrebt nach dem Krümmen (dieses
Weges). Und
entsinnt euch, als ihr noch wenige wart, dann ließ ER euch mehr
werden. Und nehmt wahr, wie das Anschließende von den
Verderben-Anrichtenden war.
(87) Und wenn eine Gruppe von euch
den Iman daran verinnerlicht hat, womit ich entsandt wurde, und
eine (andere) Gruppe den Iman nicht verinnerlicht hat, dann
übt euch in Geduld, bis ALLAH zwischen uns richtet. Und ER ist
Der Beste der
Richtenden.“
(88) Die Entscheidungsträger seiner Leute, die sich
in Arroganz erhoben haben, sagten: „Gewiss, wir werden dich, Schu'aib, und diejenigen, die den Iman
mit dir verinnerlicht haben, aus unserem Ort hinaustreiben, oder
ihr kehrt zurück zu unserer
Gemeinschaft!“ Er sagte: „Selbst dann (wollt ihr dies tun),
sollten wir demgegenüber abgeneigt sein?!
(89) Bereits
hätte wir im Namen ALLAHs Lügen erfunden, würden wir in eure
Gemeinschaft zurückkehren, nachdem ALLAH uns daraus errettete. Und uns gebührt nicht zu ihr
(eurer Gemeinschaft) zurückzukehren, es sei denn, ALLAH, unser
HERR will dies. Unser HERR umfasst alles mit Wissen. (Nur) ALLAH gegenüber üben
wir
Tawakkul. Unser HERR! Decke (dies) zwischen uns und unseren
Leuten mit der
Wahrheit auf! Denn DU bist gewiss Der Beste der Aufdeckenden.“
(90) Die
Entscheidungsträger seiner Leute, die Kufr betrieben haben,
sagten: „Solltet ihr
Schu'aib folgen, gewiss wäret ihr dann doch Verlierer.”
(91)
Dann ergriff sie das
Beben und sie wurden in ihrem Wohnort zu leblosen Körpern.
(92)
Diejenigen, die
Schu'aib der Lüge bezichtigt haben, als hätten sie dort nicht
gewohnt. Diejenigen, die Schu'aib der Lüge bezichtigt haben, sie
waren gewiss die wirklichen Verlierer.
(93)
Dann hat er (Schu'aib) sich von ihnen abgewendet und sagte:
„Meine Leute! Gewiss, bereits habe ich euch die Botschaft meines
HERRN verkündet und euch
Ratschläge gemacht, also weshalb soll ich kufr-betreibenden
Leuten nachtrauern?!
(94)
Und WIR haben in keine Ortschaft einen Propheten entsandt, ohne
dass WIR
ihre Bewohner durch Not und Krankheit geprüft haben, damit sie
in Demut (um Hilfe)
bitten.
(95) Dann ersetzten WIR anstelle des Schlechten das
Gute, bis sie sich erholten und sagten: „Bereits überkam unsere Ahnen sowohl das
Schädliche als auch
das Fröhliche.“ So richteten WIR sie unerwartet zugrunde,
während sie es nicht
merkten.
(96) Und hätten die Bewohner der Ortschaften doch den Iman
verinnerlicht und Taqwa gemäß gehandelt, gewiss hätten WIR ihnen
dann Baraka
von dem Himmel und der Erde gewährt! Doch sie leugneten, so
richteten WIR sie
zugrunde wegen dem, was sie sich (an Verfehlungen) zu erwerben
pflegten.
(97) Fühlen sich etwa die Bewohner der Ortschaften davor sicher,
dass Unsere Peinigung
sie nachts überkommt, während sie schlafen?!
(98) Oder fühlen
sich etwa die Bewohner der Ortschaften davor sicher, dass Unsere
Peinigung sie morgens
überkommt, während sie sich vergnügen?!
(99) Fühlen sie sich etwa sicher
vor ALLAHs Versuchung?! Vor ALLAHs Versuchung fühlen sich doch
nur die
verlierenden Leute sicher.
(100) Wurde etwa denjenigen, welche
das Land nach
seinen (vorherigen) Bewohnern beerben, noch nicht deutlich, dass
WIR, hätten
WIR es gewollt, sie wegen ihrer Verfehlungen zugrunde richten
können?! Doch WIR versiegeln ihre Herzen, so vernehmen sie
nichts mehr.
(101)Dies
sind die Ortschaften, von deren Begebenheiten WIR dir (einen
Teil)
berichtet haben. Und gewiss, bereits kamen zu ihnen ihre
Gesandten mit den
deutlichen Zeichen, so würden sie nicht den Iman an das
verinnerlichen, was sie vorher
abgeleugnet haben. Solcherart versiegelt ALLAH die Herzen der
Kafir.
(102)Und
WIR stellten bei den meisten von ihnen keine Vertragstreue fest.
Jedoch
stellten WIR die meisten von ihnen als Fasiq fest.
(103)Dann
entsandten WIR nach ihnen Musa mit Unseren Ayat zu Pharao und
seinen Entscheidungsträgern, so begingen sie ihnen gegenüber
Unrecht. Also siehe, wie das
Anschließende von den Verderben-Anrichtenden war.
(104) Musa
sagte: „Pharao! Gewiss, ich bin ein Gesandter vom HERRN aller
Schöpfung.
(105) Mir obliegt es, dass ich nichts über ALLAH außer der
Wahrheit sage. Bereits
brachte ich euch doch ein klares Zeichen von eurem HERRN mit, so
schicke mit
mir die Kinder Israils!“
(106) Er sagte: „Solltest du eine Aya
mitgebracht haben, so bringe sie
vor, solltest du von den Wahrhaftigen sein.“
(107) So warf er
seinen Stock und er wurde zu
einer sichtbaren Schlange.
(108) Dann zog er seine Hand
(aus dem Hemd) heraus und sie wurde hell für die Zuschauer.
(109) Die Entscheidungsträger vom Pharaos Leuten sagten:
„Gewiss, dieser ist doch ein im Wissen
fundierter Magier!
(110) Er will euch aus eurem Land heraustreiben. Was empfehlt
ihr nun?“
(111) Sie sagten: „Halte ihn mit seinem Bruder hin,
und schicke in die
Städte Boten,
(112) die dir jeden im Wissen fundierten Magier
holen.“
(113) Und die Magier
kamen zu Pharao; sie sagten: „Gibt es für uns sicher eine
Belohnung, wenn wir die
Sieger werden?“
(114) Er sagte: „Ja! Und gewiss ihr werdet doch von den engen
Vertrauten sein.“
(115) Sie sagten: „Musa! Entweder wirfst du
oder wir
sind die (ersten) Werfer.“
(116) Er sagte: „Werft ihr!“ Und als
sie geworfen hatten,
haben sie die Augen der Menschen verzaubert und ihnen Angst
eingejagt. Und sie
vollbrachten gewaltige Magie.
(117) Dann ließen WIR Musa durch Wahy zuteil
werden: „Nun wirf deinen Stock!“ Und prompt schluckte er alles,
was sie (die Magier)
vortäuschten.
(118) Dann war die Wahrheit erkennbar. Und
annulliert wurde, was sie zu
tun pflegten.
(119) so wurden sie dort besiegt und kehrten danach erniedrigt
um.
(120) Dann fielen die Magier in Sudschud nieder.
(121) Sie
sagten: „Wir haben den Iman
an Den HERRN aller Schöpfung verinnerlicht,
(122) an Den HERRN von Musa und Harun!“
(123) Pharao sagte:
„Habt ihr etwa den Iman verinnerlicht,
bevor ich euch dies gestattet habe? Gewiss, dies ist doch nicht
anderes
als Täuschung, die ihr in dieser Stadt intrigiert habt, um ihre
Einwohner daraus zu
vertreiben. So werdet ihr es noch wissen.
(124) Zweifelsohne
werde ich eure Hände
und Füße wechselseitig abschneiden, dann werde ich euch doch
allesamt kreuzigen
lassen.“
(125) Sie sagten: „Wir werden (sowieso) zu unserem
HERRN zurückkehren.
(126) Du bemängelst doch nichts an uns, außer dass wir den Iman
an die
Ayat unseres HERRN verinnerlicht haben, als diese zu uns kamen.
Unser HERR!
Verleihe uns Geduld und lasse uns als Muslime sterben!“
(127)
Und die Entscheidungsträger
von Pharaos Leuten sagten: „Willst du etwa von Musa und seinen
Leuten ablassen, damit sie Verderben auf der Erde anrichten und
damit sie von dir
(deiner Verherrlichung) und von deinen Göttern ablassen.“ Er
sagte: „Wir werden
ihre Söhne töten und (nur) ihre Frauen am Leben lassen. Und
gewiss, wir
beherrschen sie.“
(128) Musa sagte zu seinen Leuten: „Fleht
ALLAH um Hilfe an
und übt euch in Geduld! Gewiss, die Erde gehört ALLAH und ER
überlässt sie,
wem ER will von Seinen Dienern. Und das Anschließende ist für
die Muttaqi
bestimmt.“
(129) Sie sagten: „Uns wurde Schaden zugefügt, bevor
du zu uns kamst
und nachdem du zu uns kamst.“ Er sagte: „Möglich ist es, dass
euer HERR euren
Feind zugrunde richtet und euch als Nachfolger im Lande
einsetzt. Dann sieht ER,
wie ihr handelt.“
(130) Und gewiss, bereits ließen WIR Dürre und
Rückgang von
Erzeugnissen Pharaos Leute überkommen, damit sie sich entsinnen.
(131) Und als
sie Gutes traf, sagten sie: „Dies ist unser (Verdienst)!“ Und
wenn Schlechtes sie
berührte, prophezeiten sie von Musa und von denen, die mit ihm
waren, Unheilvolles. Ja! Das von euch (prophezeite) Unheilvolle
ist doch nur von ALLAH, aber
die meisten von ihnen wissen es nicht.
(132) Und sie sagten:
„Egal welche Aya du
uns vollbringst, um uns damit zu verzaubern, wir werden dir
keinen Iman schenken1.“
(133) So schickten WIR ihnen Überschwemmung, Heuschrecken,
Läuse, Frösche und Blut als deutliche Ayat, dann haben sie sich in
Arroganz erhoben und
waren schwer verfehlende Leute.
(134) Und als sie die Peinigung
überkam, sagten sie: „Musa! Richte für uns Bittgebete an deinen
HERRN, wie ER
es dir geboten hat. Wenn ER von uns die Peinigung wegnimmt,
gewiss werden wir den Iman an dich verinnerlichen und mit dir
Israils Kinder doch mitschicken.
(135) Doch als WIR von ihnen
die Peinigung - bis zu einer für sie festgelegten Frist,
weggenommen haben, hielten sie (ihr Versprechen) nicht ein.
(136) So übten WIR an ihnen
Vergeltung. Dann haben WIR sie im Meer ertrinken lassen, weil
sie Unsere Ayat leugneten
und ihnen gegenüber achtlos zu sein pflegten.
(137) Und
WIR ließen diejenigen Leute, die unterdrückt wurden, erben das
Östliche und das
Westliche des Landes, das WIR mit Baraka erfüllt haben. Und das
gute
Versprechen deines HERRN für die Kinder Israils wurde
vollständig eingelöst (als
Belohnung) für die Geduld, die sie aufbrachten. Und WIR
vernichteten das, was
Pharao und seine Leute bewerkstelligten, und das, was sie an
Bauten errichteten.
(138) Und WIR ließen die Kinder Israils das Meer überqueren,
dann kamen sie zu
Leuten, die sich eigenen Götzen zuwendeten. Sie sagten: „Musa!
Richte für uns
einen Gott wie ihre Götter ein!“ Er sagte: „Gewiss, ihr seid
unwissende Leute!
(139)
Gewiss, für diese wird das, woran sie sind, zugrunde gerichtet,
und nichtig ist das, was sie zu tun pflegten.“
(140) Er sagte:
„Soll ich euch etwa anstelle von ALLAH
einen anderen Gott erstreben lassen, wo ER euch den anderen
Menschen
gegenüber ausgezeichnet hat?!“
(141) (Und erinnert euch daran), als WIR euch vor Pharaos Leuten
errettet haben,
nachdem sie euch das Üblste an misshandlung zugefügt hatten, sie
schlachteten
eure Söhne ab und ließen (nur) eure Frauen am Leben. Darin lag
wahrhaftig eine
schwere Prüfung von eurem HERRN!
(142) Und WIR legten für Musa
eine
Verabredung nach dreißig Tagen fest, dann erweiterten WIR sie um
zehn Tage, so
wurde die Verabredung, die sein HERR festlegte, nach vierzig
Tagen vollständig.
Musa sagte zu seinem Bruder Harun: „Sei mein Khalifa2
bei meinen Leuten, tue Gutes und folge nicht dem Weg der
Verderben-Anrichtenden!“
(143) Und als Musa
zu der von Uns festgelegten Verabredung kam und sein HERR zu ihm
sprach,
sagte er: „HERR! Lasse mich sehen, dass ich Dich anschaue.“ ER
sagte: „Du wirst
Mich nicht sehen! Aber schau dir den Felsenberg an, sollte er an
seiner Stelle bleiben, so wirst du Mich sehen.“ Doch als sein
HERR sich dem Felsenberg
offenbarte, hat ER ihn zu Staub gemacht; und Musa fiel
bewusstlos nieder. Und als
er erwachte, sagte er: „Gepriesen-erhaben bist DU! Ich bereue es
Dir gegenüber
und ich bin der Erste der Mumin.“
1D.
h. wir werden dir nicht glauben und deine Botschaft nicht als
wahr anerkennen.
2
Khalifa: Nachfolger, Vertreter
(144) ER sagte: „Musa! Gewiss,
ich habe dich vor allen
Menschen für Meine Botschaft und für Meine Worte auserwählt, so
nimm das entgegen, was ICH
dir zuteil werden ließ, und sei von den Dankbaren!“
(145) Und WIR schrieben ihm auf den Tafeln über alle (euch
auferlegten) Dinge - als
Ermahnung und als Erläuterung für jede (euch auferlegte) Sache.
So setze diese mit
Ernsthaftigkeit um und gebiete deinen Leuten, dass sie das
Bessere davon
umsetzen. ICH werde euch die Wohnstätten der Fasiq zeigen.
(146) Meine Ayat werde ICH nicht wahrnehmen lassen diejenigen,
die sich zu Unrecht auf der Erde
in Arroganz erheben. Und wenn sie jegliche Aya sehen,
verinnerlichen sie daran keinen Iman. Auch wenn sie den Weg der
Rechtschaffenheit erkennen, folgen sie ihm nicht
als (ihren) Weg, doch wenn sie den Weg des Fehlgehens erkennen,
folgen sie ihm als (ihren)
Weg, dies weil sie Unsere Ayat verleugnen und ihnen gegenüber
achtlos zu sein pflegten.
(147) Und diejenigen, die Unsere Ayat und das
Treffen im Jenseits verleugnen, ihre (guten) Taten sind zunichte
geworden. Wird
ihnen etwa anderes vergolten als das, was sie zu tun pflegten?!
(148) Und die Leute von Musa nahmen sich nach dessen (Fortgang)
aus ihrem Schmuck ein Kalb (als Götzen) - einen Körper, der
muhte. Sahen sie etwa nicht, dass es
weder mit ihnen spricht, noch sie auf den Weg rechtleiten kann?!
Sie dienten ihm und waren
Unrecht-Begehende.
(149) Und als sie bereut und erkannt haben, dass
sie bereits fehlgegangen sind, sagten sie: „Wenn unser HERR uns
keine Gnade erweist und uns
vergibt, werden wir gewiss von den Verlierern sein.“
(150) Und als Musa zu seinen Leuten zurückkam - zornig und
voller Trauer, sagte
er: „Erbärmlich ist das, wie ihr nach mir meine Nachfolge
angetreten habt. Habt ihr etwa
das Gebot eures HERRN nicht abwarten wollen?“ Dann warf er die
Tafeln und packte seinen
Bruder am Kopf und zog ihn zu sich; dieser sagte: „Sohn meiner Mutter! Die Leute
haben mich gedemütigt und beinahe getötet, lass die Feinde nicht über mich
triumphieren und setze mich nicht gleich mit den Unrecht- Begehenden!“
(151) Er sagte: „HERR! Vergib mir und meinem Bruder und lass uns
in Deine Gnade eintreten. DU bist der Gnädigste der Gnädigen!“
(152) Gewiss, diejenigen, die sich das Kalb (als Götzen) nahmen,
wird Zorn von ihrem HERRN und
Erniedrigung im diesseitigen Leben treffen. Und solcherart
vergelten WIR den
Lügenerfindern.
(153) Und für diejenigen, welche die gottmissfälligen Taten
begingen, danach bereuten und den Iman verinnerlichten – gewiss,
dein HERR ist
danach doch allvergebend, allgnädig!
(154) Und als der Zorn von Musa sich legte, nahm er die Tafeln.
In ihrer Inschrift
war Rechtleitung und Gnade für diejenigen, die vor ihrem HERRN
Ehrfurcht empfinden.
(155) Musa wählte dann von seinen Leuten siebzig Männer für
Unsere Verabredung
aus. Und nachdem das Beben sie erfasst hatte, sagte er: „HERR!
Hättest DU es
gewollt, hättest DU sie vorher mit mir zugrunde gehen lassen.
Willst DU uns etwa
zugrunde gehen lassen für das, was die Beschränkten von uns
getan haben?! Dies ist nichts
anderes als Deine Fitna, damit lässt DU abirren, wen DU willst,
und leitest recht, wen DU
willst. DU bist unser Wali, so vergib uns und erweise uns Gnade!
Und DU bist der Beste der Vergebenden.
(156) Und bestimme für uns in
diesem Diesseits Gutes und auch im Jenseits, denn gewiss, wir
bereuen Dir
gegenüber. ER sagte: „Mit Meiner Peinigung treffe ICH, wen ICH
will. Doch
Meine Gnade umfasst alles. So werde ICH sie für diejenigen
bestimmen, die Taqwa
gemäß handeln und Zakat entrichten, und für diejenigen, die den
Iman an Unsere Ayat
verinnerlichen.“
(157) Es sind diejenigen, die dem Gesandten, dem
lese- und schreibunkundigen Propheten folgen, über den sie bei
sich in At-taurat
und Alindschil geschrieben finden. Er ruft sie zum Gebilligten
auf, rät ihnen vom
missbilligten ab, erklärt ihnen die guten Dinge für halal und die
schlechten Dinge
für haram und erleichtert ihnen ihre schweren Gebote und die
Einschränkungen,
die ihnen auferlegt waren. Also diejenigen, die den Iman an ihn
verinnerlicht, ihn
geehrt, ihm zum Sieg verholfen haben und dem Licht (Quran)
gefolgt sind, das
ihm hinabgesandt wurde, diese sind die wirklichen Erfolgreichen.
(158) Sag:
‚Ihr Menschen! Gewiss, ich bin ALLAHs Gesandter zu euch
allesamt,
Demjenigen, Dem die Himmel und die Erde gehören. Es gibt keinen
Gott außer Ihm, ER macht lebendig und lässt sterben. So
verinnerlicht den Iman an ALLAH und an Seinen Gesandten, den
lese- und schreibunkundigen Propheten, denjenigen, der den Iman
an ALLAH und an Seine Worte verinnerlicht. Und folgt ihm, damit
ihr Rechtleitung findet.“
(159) Auch
von Musas Leuten gibt es eine Umma, die mit der Wahrheit
rechtleiten
und danach Gerechtigkeit üben.
(160) Und WIR teilten sie ein in
zwölf Stämme,
Umam. Und WIR ließen Musa Wahy zuteil werden, als seine Leute
ihn um
Wasser baten: ‚Schlage mit deinem Stock gegen den Felsen!‘ So
entsprangen
daraus zwölf Quellen. Jede Gruppe kannte bereits ihre
Trinkstelle. WIR haben sie
dann mit Wolken beschattet und ihnen Al-mann1
und As-salwa2
geschickt. Esst
von den Tayyibat3
dessen, was WIR euch an Rizq gewährten. Doch Uns haben sie
kein Unrecht angetan, sondern sie pflegten sich selbst Unrecht
anzutun.
(161) (Und erinnere daran), als ihnen gesagt wurde: „Bewohnt
diesen Ort, esst darin
allerorts, wo ihr wollt, sagt: ‚Entlastung!‘ und tretet ein
durch das Tor in Sudschud-Haltung,
dann vergeben WIR euch eure Verfehlungen. Noch mehr werden
WIR den Muhsin gewähren!“
(162) Diejenigen von ihnen, die
Unrecht begangen
haben, vertauschten dann ein anderes Wort als das, was ihnen
bereits verkündet
wurde. So schickten WIR ihnen Peinigung vom Himmel für das, was
sie an Unrecht
zu begehen pflegten.
1
Eine Art Süßspeise
2
Eine Vogelart, den Wachtelnähnlich.
3
Tayyibat sind Speisen, die für den normalen Geschmack genießbar
sind und weder durch den Quran, noch durch
die Sunna, noch durch Idschma` (Konsens), noch durch Qiyas
(Analogieschluß) als haram eingestuft werden.
(163) Und frage sie nach der Ortschaft, die in der Nähe des
Meeres lag, als sie am Sabbat
übertreten haben, als zu ihnen die Fische am Sabbat sichtbar
(übers Wasser) kamen, während
diese außerhalb des Sabbat nicht kamen. Solcherart prüfen wir sie wegen dem, was sie an Fisq zu betreiben pflegten.
(164) Und (erinnere
daran), als eine Umma von ihnen sagte: „Wozu ermahnt ihr Leute,
die ALLAH
zugrunde richten oder mit einer qualvollen Peinigung peinigen
wird?“ Sie sagten:
„(Unsere Ermahnung ist) eine Entschuldigung vor eurem HERRN und
damit sie
vielleicht Taqwa gemäß handeln.“
(165) Doch als sie vergessen
haben, womit sie ermahnt wurden, erretteten WIR diejenigen, die
das Verwerfliche verboten, und setzten diejenigen, die Unrecht
begingen, einer qualvollen Peinigung aus für das,
was sie an Fisq zu betreiben pflegten.
(166) Und nachdem sie
sich über das erhoben
hatten, was ihnen untersagt wurde, sagten WIR ihnen: „Seid
erniedrigte Affen!“
(167) Und (erinnere daran), als dein HERR es bekanntmachte: ‚ER
wird ihnen doch
bis zum Jüngsten Tag Menschen schicken, die ihnen das Härteste
an Peinigung
zufügen.‘ Gewiss, Dein HERR ist zweifelsohne schnell im Strafen
und gewiss, ER ist doch allvergebend, allgnädig.
(168) Und WIR
teilten sie auf der Erde in Umam
ein. Unter ihnen sind die gottgefällig Guttuenden und unter
ihnen sind manche, die
darunter sind. Und WIR prüften sie mit gottgefälligen guten
Taten und mit den
gottmissfälligen Taten, damit sie umkehren.
(169) Dann folgten
ihnen schlechte
Nachfolger nach, welche die Schrift erbten. Sie eignen sich das
Minderwertige
dieses Vergänglichen an und sagen (dennoch): „Es wird uns
vergeben!“ Doch
wenn zu ihnen Ähnliches an Vergänglichem kommt, eignen sie es
sich (wieder)
an. Wurde von ihnen etwa nicht das Gelöbnis der Schrift
entgegengenommen, dass
sie im Namen ALLAHs nichts außer der Wahrheit sagen?! Und sie
haben in ihr
(der Schrift) studiert. Und die jenseitige Wohnstätte ist besser
für diejenigen, die
Taqwa gemäß handeln. Wollt ihr etwa nicht verständig sein?!
(170) Und (für) diejenigen,
welche die Schrift eingehalten und das rituelle Gebet
ordnungsgemäß verrichtet
haben, gewiss, WIR lassen die Belohnung der gottgefällig
Guttuenden nicht
verloren gehen.
(171)Und
(erinnere daran), als WIR den Berg über sie erhoben haben, als
wäre er
eine Wolke, und sie dachten, dass er doch auf sie herabfallen
würde. Nehmt mit
Ernsthaftigkeit, was WIR euch zuteil werden ließen und entsinnt
euch dessen,
damit ihr Taqwa gemäß handelt.
(172)Und
(erinnere daran), als dein HERR von den Kindern Adams, aus ihren
Rücken (Becken) ihre Nachkommenschaft entnahm und sie gegen sich
selbst
Zeugnis ablegen ließ: „Bin ICH etwa nicht euer HERR?!“ Sie
sagten: „Doch mit
Sicherheit! Wir bezeugen es.“ Also, damit ihr am Tag der
Auferstehung nicht sagt:
‚Gewiss, wir waren demgegenüber achtlos‘,
(173) oder sagt: ‚Nur
unsere Ahnen
haben vorher Schirk betrieben und wir waren Nachkommenschaft
nach ihnen!
Willst DU uns etwa zugrunde richten für das, was die des
Unwahren Verbreitenden
taten?‘ (174) Und solcherart verdeutlichen WIR die Ayat und
damit sie
(zum Iman) zurückkehren.
(175)Und
trage ihnen vor die Nachricht über denjenigen, dem WIR Unsere
Ayat zuteil werden ließen, dann hat er sich von ihnen
abgewendet, dann folgte ihm der
Satan, so wurde er von den Verführten.
(176)Und
hätten WIR es gewollt, hätten WIR ihm damit (den Ayat) doch eine
hohe
Stellung gewährt. Doch er neigte zur Erde (zum Diesseits) und
folgte seinen
Neigungen. So ähnelt sein Gleichnis dem Gleichnis eines Hundes:
‚Wenn du ihn
verjagst, hechelt er, und wenn du ihn in Ruhe lässt, hechelt er
auch.‘ Solcherart ist das
Gleichnis von Leuten, die Unsere Ayat ableugneten. So erzähle
die (dir offenbarten)
Begebenheiten, damit sie sich entsinnen.
(177)Erbärmlich
ist das Gleichnis der Menschen, die Unsere Ayat ableugneten, und
sich selbst Unrecht anzutun pflegten.
(178) Wen ALLAH rechtleitet, ist gewiss der
Rechtgeleitete. Wen ER aber abirren lässt, so sind diese die
wirklichen Verlierer.
(179)Und
gewiss, bereits erschufen WIR für Dschahannam viele von den
Dschinn
und den Menschen. Sie haben Herzen, mit denen sie keine Einsicht
gewinnen, und Augen, mit
denen sie (die Wahrheit) nicht erblicken, und Ohren, mit denen
sie (die Ermahnung) nicht
hören. Diese sind wie die An'am1;
nein, sondern sie sind
noch abirrender! Diese sind die wirklichen Achtlosen.
(180)Und
ALLAH hat die schönsten/besten Namen, so benennt Ihn damit. Und
lasst
ab von denjenigen, die Seine Namen entstellen. Ihnen wird das
vergolten, was sie zu tun pflegten.
(181)Und
von denjenigen, die WIR erschaffen haben, gibt es eine Umma, sie
leiten
recht mit der Wahrheit und richten nach ihr.
(182)Und
diejenigen, die Unsere Ayat ableugnen, diese werden WIR der Versuchung
aussetzen da, wo sie es nicht wissen.
(183) Auch gewähre ICH
ihnen noch
mehr Zeit. Doch Meine Bestrafung ist hart.
(184) Besinnen sie sich etwa nicht?! Ihr Gefährte (Muhammad)
leidet nicht unter
Geistesgestörtheit, er ist doch nur ein deutlicher Warner.
(185)
Haben sie etwa nicht
ALLAHs Herrschaft über die Himmel und die Erde versonnen
erblickt und das,
was ALLAH an Dingen erschuf, und dass vielleicht ihr Ende
bereits sich genähert
hat?! An welche Mitteilung werden sie denn nach ihm (Quran) den
Iman
verinnerlichen?!
(186) Wen ALLAH in die Irre gehen lässt, der
findet gewiss keinen
Rechtleitenden. Und ER lässt sie in ihrer Maßlosigkeit sich
verblenden.
1
An'am ist eine Bezeichnung für Weidetiere und insbesondere für
Kamele, Rinder, Kühe, Ziegen und Schafe.
(187)Sie
fragen dich nach der Stunde (dem Jüngsten Tag): ‚Wann ereignet
sie
sich?‘ Sag: ‚Das Wissen darüber ist nur bei meinem HERRN. Keiner
kann sie zu ihrer Zeit
offenlegen außer ER. Schwer lastet sie in den Himmeln und auf
der Erde. Sie überkommt euch
nur plötzlich.‘ Sie fragen dich, als ob du davon genaueste Kenntnis besäßest. Sag: ‚Das Wissen über sie ist nur bei
ALLAH; doch die meisten Menschen wissen es nicht.‘
(188)Sag:
‚Ich verfüge für mich selbst weder über Nützliches noch über
Schädliches,
es sei denn über das, was ALLAH will. Und hätte ich Kenntnis
über das
Verborgene gehabt, gewiss hätte ich mir vom Guten viel
angeeignet, und
Schlechtes würde mich nicht treffen! Ich bin doch nur ein
Ermahner und ein
Überbringer froher Botschaft für Leute, die den Iman
verinnerlichen.‘
(189)ER
ist Derjenige, Der euch aus einem einzigen Wesen erschuf und
daraus sein
Partnerwesen erschuf, damit es bei ihm Ruhe findet. Und nachdem
er mit ihr intim
gewesen war, hatte sie eine leichte Schwangerschaft, die sie bis
zum Ende austrug.
Und als die Entbindung sich näherte, richteten beide an ALLAH,
ihren HERRN
Bittgebete: „Wenn DU uns ein gesundes Kind schenkst, gewiss
werden wir von
den Dankbaren sein!“
(190) Und nachdem ER ihnen ein gesundes
Kind gegeben
hatte, haben sie Ihm Partner mit dem beigesellt, was ER ihnen
gegeben hat. Immer
gepriesen-erhaben ist ALLAH über das, was sie an Schirk
betreiben.
(191) Betreiben
sie etwa Schirk mit dem, was Nichts schafft, während sie alle
doch erschaffen
werden?! (192) Und diese (Partner) können weder ihnen beistehen,
noch sich selbst
beistehen.
(193) Auch dann solltet ihr sie um Rechtleitung
bitten, entsprechen sie euch nicht. Für euch bleibt es gleich,
ob ihr sie bittet oder ob ihr schweigt.
(194) Gewiss, diejenigen, an die ihr anstelle von ALLAH
Bittgebete richtet, sind nur
Diener genauso wie ihr. Also richtet nur an sie Bittgebete und
sie sollen euch erhören,
solltet ihr wahrhaftig sein.
(195) Haben sie etwa Beine, mit
denen sie gehen können, oder
etwa Hände, mit denen sie zuschlagen können, oder etwa Augen, mit denen sie sehen
können, oder etwa Ohren, mit denen sie hören können?! Sag: ‚Richtet nur
Bittgebete an eure Partner, dann führt eure List gegen mich durch und gewährt mir
dabei keine Zeit!
(196) Gewiss, mein Wali ist ALLAH!
ER ist Derjenige, Der die Schrift nach und nach hinabsandte und
ER ist der Wali
für die gottgefällig Guttuenden.‘
(197) Und diejenigen, an die
ihr anstelle von Ihm
Bittgebete richtet, können weder euch beistehen, noch sich
selbst beistehen.
(198) Und
solltest du sie um Rechtleitung bitten, hören sie bestimmt
nicht. Und du siehst sie dich anstarren, während sie doch nichts sehen.
(199) Nimm Al-'afu1
an, gebiete das Gebilligte und meide die Unwissenden.
(200)
Und sollte dich eine Versuchung des Satans (vom Wahren)
ablenken, so suche
Zuflucht bei ALLAH2!
Gewiss, ER ist allhörend, allwissend.
1
Al-'afu bedeutet „die Verzeihung“ bzw. „die Entschuldigung“ bzw.
„der Überschuß vom Vermögen“
2D.
h. sag: „a'udhu billahi minasch-schaitanir-radschim: Ich suche
Schutz bei ALLAH vor dem verdammten Satan!“
(201) Gewiss, diejenigen, die Taqwa gemäß handeln, wenn sie
Unschönes durch
Satan überkommt, entsinnen sie sich und sehen (ihre Verfehlung)
wieder ein.
(202)
Doch ihre Brüder lassen sie (die Satane) in die Irre weit gehen,
dann lassen sie von
ihnen nicht mehr ab.
(203)Und
wenn du ihnen keine Ayat vollbringst, sagten sie: „Hättest du sie
doch
zusammengestellt.“ Sag: ‚Ich folge nur dem, was mir von meinem HERRN
an
Wahy zuteil wird.‘ Dies ist (der Quran) etwas Einblick-Gewährendes
von eurem
HERRN, eine Rechtleitung und eine Gnade für Menschen, die den Iman
verinnerlichen.
(204)Und
wenn der Quran vorgetragen wird, dann hört ihm zu und seid lautlos
bedachtsam, damit euch Gnade erwiesen wird.
(205)Und
lobpreise deinen HERRN in deinem Innern demütig, ehrfürchtig und in
leiserer Art als das wahrnehmbare Sprechen - morgens und abends; und
sei nicht
von den Achtlosen!
(206)Gewiss,
diejenigen bei deinem HERRN erheben sich nicht in Arroganz
Seinem Dienen gegenüber,
lobpreisen Ihn und vollziehen Ihm Sudschud1.
1D.
h. sie beten für Ihn.
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